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Schulunterricht: Wie der Digitalpakt zur Geisel der großen Politik wurde
DPA

Der Digitalpakt sollte den Aufbruch in die digitale Schulzukunft markieren. Doch er steckt im Klein-Klein föderaler Bildungsstreitereien fest - und jetzt wird die Zeit knapp.

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biesi61 30.10.2018, 09:55
1. Beendet endlich die Kleinstaaterei in der Bildung!

Sie ist für unser aller Zukunft das mit Abstand größte Risiko! Manche Länder können mangels ausreichender Finanzmittel für unsere Kinder kein zeitgemäßes Bildungssystem organisieren und die anderen wollen das nicht! Und im Ergebnis fallen wir international immer weiter zurück!

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isi-dor 30.10.2018, 09:59
2. Es gibt 2 Dinge, die dieses Land wirklich und wahrhaftig benötigt:

Wir brauchen dringend eine Verstetigung des Qualitätspaktes Lehre an den Hochschulen, denn hier sind große Erfolge zu verzeichnen, insbesondere beim Übergang von der Schule/Berufsausbildung zur Hochschule.
Und ohne Digitalpakt braucht man in ein paar Jahren die Schulen gar nicht mehr zu öffnen, denn die anderen Länder rennen uns davon. Allerdings ist Frau Bär nun wirklich die falsche Person dafür. Das müssen endlich Bildungsexperten übernehmen und nicht irgendwelche Parteiquotenmütterchen, die man halt aus Parteiräson mit einem Pöstchen versorgen muss, die aber einen PC nicht mal korrekt hochfahren können.
Gute Bildungspolitik kann nur von parteifernen Bildungsprofis gemacht werden, das steht felsenfest. Wer meint, gute Bildungspolitik würde darin bestehen, in den Schulen schnelles W-lan und Whiteboards statt Kreidetafeln einzuführen, der ist wohl kaum noch zurechnungsfähig. Digitalisierung erfordert eine ausgeklügelte Änderung in der Didaktik und daher auch eine komplette Erneuerung der Lehrerbildung, denn der Lehrer bestimmt das, was im Klassenzimmer ankommt und nicht ein Parteibildungs"experte".

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kayakclc 30.10.2018, 10:01
3. Den Bund über den Tisch ziehen

Die Länder wollen wieder einmal den Bund über den Tisch ziehen. Das Paritätische Bafög hat der Bund völlig übernommen, mit dem Versprechen der Länder, die eingesparten Mrd in die Bildung zu stecken. Nichts ist da passiert, das meiste ist im Haushalt versickert. Jetzt versuchen sie es wieder, Geld ja, mitsprache des Bundes nein, damit die Gelder wieder irgendwo zweckentfremdet von den Landesfürsten für Wahlgeschenke verteilt werden können. Daher ist es nur zwingend, das der Bund auf eine Grundgesetzänderung besteht, damit jeder Euro aus dem Bundeshaushalt auch dort ankommt wofür er vereinbart wurde. Wenn man ehrlich wäre: die Länder haben die Bildungshoheit, genügend Geld (gerade mal wieder Mrd vom Bund über den Finanzausgleich erhalten), aber setzte es eben nicht ein!

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spoon-leser 30.10.2018, 10:08
4. Stillstand

Die Politik in diesem Land verkommt zu einem Klein Klein der Parteien und Lobbyisten. Anstatt den Digitalpakt zu verabschieden, macht man es so lange so kompliziert wie möglich um nachher nichts mehr zu erreichen.
Anstatt an das große Ganze zu denken, blickt jeder nur auf seine Kompetenzen um hier ja nichts abgeben zu müssen...
In vielen Dingen gehört der Föderalismus einfach abgeschafft. Genau SO sorgt man für Politikverdrossenheit und spielt in die Hände der AFD und ihrer Konsorten.

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genugistgenug 30.10.2018, 10:10
5. Im DB-ICE vom Neuland blitzschnell zum Digitalpakt,... hahaha

Was kann man denn hier erwarten?
Die 5 Milliarden bringen pro Bundesland 312.500.000,- Millionen. rechnet man die übliche Bedingung/Umleitung der Verwaltung ab und die überteuerten Preise, dann dürfte kaum noch was ankommen.
Vor allem stellt sich auch die Frage nach der genauen Zielsetzung und vor allem der Qualifikation der beteiligten Personen. Denn Digitalpakt ist ein nettes Wort und white boards sehen auch gut aus, doch wenn die komplette Einbindung fehlt, kann man das Geld gleich zum Fenster rauswerfen.
Hat der ehem. Bundeskanzler Kohl nicht schon mal von den Autobahnen & stop and go gefaselt, als er zur Entwicklung der DATENautobahn gefagt wurde - plus den üblichen nichts sagenden Sermon - wie heute auch noch.

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karit 30.10.2018, 10:10
6. Auch in diesem Bereich zeigt sich, daß die

Bundesrepublik komplett handlungsunfähig ist, die Parteiendemokratie nicht funktioniert und auch die derzeitige Verfassungssituation nicht dazu beiträgt, Probleme zwischen Bund und Ländern zu bereinigen. Da wird munter gestritten, alle haben Angst vor Machteinbussen und keiner dient wirklich zur Besserung der Situation in Deutschland und deren Bevölkerung! Peinlich peinlich liebe Regierungsmitglieder auf Bundes- und Landesebene!!!

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Andrius 30.10.2018, 10:12
7. Fakten als Grundlage

Alle bisher weltweit veröffentlichten seriösen Studien zeigen, dass mit der Digitalisierung der Schulen ein Rückgang der Schülerleistungen einhergeht, sehr gut von Spitzer zusammengefasst. Sinn macht mit einem, erst ab der 10. Klasse mit der Digitalisierung zu beginnen, alles andere hätte eine bewusste Verblödung der Schüler im Interesse der Industrie -die der einzige Nutzniesser wäre- zur Folge. Wollen wir das?
http://www.lehrerverband.de/Digital-Prof.Dr.M.Spitzer.pdf
https://philos-denkraum.de/2018/08/27/gertraud-teuchert-noodt-die-digitale-revolution-verbaut-unseren-kindern-die-zukunft/

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Leser161 30.10.2018, 10:17
8. Besser so

Bildungsinhalte landen nicht besser in den Köpfen der Schüler wenn sie auf einem digitalen Whiteboard stehen. Bin froh das diese Subvention für die Anbieter von solchen Geräten in den Mühlen der Bürokratie steckengeblieben ist.

Gerne kann Geld ausgegeben werden, aber für Menschen nicht für Geräte. Unnötigen Spielkram hatten wir schon in zu meiner Schulzeit an den Schulen, gelernt habe ich in den Fächern mit sowas nicht besser.

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kleinsteminderheit 30.10.2018, 10:19
9. Laientheater

Es wird Zeit, dass den Laienschauspielern in den Landeskultusministerien der Bildungssektor entzogen wird. Bildung ist zu wichtig um zwischen den Landesregierungen zerrieben zu werden. Dieses Thema sollte endlich bundeseinheitlich geregelt werden.

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