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Sponsoring an Schulen: Frankreich verbietet Klassenausflüge in Apple-Läden
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Konzerne wie Microsoft, Google und Apple engagieren sich weltweit an Schulen. In Frankreich haben Fernsehreporter gefilmt, wie eine Klasse einen Apple-Store besuchte. Nun ist auch das Bildungsministerium alarmiert.

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aktiverbeobachter 11.05.2018, 16:08
1. Werbung und Marketing

Vällig korrekt. Gesellschaften sollten so viel wie möglich verbieten. Vor allem jegliche Werbung und Marketing. Dann kann sich jedes Kind vollkommen frei entwickeln und wird nicht von der dunklen Seite der Macht beeinflusst. Wir könnten dann auch auf den erzieherischen Auftrag von Eltern verzichten. Schließlich lauert ja hier auch die Gefahr der einseitigen Indoktrination. Also ganz klar : Verbote sind der korrekte Weg. Die pädagogische Aufklärung hat versagt.

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decaflo 11.05.2018, 16:29
2.

Zitat von aktiverbeobachter
Die pädagogische Aufklärung hat versagt.
Ich vermute Ihr Beitrag ist ironisch gemeint und Sie denken, dass es Aufgabe der Eltern wäre, die Kinder zu freiem Denken trotz Werbung zu erziehen.
Ich denke Sie unterschätzen die Multimilliarden schwere Werbeindustrie. Zu glauben, mit etwas vernünftiger Erziehung kommen Sie dagegen an, was Psyochlogie-Experten ihren Kindern vorsetzen.
Wussten Sie, dass es einen Fachausdruck dafür gibt, dass ein Kind sich an der Kasse auf Grund einer Werbekampagne auf den Boden wirft und schreit bis es die Schokolade/Kaugummi/Abziehbildchen bekommt? Das nennt man Perster-Power, die eine Kampagne hat - oder eben nicht.
Ja, ich wäre dafür jegliche Werbung zu verbieten, die sich an Kinder und Jugendliche richtet.

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M. Michaelis 11.05.2018, 17:03
3.

ich finde nichts dabei wenn der Omnipräsenz von Microsoftprodukten auch mal ein Besuch im Apple Store entgegengehalten wird.

Die ganze Aufregung ist wieder so ein alarmistischer Reflex ohne Sinn und Verstand.

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sverris 11.05.2018, 17:21
4.

Wird wenig helfen. Sehr viele Eltern leben es den Kindern ja tagtäglich vor, sich einwickeln zu lassen von Konzernen und dem Gadgetwahnsinn.

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aktiverbeobachter 11.05.2018, 17:25
5. Natürlich Ironie

Zitat von decaflo
Ich vermute Ihr Beitrag ist ironisch gemeint und Sie denken, dass es Aufgabe der Eltern wäre, die Kinder zu freiem Denken trotz Werbung zu erziehen. Ich denke Sie unterschätzen die Multimilliarden schwere Werbeindustrie. Zu glauben, mit etwas vernünftiger Erziehung kommen Sie dagegen an, was Psyochlogie-Experten ihren Kindern vorsetzen. Wussten Sie, dass es einen Fachausdruck dafür gibt, dass ein Kind sich an der Kasse auf Grund einer Werbekampagne auf den Boden wirft und schreit bis es die Schokolade/Kaugummi/Abziehbildchen bekommt? Das nennt man Perster-Power, die eine Kampagne hat - oder eben nicht. Ja, ich wäre dafür jegliche Werbung zu verbieten, die sich an Kinder und Jugendliche richtet.
Ich finde tatsächlich, dass es zum Einen Aufgabe der Erziehung ist aber zum Anderen auch die Selbstverantwortung jedes Einzelnen ist sein Leben selbstbestimmt, mitbestimmend und solidarisch zu leben. Dass wir dabei Einflüssen von außen ausgesetzt sind (gesellschaftliche Sozialisation, was eben auch Werbung usw. beinhaltet) prägt uns in unserer Persönlichkeitsentfaltung entscheidend mit. Und das ist doch auch gut so. Nun einfach sozialisierende Faktoren einzelnen zu verbieten, nur weil diese einen negativen Einfluss haben könnten finde ich manipulierend und instrumentalisierend. Vielfalt und Wahlmöglichkeiten sind aus meiner Sicht bereichernd. Natürlich ist es die Aufgabe des Menschen dieses auch zu verarbeiten und individuell in Handlungskompetenzen umzusetzen. Dass damit einige Menschen überfordert sind, da stimme ich Ihnen sicherlich zu.

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Paddel2 11.05.2018, 17:26
6. Abwegig

Es ist schon sehr abwegig, Börsenspiele von städtischen Sparkassen mit Konsumausflügen in einen Apple-Store gleichzusetzen. Mit dem Argument sollte man am besten gleich jede Form von Unternehmensexkursionen verbieten. Dieser Ansatz passt zu aktuellen pädagogischen Fehlentwicklungen. Die Schule soll auf das Leben vorbereiten. Dazu gehört die Erziehung zum richtigen Umgang mit der Leistungsgesellschaft genauso dazu wie Kooperationen mit potenziellen künftigen Arbeitgebern. Kinder möglichst lange von der Realität fernhalten zu wollen, ist nicht sinnvoll.

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jenzinger 11.05.2018, 22:26
7. Apple Store und pädagogischer Zweck?

Haha - sehr lustig. Da soll mal ein Lehrer versuchen, so einen Ausflug den Eltern als pädagogisch zu verkaufen. Die Aufregung ist dennoch unangebracht, die Eltern können sich ja einfach dagegen aussprechen. Die Lehrer haben wahrscheinlich einfach Lust auf Abwechslung bzw. keinen Unterricht, die Kinder ohnehin. Da schauen sich dann alle auch mal ganz gerne den Apple Store von innen an...

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go-west 11.05.2018, 23:19
8. Eine größere Freude als den Besuch im Apple-Store

konnten die Lehrer ihren Schützlingen doch gar nicht zuteil werden lassen. Die begeisterten Blicke der Jungs sprechen doch Bände. Derartige Verbote sind einfach lächerlich, ganz besonders, wenn sie zudem noch einseitig gegen eine Marke gerichtet sind. Wahrscheinlich weil sie Kult ist und die Produkte aufgrund ihrer Preisstruktur nicht für jedermann erschwinglich sind. Wäre übrigens Apple französisch, hätte niemand ein solches Verbot erlassen. Leider sind französische Produkte jedoch allgemein nicht so begehrt, daß sich Menschen wirklich dafür begeistern ließen.

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quark2@mailinator.com 12.05.2018, 01:34
9.

Die Konzerne "engagieren" sich nicht an Schulen, sondern sie versuchen, die Kinder auf ihre Marke festzunageln. Das ist reine Kundenaquise und es ist eine Schande, daß der Staat es nicht schafft, von diesen Firmen Steuern zu nehmen und den Schulen dann davon Rechner zu kaufen. So wie an den Unis mit den Drittmitteln wird es auch für die Schulen immer schlimmer mit den Einflüßen der Wirtschaft. Was für ein System.

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