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Schluss mit den Männer-Clubs: Harvard macht ernst
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Studentenverbindungen nur für Männer? Das soll es in Harvard nicht mehr geben. Wer dennoch eintritt, bekommt kein Stipendium und kann nicht Kapitän eines Sportvereins der US-Uni werden. Die Clubs sind empört.

hellas16 06.12.2017, 19:18
1. Unfug

Warum muss immer alles gemischt sein? Es gibt doch auch nicht nur "gemischte" Saunen? Man stelle sich Phileas Fogg in einem "gemischten" Londoner Club vor! Jules Vernes Roman "In 80 Tagen um die Welt" wäre nie erschienen; und die Menschheit wäre um ein Stück Weltliteratur ärmer.

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Sibylle1969 06.12.2017, 19:57
2. @1 hellas16

Wir befinden uns aber um 21. Jahrhundert und nicht mehr im 19. Jahrhundert. Seit den Zeiten von Jules Vernes und Phileas Fogg haben sich ein paar Kleinigkeiten geändert, und das ist auch gut so...

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chrisw 07.12.2017, 23:24
3.

Ich hoffe die Verbindungen können Harvard verklagen und bekommen vor Gericht ihr gutes Recht zugesprochen. Dieser Diskriminierung der freien Meinungsäußerung muss Einhalt geboten werden.

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frau.v 07.12.2017, 23:35
4. Gut so!

Ein wichtiger Schritt!

Sieht man sich in Industrie und Wirtschaft um, sieht man die dort entstandenen Netzwerke auch nach dem Studium noch. Ich habe nichts gegen Networking im allgemeinen, im Gegenteil. Aber das rein auf das Geschlecht zu begrenzen erscheint mir nicht fair.

Ich bin auch gegen reine Mädchen- oder Jungen-Schulen. Was bringt es, wenn Mädchen unter sich bleiben und später in Studium und Beruf doch wieder mit männlichem Wettbewerb konfrontiert werden?

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Sternekoch. 07.12.2017, 09:17
5. Diskriminierungswahnsinn

Einfach furchtbar wie dieser Antidiskriminierungswahnsinn um sich greift. Die Clubs sind private Vereine, die sich gefälligst aussuchen dürfen sollen wen sie aufnehmen. Dies von der Universität aus zu sanktionieren ist ein massiver Eingriff in die Rechte der Studenten. Universitäten sollten ihre Studenten nicht durch Zwang ideologisch prägen, das ist nich ihre Aufgabe.
Männer sind Männer und Frauen sind Frauen. Ansonsten bitte alle Privilegien der Frauen abschaffen und in Sportdisziplinen und allen anderen Bereichen in denen noch zwischen Geschlechtern unterschieden wird diese Unterscheidung aufheben. Und wenn beide Geschlechter gleich sind, warum brauchen wir dann eine Frauenquote? =)

Bitte nicht falsch verstehen, ich habe nichts dagegen, dass Männer und Frauen in den selben Clubs sind, wenn dies sinvoll und gewünscht ist, aber ein Club der sich auf alte Traditionen beruft und eine Geschlechter Trennung favorisiert, sollte dies auch weiterhin tun dürfen. In einem reinen Männerclub sind nunmal Männer, und Frauen sind keine Männer.

Oder soll ich auch einen Aufschrei starten, wenn meine Freundin und ihre Freundinnen mal wieder einen Mädels Abend machen? Ich finde es schon schlimm genug, dass die Boyscouts, also amerikanischen Pfadfinder, sich dazu entschieden haben, Trans Männer aufzunehmen.

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Lord Menial 07.12.2017, 11:14
6.

Die männlichen Studenten sollten nun auf die Mitgliedschaft in "males-only"-Vereinen verzichten und stattdessen massenhaft in Cheerleader-Vereine eintreten.
Wenn dann ein Cheeleader-Club ein männliches Mitglied ablehnt, muss dagegen umgehend Klage vor dem Supreme Court erhoben werden.
O-beinige oder übergewichtige männliche Tanzmäuse von der uramerikanischen Hüpfgymanistik auszuschließen wäre so dermaßen sexistisch wie nur irgendwas. Die Zuschauer von Sportveranstaltungen haben ein Recht darauf, auch sichtbar schwitzende, beinbehaarte Puschelschwenker zu sehen!
HIer muss auch endlich eine Quote eingeführt werden.

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ditler 07.12.2017, 11:31
7.

Zitat von Sternekoch.
Einfach furchtbar wie dieser Antidiskriminierungswahnsinn um sich greift. Die Clubs sind private Vereine, die sich gefälligst aussuchen dürfen sollen wen sie aufnehmen. Dies von der Universität aus zu sanktionieren ist ein massiver Eingriff in die Rechte der Studenten.
Die Universität ist ein privates Unternehmen und sollte sich aussuchen dürfen, wen Sie als Sportkapitän einsetzt und an wen sie Stipendien vergibt.

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Lord Menial 07.12.2017, 12:02
8.

Zitat von ditler
Die Universität ist ein privates Unternehmen und sollte sich aussuchen dürfen, wen Sie als Sportkapitän einsetzt und an wen sie Stipendien vergibt.
Dann sollte folgerichtig eine staatliche Universität nicht das Recht haben, sich auszusuchen, wer ein Stipendium bekommt?
Das wäre dann eine Diskriminierung einer Hochschulform gegenüber einer anderen! Gar nicht so einfach, was?

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Sternekoch. 07.12.2017, 12:33
9.

Zitat von ditler
Die Universität ist ein privates Unternehmen und sollte sich aussuchen dürfen, wen Sie als Sportkapitän einsetzt und an wen sie Stipendien vergibt.
Das kann man sicherlich so sehen. Aber dagegen muss mit jedem erlaubten Mittel vorgegangen werden. Für mich ist dies ein erheblicher Eingriff in die Meinungsfreiheit und juristisch nur schwer zu rechtfertigen. Und wo zieht man dann die Grenze?

Ein Sportkapitän sollte dieses Amt aufgrund seiner Eignung erhalten. Ob die Teilnahme an einem Männerclub diese beinträchtigt, wage ich stark zu bezweifeln ( im Falle des Sports fördert es sie wahrscheinlich eher :D) und das wird juristisch auch nicht nachweisbar sein. Das klingt schon eher nach Diskriminierung.

Bin gespannt wie die Alumni dazu stehen und wie es sich weiter enwtickelt.

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