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Sommerurlaub: Warum sechs Wochen Ferien für Lehrer fair sind
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30 Urlaubstage am Stück, davon können die meisten Angestellten nur träumen. Für Lehrer wird dieser Traum jeden Sommer wahr. Arne Ulbricht ist sich dieses Privilegs bewusst, findet aber auch: Das ist angemessen so.

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Pela1961 05.07.2018, 11:17
1. Naja

Und dann noch die zwei Wochen Osterferien, Herbstferien, Weihnachtsferien............................Soviel e Boni kriegt kaum einer in seinem Berufsleben. Trotzdem - es sei ihnen gegönnt. Der Beruf ist mit Sicherheit einer der schwierigsten, die man im Augenblick ergreifen kann und auch wenn ich in vielerlei Hinsicht der Meinung bin, dass Lehrer einen Hang zum Jammern auf hohem Niveau haben denke ich, dass ein GUTER (!) Lehrer jeden Cent seines Gehalts und jeden Tag seiner Ferien wert ist.

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Alexander Del Large 05.07.2018, 11:18
2. Bock zum Gärtner machen

Sehr schön.
Da ist SPON inzwischen angekommen: Man lässt einen Lehrer urteilen über die Unsinnigkeit dieses Privilegs(natürlich werden dabei die weiteren Ferientermine nicht berücksichtigt, wie Weihnachtsfeier usw.) Warum sich ein gemeiner Angestellter mit nur höchsten 30 Tagen begnügen muß statt der insgesamt über 70 Tage bei Lehrern??? Was soll's

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der_durden 05.07.2018, 11:21
3.

Ich gönne das ja den Lehrern. Warum sollte ich auch nicht.

Allerdings wäre es für viele Arbeitnehmer auch angemessen. Oder glaubt der Autor wirklich,
dass jeder Arbeitnehmer Boni erhält?
Jeder Arbeitnehmer seine Überstunden bezahlt bekommt?
Kein Arbeitnehmer sozial gefordert wird und nur wenig Stress hat?

Mich ganz und gar nicht, dass Lehrer lange Ferien haben (wobei ein Teil dieser Ferien ja auch zu Vorbereitung, Weiterbildung, etc. zu nutzen sind). Mich nervt es aber, wenn Lehrer versuchen das irgendwie mit der Abgrenzung zu anderen Arbeiten zu erklären. Als sei das Leben eines Arbeitnehmers ja irgendwie weniger belastend. Das ist wirklich weltfremd und ich glaube das ist es, was die meisten ärgert.

Im Übrigen sei zu den Boni noch gesagt, dass ein Lehrer, so er verbeamtet ist, sich wohl kaum Sorgen um seinen Ruhestand machen muss. Das ist ein Luxus, der nicht mal allen leitenden Angestellten zu Teil wird. Da ist ein Bonus, den wohl die wenigstens bekommen, nichts, was das auch nur annähernd aufwiegen könnte.

Also wirklich, diesen Beitrag hätte der Autor sich, jedenfalls in dieser Argumentationsfolge, sparen können.

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xeldaranxor 05.07.2018, 11:23
4. schwache Argumente

In meinen Augen schwache Argumente. Überstunden & Krankheitsvertretung muss auch in jedem anderen Job geleistet werden. Der einzige halbwegs gute Grund ist "was soll ein Lehrer sonst in der Zeit machen"? Es ist ja gerade der Sinn, dass Kinder nicht zu Schule kommen, auch nicht zu AGs oder ähnlichem.

Lehrer in Deutschland sind sehr weinerlich. Viel beschweren, nie darauf schauen wie gut es ihnen geht.

Ferien als Bonuszahlung? Eine Bonuszahlung ist erfolgsabhängig. Was passiert mit den Ferien der Lehrer wenn wir bei der Pisa-Studie schlecht abschneiden? Ach ja, gar nichts... Es ist einfach ein massive Reduktion der Arbeitszeit (für festangestellte Lehrer).

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AntiGravEinheit 05.07.2018, 11:25
5.

Hm, scheint in Nordrhein-Westfalen anders zu sein als hier und da in Bayern.
Von wegen 6 Wochen Füße hochlegen ... an bestimmten Tagen gibt es auch in den Ferien eine Anwesenheitspflicht (die Tage bestimmt aber offenbar die Schule), an denen dann irgendwelche Dinge für das kommende Schuljahr vorbereitet werden (müssen).
Wann man an den vorgegebenen Tagen nicht kann (weil man da eben weggefahren ist - soviel Zugeständnis gibt es immerhin), dann muß die Zeit anderweitig reingeholt werden.

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charlybird 05.07.2018, 11:25
6. Die

Lehrer*innen, die wissen, dass sie sich diesen Urlaub verdient haben, haben sich jeden Tag und jede Stunde verdient, diejenigen, die glauben, dass sie ihn verdienen, WEIL sie Lehrer*innen sind, sollten vielleicht überlegen etwas anderes zu tun.

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berlinerluft76 05.07.2018, 11:28
7. Aus Mangel an Vergleichbarkeit

Ich gönne dem Autor seinen Sommerurlaub. Selbst komme ich ursprünglich aus einer Lehrerfamilie - daher bin ich mit dem Wehklagen der Lehrerschaft wohl vertraut. Und darüber muss ich ab und an lächeln, da viele Lehrer tatsächlich aus Mangel an Vergleichbarkeit mit der freien Wirtschaft glauben, ihr Leben/Job sei überdurchschnittlich stressig. Liebe Lehrerschaft - nach einer Woche Projektmanagement in Endphasen mit 120h/Woche sprechen wir dann gerne nochmals. :)

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geirröd 05.07.2018, 11:31
8. Bei meinen direkten Nachbarn,

...beide Lehrer, beobachte ich stets ein anderes Bild. Es ist zwar Ferienbeginn, jedoch sind in der ersten Woche beide weiterhin in der jeweiligen Schule (sie unterrichten an unterschiedlichen Standorten). Selbst in der zweiten Woche sind sie noch ein-zwei Tage an den Standorten. Ebenso in der letzten Ferienwoche. Netto gesehen machen sie so ca. 3,5 - 4 Wochen Urlaub - was ihnen natürlich gegönnt ist. Aber von 6 Wochen kann bei beiden nicht die Rede von sein. Vielleicht ist es ein seltener Einzelfall - jedoch glaube ich, dass es sehr viele Lehrer gibt, die ebenso tätig sind.

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louis12 05.07.2018, 11:31
9. Man wie weltfremd....

Und wieso denkt der Herr, dass im normalen Berufsleben als Selbstständiger oder Angestellter geringere Herausforderungen zu bewältigen sind? Ohne diesen ganzen Urlaub.

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