Forum: Leben und Lernen
Sozialerhebung: So leben, lernen, lieben Studenten in Deutschland
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Was sind die Lieblingsfächer? Wie viel jobben sie? Leben sie in einer festen Beziehung? Das Studentenwerk hat Deutschlands Studierende in der 21. Sozialerhebung vermessen.

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Berg 27.06.2017, 11:50
1.

Es ist angenehm zu lesen, dass aus diesem Zahlenspiegel nicht gleich Wertungen, Gut-Schlecht, vorgenommen und keine Rankings aufgebaut werden. Immerhin sind das Momenterhebungen gemessen an der wechselhaften Lebenslauf auch von Studierenden. So kann es für jeden Studenten Zeiten gebe, wo er erst zu Hause wohnt, dann im Wohnheim, dann noch in der WG und dann im Singlezimmer. Und ein Jahr hat man mehr Geld als im anderen usw. Maßgebend sind sichere Kenntnisse und Fähigkeiten als Absolvent- erfreulich die hohe Zahl der Ings und Naturwissenschaften. Diese Absolventen braucht das Land!

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tomxxx 27.06.2017, 12:13
2. über 40% in MINT-Fächern?

Da stellt sich die Frage, wieviele dieser Fächer vor Bologna eigentlich ein Lehrberuf- mit Meistermöglichkeit war, jetzt sind die Absolventen eben Akademiker und damit ist die Welt viel besser, weil das Bildungssystem durchlässiger ist und fast alle den Aufstieg geschafft haben!!! ;-) Bleibt noch die humoristisch wesentliche Frage, Wieviel Prozent leben in einer festen Beziehung und falls ja in wievielen? Welcher statistischer Fehler ist zu erwarten, wenn 1 Partner einer Beziehung diese als fest bezeichnet, der andere aber nicht? ;-)

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virginia 27.06.2017, 12:40
3. zwei anmerkungen

fuer die schreiberlinge dieses artikels:
1. schon mal was vom' woerterbuch des unmenschen' gehoert? das wort 'durchgefuehrt' ist nazideutsch und sollte aus dem sprachschatz von journalisten entfernt werden.
2. studierende - ist zwar nett, dass man politisch korrekt sein moechte, aber wie sieht es bei dem wort 'schueler' aus? schon mal darueber nachgedacht?

vermutlich nicht......

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Havre-Wadinsky 27.06.2017, 12:40
4. Wie wäre es denn mal mit einer Sozialerhebung über die Lage der Studienabsolventen.

Wie sie in ihren Berufen zurechtkommen. Nach 3 Jahren und nach 10 Jahren.

Durch die ewige Bauchbespiegelung der Studenten hat dieser Artikel nun wahrlich keinen Neuheitencharakter (Informationswert).

Mich interessiert insbesondere eine Auswertung der Daten der gesetzlichen Rentenversicherungsanstalt über die Rentenhöhe von Akademikern, Versicherten mit Abitur und Realschulabschluss. Und natürlich die vergessene Mehrheit, die Hauptschulabsolventen mit abgeschlossener Lehre. Wobei ich der BfA zutraue, diese Untersuchungen zu manipulieren, um nicht den gewünschten Eindruck: "Wir leben in Schlaffraffia" zu widersprechen. Bereits die Datenerhebung muss also seriöser wissenschaftlicher Kontrolle unterliegen.

Merkwürdigerweise verschwinden die Untersuchungen darüber immer im Panzerschrank. Und das mit einer "freien" Publizistik mit den Worten Demokratie und Transparenz auf den Lippen.

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hubie 27.06.2017, 12:44
5. @ #2 tomxxx

Lassen Sie mich raten... Sie haben studiert, sind aber nach eigener Überzeugung auf keinen Fall durch ein durchlässiges Bildungssystem gegangen, sondern Sie haben die Leistung wirklich erbracht...
Quacksalber erkennt man meist recht schnell, Bildungssystem hin oder her. Wer wirklich etwas draufhat, der schafft es auch ohne Abschluss... Leute die nur schnacken und wenig tun, die mögen im schlechtesten Fall auf einer gut bezahlten Stelle geparkt werden, mehr aber auch nicht ("mehr"...).

Wobei das mit den Abinoten im Vergleich zu vor 10 Jahren schon auffällig ist...

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jojack 27.06.2017, 12:46
6. Studienwahl und Gender Pay Gap

Interessant sind die Studienwahl der beiden Geschlechter. Männer: 31% Ingenieurwissenschaften, Frauen: 10%. An dieser Statistik lässt sich wunderbar jede Mär vom angeblichen "Gender Pay Gap" entzaubern. Man kann den jungen Frauen gleich aus zweierlei Gründen zum Studium eines Ingenieur- oder naturwissenschaftlichen Studiums raten: man verdient besser und die Unternehmen suchen heute händeringend nach weiblichen Vorzeige-Arbeitskräften in diesen Bereichen. Dem entsprechend gut sind die Karrierechancen.

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handaufsherz 27.06.2017, 12:51
7. Verwöhnt

Die Statistik ist sehr aufschlussreich, jedoch kann ich die Aussage nicht teilen, dass es den heutigen Studenten finanziell sehr schlecht geht. Als Student sollte und muss man einfach mal lernen mit Geld umzugehen (verwöhnte Kinder umso mehr). Man muss nicht immer das Bier für 4,50 trinken, ein Auto fahren, eine Wohnung in Bestlage haben oder den Sommerurlaub im Hotel verbingen. In einer vollkommen gesättigten Gesellschaft sollte das wenigstens noch in dieser Lebensphase so sein. Außerdem gibt es in Deutschland viele Gegenden wo Studieren sehr erschwinglich ist und wo man eine gute bis sehr gute Ausbildung erhält. Es ist nur für viele manchmal weniger hip, was bei der Auswahl des Studienortes aber nicht die primäre Rolle spielen sollte.

Leider spiegelt sich auch hier die ungleiche Verteilung in Deutschland wieder, wobei gerade Studenten bei der Wahl des Studienortes eine antizyklische Denkweise an den Tag legen sollten. In manchen Gegenden kann man mit geringen finanziellen Mitteln einiges Bewegen und Gestalten, was meiner Meinung nach attraktiv genug ist.

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lachina 27.06.2017, 12:54
8. Wohnheimplätze

müsste es wirklich viel mehr geben. Die Studenten, die ein Zimmer im Wohnheim haben, kommen auch mit dem Bafög aus; schon in einer WG bezahlen Studenten jedoch das Doppelte ( Beispiel Berlin).
Eine ausländische Studentin hat sich beklagt, dass sie im Wohnheim kaum Kontakt zu Deutschen bekommt, es gibt einfach wenige. Das war in den Achzigernjahren noch viel gemischter.
Dänemark packt es ja auch, jedem Studenten einen Wohnheimplatz anzubieten.

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spon_2964763 27.06.2017, 12:56
9. Statistik durch Selbstauskunft

Diese Statistik ist zwar breit gefächert und hat eine relevante Zahlenbasis, aber die Qualität der Auskünfte ist zweifelhaft, weil es Selbstasukünfte sind. Daher können sie bewust oder unbewusst tendentiell sein.

Reiche Studierende werden ihren Reichtum verschleiern und nicht erwähnen, dass der Vater den Wagen bezahlt. Wer gerade mal jemanden kennen gelernt hat, könnte dazu neigen, sich in einer festen Beziehung zu sehen.

Den Politikern scheinen solche Statistiken zu reichen, um ihre Entscheidungen zu treffen.

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