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SPD-Pläne: Schulz plädiert für Abitur nach neun Jahren
DPA

Mehr Geld für Bildung statt Steuersenkungen: SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz will Milliarden in Ganztagsschulen, Sozialarbeiter und die Modernisierung von Schulen stecken. Und er befürwortet die Rückkehr zu G9.

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satissa 18.05.2017, 17:41
1. Halbherzig

Im deutschen Bildungssystem werden Millionen verschwendet, weil wir alles 16 mal machen. Das schulische Bildung Ländersache ist, ist in den Zeiten der Globalisierung so fortschrittlich wie Dampflokomotiven. Hinzu kommt, das Deutschland kein G8 oder G9 hat, sondern ein G7,7 oder G8,7. Warum hält man an dem alten Zopf fest, dass in der letzten Klasse ab den Osterferien Schluss ist? In anderen Ländern, in denen G8 oder G9 kein Thema, sondern G8 Standard ist, wird bis zu einer Woche vor den Prüfungen unterrichtet und die Prüfungen finden im Juni statt und nicht im Mai. Dass heißt, es wird effektiv 3 Monate länger unterrichtet. Hier sollte man ansetzen statt diese Grundsatzdiskussion zu führen.

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Leser161 18.05.2017, 18:04
2. Billig

Kaum wurde die Wahl in NRW wegen Bildungsthemen verloren schon sagt Schulz was zu Bildung? Anschlussfrage: Wie will er das denn machen? Bildung ist Ländersache.

Das zeigt für mich, das Schulz einfach nur Stimmen will, und nicht Probleme anpacken. Das Problem ist nämlich der Bildungsföderalismuswirrwarr und das lustige Rumexperimentieren mit unseren Kindern.

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gehel 18.05.2017, 18:10
3. Programm ohne sinnvollen Mitteleinsatz

Hier wird wieder einmal der zweite oder dritte Schritt vor dem ersten gemacht. Keines der Länder, die Schulz als Vorbilder anspricht, hat so einen Flickenteppich in der Bildung, wie Deutschalnd. Das grundlegende Problem ist doch hier zunächst einmal die föderative Struktur in der Bildungspolitik. Die Zuständigkeit der Länder gehört abgeschafft und als zentrale Bundesaufgabe definiert. Ein Problem in der Bildung ist doch, dass die Länder finanziell kaum husten können und ständig nach dem Bund rufen, nur Mitsprache wollen sie keine. Bevor man viel zusätzliches Geld in die Bildung pumpt, solte man erst einmal die Strukturen hin zu zentraler Veratwortung ändern. Auch seine Aussage, dass das Geld besser hier als in der Rüstung eingesetzt sei, ist dummes Gerede. Ein Staat muss sich verteidigen können und dazu müssen auch Ausgaben in die Rüstung fließen. Wenn an dann die Verteidigung gemeinschaftlich ausrichten will, dann müssen die Lasten auch nach Wirtschaftskraft verteilt werden. Das ist nur gerecht. Da hat Deutschland durchaus Nachholbedarf, auch wenn das mancher nicht hören möchte.

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g_bec 18.05.2017, 18:18
4. Passt ins Bild.

Bestätigt jedes Vorurteil über SPD-Bildungspolitik: Bloß keine Leistung oder Anstrengung verlangen, die Kinder könnten ja was lernen. Man will wohl wieder zum Abi mit Leistungskurs "Theater" sowie Reli und Sport zurück, um die Abiturientenquote zu erhöhen.
Allerdings: selbst die Bayern brauchen offensichtlich ein Jahr länger fürs Abi. Drum sind die BAB Richtung Südwesten am Sonntagabend auch immer noch so voll: Ohne die Arbeitsmigranten aus der Ex-Zone (Turbo-Abi!) wär das Licht nämlich im Süden auch schon aus. Das im Übrigen zeitgleich mit dem Beginn dieser Pendlerströme erst richtig anging:-)

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BlackRainbow666 18.05.2017, 18:20
5. Einsparung und Stimmenfang

