Forum: Leben und Lernen
Studenten in Wohnungsnot: Schlaflos unterm Abflussrohr

WG-Zimmer und Wohnheimplätze sind zum Semesterstart äußerst knapp, manche Studenten hausen jetzt in Zelten, Kellern, Sporthallen. Fünf Jungstudenten verraten, wo sie sich betten - und was sie da erleben.

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Clawog 01.11.2011, 11:22
1. Studenten

Das ist ja schrecklich. Das gleicht ja schon Nord Koreanische Verhältnissen. Kann man diese "Trauergeschichten" denn nicht noch etwas mehr dramatisieren? Wir verblöden und müssen schon jeden Mist über uns ergehen lassen. Es gibt sicher Tausende Rentner, welche anständige und rücksichtsvolle Studenten für ein paar Euro eine Bleibe geben würden.

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akflens 01.11.2011, 11:24
2. Schon seit Jahren in Flensburg so...

In Flensburg herrscht schon seit einigen Jahren Wohnungsnot (auch wenn die Stadt das bestreitet). Als ich vor zwei Jahren mit dem Studium hier begann, hatte ich Komilitonen in meinem Studiengang, die über ein halbes Jahr lang nach Wohnungen gesucht haben und in der Zeit mit Couchsurfing oder Hostels über die Runden kommen mussten.

Und Seitdem wird es nur noch schlimmer, da die Zahl der Studierenden permanent steigt. Aber keine neuen Wohnungen hinzu kommen.

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Peter Sonntag 01.11.2011, 11:27
3. Erobert die Unitäten, diskutiert mit den Dezernenten !

Zitat von sysop
WG-Zimmer und Wohnheimplätze sind zum Semesterstart äußerst knapp, manche Studenten hausen jetzt in Zelten, Kellern, Sporthallen. Fünf Jungstudenten verraten, wo sie sich betten - und was sie da erleben.
Sollte es mit dem Studium nicht gleich klappen, gibt es ja immer noch die Möglichkeit, erst einmal einen anständigen Beruf zu erlernen.
Damit ergäben sich ganz prächtige "Perspektiven".

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mauimeyer 01.11.2011, 11:33
4. Generation Golf II

Zitat von sysop
WG-Zimmer und Wohnheimplätze sind zum Semesterstart äußerst knapp, manche Studenten hausen jetzt in Zelten, Kellern, Sporthallen. Fünf Jungstudenten verraten, wo sie sich betten - und was sie da erleben.
Jetzt kommt die Generation Golf II ans Jammern! Bisher gut in Hotel Mama, z.T. in zwei Zimmern und eigenem Bad, gewohnt. Jetzt stehen an Brennpunkten nicht genug preiswerte Komfort-Appartements zur Verfügung und schon gibt es Schlagzeilen! In den ostdeutschen Uni-Städten ist genug Platz! So und so.
Was glauben die heutigen Erstsemester eigentlich, wie schwierig es war 1964 Zimmer zu bekommen? Das gehört zum erwachsen-werden dazu, daß man (frau) auch mal Schwierigkeiten überwindet. Wahrscheinlich sind das in der gepamperten Generation GolfII die ersten Schwierigkeiten, auf die man trifft. Im Wohnwagen in Aachen über 4 Semester wohnen, war keine Seltenheit. Hinterher wußte man wenigstens, wie sich so ein Teil im Dauergebrauch bewährt, und konnte entsprechende Testberichte schreiben.
Toll wären doch mal Berichte darüber, wie man es wirklich geschafft hat eine angemessene Behausung zu finden!
Kauri

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steamiron 01.11.2011, 11:47
5. .

Zitat von sysop
WG-Zimmer und Wohnheimplätze sind zum Semesterstart äußerst knapp, manche Studenten hausen jetzt in Zelten, Kellern, Sporthallen. Fünf Jungstudenten verraten, wo sie sich betten - und was sie da erleben.
Bla, Bla, Bla, auch ich habe in Kiel und Flensburg studiert. Ich hatte während der Zeit nacheinander 2 Zimmer in Flensburg und 2 Zimmer in Kiel bewohnen dürfen. In beiden Städten gab es genug Zimmer und Wohnungen. Wer suchet der findet. Unselbstständigkeit führt zu Lösungen wie im Artikel beschrieben.

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elle-mademoiselle 01.11.2011, 12:12
6. äääh, ahso.

