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Studenten: Wer das Studium abbricht - und warum
Corbis

Endlich Semesterferien - nie wieder Uni? Mehr als jeder vierte Bachelorstudent bricht sein Studium ab. Eine Studie zeigt: Nicht nur die Faulen schmeißen hin, häufig sind ganz andere Gründe ausschlaggebend.

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goethestrasse 29.07.2015, 07:34
1. Ach ..

...so richtig überraschend kommen die Aussage für mich nicht. Bestätigen meine "Vor-urteile".

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hellsguenni 29.07.2015, 07:38
2. Zuviele Studenten

Da mittlerweile einfach zuviele Kinder und Jugendliche Abitur machen bzw. es nachgeworfen bekommen ist die Zahl der Studenten deutlich höher als früher. Dadurch ist das durchschnittliche Bildungsniveau bzw. die Studienreife für ein Studium zu niedrig. Viele studieren auch, ohne ein klares Ziel vor Augen zu haben, mehr nach dem Motto 'Ich weiß noch nicht was ich will, dann studiere ich halt mal was' oder werden von den Eltern in diese Richtung gedrückt. Es ist eher verwunderlich, daß nicht noch mehr abbrechen.

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mr.miagy 29.07.2015, 07:39
3. na klasse

wenn die Hochschulen mit 4000? belohnt wird, wenn sie Studenten zum Abschluss bringt. Dann ist die Versuchung doch groß, das Leistungsniveau immer niedriger zu setzen um das Geld einzustreichen!
Heute ist es ja schon so, das einzelne Professoren die Bewertungskriterien der Klausur an die Leistung der Studenten anpassen. Ergo sind alle doof, gibt's trotzdem gute Noten.
Glückwunsch zum abgeschlossenem Studium sag ich da nur.

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Brutella 29.07.2015, 07:42
4. Rücksichtslose Studenten

Es ist eine Frechheit wie die Politik mit unseren Steuergelden umgeht. Man erlaubt Studenten ein teures steuerfinanziertes Studium halt mal so irgendwie anzufangen ohne sich Gedanken darüber machen zu müssen was man eigentlich will und kann. Egal, man kann es ja mal probieren, einfach mal so hingehen, kostet ja nichts.

Man kann von erwachsenen intelligenten jungen Menschen wenigstens soviel verlangen, dass sie sich vorher überlegen was sie wollen. Unsere "alles ist umsonst Verwöhnpolitik" verführt ja gerade dazu so sorglos mit dem Geld Anderer umzugehen.

Da hilft nur eins: Studienschutzgebühren und eine Einschreibgebühr. Wieso muss der Steuerzahler die Gedankenlosigkeit und Gleichgültigkeit in unserer Gesellschaft immer bezahlen. Ich denke dieses Verhalten der Studenten ist äußerst rücksichtlos gegenüber den Steuerzahlern und anderen Studenten die auf einen teuren Studienplatz warten müssen.

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friedet 29.07.2015, 07:43
5. Zusammen gefasst

Sie schaffen es nicht, waren eigentlich nie für das Studium geeignet und hätten es von Anfang an besser bleiben gelassen. Und für diese Erkenntnis braucht man eine Studie?

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titus_livius 29.07.2015, 07:44
6. Prämien für die Unis

Führen dazu, daß auch der letzte Looser durchgeschleift wird. Sprich, das Bildungsniveau wird sinken. Ein Hoch auf die Politik!

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geilundgemein 29.07.2015, 07:44
7. Wenig verwunderlich

Wenn Abiturienten ueber die letzten 20 Jahre mit der gleichen Leistung immer bessere Noten bekommen, dann scheint ein Abi Schnitt zwischen 2 und 3 nicht mehr wirklich studienbefaehigend zu sein. Die AbbrecherInnen waeren also mit einer Berufsausbildung besser bedient gewesen.

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catcargerry 29.07.2015, 07:48
8. Wie gehabt

Es ist eine Frage der Reife und der Arbeitsorganisation. Das hängt miteinander zusammen, war "schon immer" so und kann trainiert werden. Ich habe vor 40 Jahren die Arbeitsdisziplin zurückgewinnen müssen, die ich mir durch Wehrdienst versaut habe. Mein erster Azubi vor 25 Jahren kam nach einem halben Semester Uni mit der Erkenntnis, dass selbstorganisiertes Arbeiten nichts für ihn sei. Danach aber studierte er - ausgerechnet - Jura, macht heute M&A, hat Spaß daran und verhungert nicht. Eine der letzten Azubis kam als Chaotin, ging danach auch studieren und hat mit einem kleinen Team von Kommilitonen internationale Wettbewerbe in ihrem Fach gewonnen. Meine Kinder haben - dank Waldorf - eine brauchbare Fähigkeit zur Selbstorganisation, aber einen deutlich erhöhten Bedarf, diese zur Aufarbeitung von inhaltlichen Lücken einzusetzen - geht auch.

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MikeRubato 29.07.2015, 07:49
9. Das kommt davon, wenn die OECD nach Deutschland hineinregiert !

Jahrelange Tiraden der OECD, nachgeplappert von ahnungslosen Politikern, "In Deutschland studieren zu wenige der jungen Menschen", völlig befreit von jeglicher Sachkenntnis, z.B. der in D überaus erfolgreichen dualen Berufsausbildung, haben ihre Wirkung gezeigt: nahe 50% Abiturientenquote, Rekordzahlen bei Studenten, zahlreiche nicht besetzbare Ausbildungsstellen im gewerblichen Bereich, etc. Der nächste Schock kommt in 3 bis 5 Jahren, wenn dann die Akademikerarbeitslosigkeit steigt, weil niemand etwas mit Absolventen von Studiengängen wie "Vegane Holzbearbeitung bei Vollmond" etwas anfangen kann. Ähnlich svhlaue Vorgaben sind übrigens zu erwarten, wenn noch mehr Kompetenzen nach Brüssel abgegeben werden, Glühbirnen und Geldgeschenke waren dann erst der Anfang.

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