Ernsthaft, es geht doch nur um Geld - darum ist das einzig politsch durchsetzbare, sowie der Fehler, dem man seit 20 Jahren aufsitzt, das Konzept Ganztagsschule. Kinder profitieren nicht davon, täglich doppelt so lange wie nötig in die Schule gesperrt zu sein. Es profitiert aber die Wirtschaft, die plötzlich pädagogisch legitimiert mehr Arbeitnehmer erhält und die Preise drücken kann. Und da es zum Standard erhoben wird, wird man irgendwann schief angeschaut, wenn man nicht versteht, warum eine Familie nicht mit einem Gehalt zu ernähren ist.

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g_bec 18.05.2017, 18:39
6. Mhm.

Zitat von BlackRainbow666
Ernsthaft, es geht doch nur um Geld - darum ist das einzig politsch durchsetzbare, sowie der Fehler, dem man seit 20 Jahren aufsitzt, das Konzept Ganztagsschule. Kinder profitieren nicht davon, täglich doppelt so lange wie nötig in die Schule gesperrt zu sein. Es profitiert aber die Wirtschaft, die plötzlich pädagogisch legitimiert mehr Arbeitnehmer erhält und die Preise drücken kann. Und da es zum Standard erhoben wird, wird man irgendwann schief angeschaut, wenn man nicht versteht, warum eine Familie nicht mit einem Gehalt zu ernähren ist.
Mal 'ne Frage: Woher kommt eigentlich dieses komische "Argument" vom "ein Gehalt für eine Familie" immer so positiv und erstrebenswert daher? Mir läuft's dabei immer kalt den Rücken herunter. Was ist aus dem guten alten "Doppelt hält besser" geworden? Zumal die damit einhergehende höhere materielle Sicherheit gerade für Kinder ja eher positiv zu sehen ist.
Nebenbei: Für sehr viele Kinder ist die Ganztagsschule zudem mehr Chance als Qual. Obwohl das Konzept oftmals in DEU grottenschlecht umgesetzt wurde.
Wollen Sie uns ernsthaft erzählen, dass Schulkinder (7-18 Jahre alt!) den lieben langen Tag von Mami umsorgt werden wollen und "abhängen" mit Gleichaltrigen des Teufels?

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zwischendominante 18.05.2017, 19:19
7. Daneben, Herr Schulz,

da Bildung nun mal Ländersache ist, ist es so ziemlich das letzte Thema, das vor der Bundestagswahl interessieren dürfte ...

Da kann man zwar blumige Visionen haben, gemacht wird sie aber von den Ländern nach den Vorstellungen, die die dort Regierenden haben; in NRW wurde rot-grüne Bildungspolitik gerade abgwählt.

Suchen Sie sich bitte bessere Berater ...

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heswer 18.05.2017, 19:36
8. Abitur nach sechseinhal Jahren Gymnasium.

Das habe ich 1946 gemacht. Trotzdem war ich beruflich sehr erfolgreich.
In meiner Klasse waren später ein Fachschul- und ein Universitätsprofessor, ein prominenter Fernsehproduzent, ein prominenter Rechtsanwalt und einige Unternehmer.

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sarkasmis 18.05.2017, 19:57
9. Die Antwort der Linken ist immer

mehr Geld. Linke Politiker kapieren einfach nicht, dass man Geld gut und schlecht einsetzen kann.
Das eine Problem ist, dass die Linken bei den Lehrern ihrer Klientel pflegen, z.B. vor Leistungsdruck und Evaluationen schützen.
Zum anderen lässt sich Bildung vergleichsweise billig haben. Ein aufgeklärter Frontalunterricht ist eine gute Unterrichtsform. Auch Hausaufgaben sind eine gute und billige Lösung. Nur das wollen die Linken nicht, weil es den klugen und denjenigen mit ambitionierten Eltern hilft den anderen davon zu ziehen. Im Namen der Gleichheit hält man Leute lieber dumm.

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