Zitat von mauimeyer
Jetzt kommt die Generation Golf II ans Jammern! Bisher gut in Hotel Mama, z.T. in zwei Zimmern und eigenem Bad, gewohnt. Jetzt stehen an Brennpunkten nicht genug preiswerte Komfort-Appartements zur Verfügung und schon gibt es Schlagzeilen! In den ostdeutschen Uni-Städten ....
Hm, eigentlich lese ich gerne die Diskussionsbeiträge, selber halte ich mich aber lieber zurück. Zu diesem wunderhübschen Beitrag allerdings, ich kann einfach nicht anders, muss dann auch ich mal meinen Senf dazu abgeben...
Bei der "Generation-Golf-II" handelt es sich nämlich keines falls um eine, wie hier dargestellt, verwöhnte-Hotel-Mama-Generation. Auch wir, die "Generation-Golf-II" hatten "normale" Kinderzimmer (15qm) mit gemeinschaftlichem Familienbadezimmer (5 Personen). Wenn wir ausziehen, dann oft aus freien Stücken, da die meinsten von uns nämlich kein "Hotel Mama" (ja auch wir mussten zu Hause putzen, selbst kochen und uns was zum Taschengeld dazu verdienen) mehr haben wollte, sondern auch eingenen Beinen stehen wollten. Dann begibt man sich also in einer Uni-Stadt auf die Suche nach einem schönen WG Zimmer oder aber, wenn das Buget es erlaubt, nach einem 1 Zimmerappartment, in dem man sich wohl fühlen kann und eine Warmmiete von 350 Euro möglichst nicht überschreiten sollte. Was bekommt man dan angeboten? Schimmelzimmer, alte Badezimmer aus dem Jahr 1960?/70?, verranzte Teppiche, alte, süffige Buden eben. Ist doch eigentlich verständlich, warum "Student/in" so etwas nicht haben will - und nicht weil "G-G-II" zu verwöhnt ist. Dass es von Jahr zu Jahr weniger bis nun anscheind gar keine Zimmer mehr gibt ist doh wirklich erschreckend und alles sollte man sich, auch wenn man noch ganz am Anfang steht, auch wieder nicht gefallen lassen!
...ich hätte mir persönlich für meine ersten Semester so etwas wie einen "kleinen Wohnwagen" gewünscht, dann hätte ich mir die Zeit in der kalten, dunklen Kellerwohnung nämlich ersparen können....

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akflens 01.11.2011, 12:36
7. Mag früher so gewesen sein...

Zitat von steamiron
Bla, Bla, Bla, auch ich habe in Kiel und Flensburg studiert. Ich hatte während der Zeit nacheinander 2 Zimmer in Flensburg und 2 Zimmer in Kiel bewohnen dürfen. In beiden Städten gab es genug Zimmer und Wohnungen. Wer suchet der findet. Unselbstständigkeit führt zu Lösungen wie im Artikel beschrieben.
Noch vor 12 Jahren gab es in Flensburg nur ca. 2000 Stundenten. Heute sind es ca. 8000. Und das bei einem kaum größer gewordenen Wohnungsangebot. Das ist einfach Fakt, und daran ändert sich auch nichts, wenn es früher einfacher war eine Wohnungen/Zimmer zu finden.

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mariefsj 01.11.2011, 12:37
8. Golf II-Generation jammert zu Recht!

Also ich hab auch gerade mein Abitur absolviert und entgehe dem Studiendruck, indem ich ein Jahr "aussetze" und ein FSJ in der Nähe mache.
Ist aber nicht die Lösung für alle!
Ich arbeite in einer Jugendherberge und wir haben zur Zeit viele Erstsemester bei uns, weil Wohnungen in Hannover einfach knapp sind!

Zu meinen, die Studenten in dem Artikel seien faul ist echt ne Frechheit! Hotel-Mama-Generation ist auch ein völlig falscher Eindruck der einfach unwissentlich mit in die Diskussion gebracht wird.Hier schreiben wieder Leute über "Generationen", die einfach nichts mit Menschen in solchen Situationen zu tun haben!
Es kann sich eben nicht jeder eine überteuerte, kleine Butze leisten! Die Studiengebühren und der anstehende Umzug kosten schließlich schon genug!
Ich habe Freunde die einfach Unmengen an Geld für eine lausige 10qm Wohnung zahlen.

Klar hat jeder Erstsemesterjahrgang seine Bürde zu tragen, dieser ist allerdings echt gebeutelt und das herunter zu spielen und eine Verallgemeinerung wie "Golf II Generation" anzuführe ist echt ne Frechheit!
Kein anderer Jahrgang vor uns hatte einen so starken Doppeljahrgang wie dieser und hinzukommen noch all die, die eigentlich zum Bund gegangen wären.
Und 80 Bewerber auf EIN WG-Zimmer ist normal dieser Tage..

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TBa 01.11.2011, 12:40
9. Gründe...

Bevor man hier auf den Studenten rumhackt, die entweder verwöhnt, unselbstständig oder sonstwie unfähig sind, würde es sich lohnen, mal darüber nachzudenken, wieso es ausgerechnet seit 2011 massiv Probleme bei der Wohnraumbeschaffung gibt und das Problem sich dieses Jahr weiter verschärft (hat).

- In den Jahren 2011 bis 2013 gibt es deutlich mehr Abiturienten, in diesen Jahren sowohl Schüler des 12-jährigen Abiturs als auch des 13-jährigen ihre Schullaufbahn beenden

- Durch die Abschaffung ("Aussetzung") der Wehrpflicht bzw. des Ersatzdienstes verdoppelt sich die Anzahl der jungen Männer, die studieren könnten nahezu

Kein Wunder, dass Unis und Wohnungen für Studenten aus allen Nähten platzen.

Also: Erst nachdenken, dann auf den Studenten rumhacken.

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