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Studentenproteste in der Volksrepublik: Chinas neue Marxisten
REUTERS

In China entsteht eine Studentenbewegung: Marxistische Gruppen, die sich mit revoltierenden Arbeitern solidarisieren. Die Machthaber reagieren mit Härte - und zwingen Universitäten im Westen, ihre Austauschprogramme zu hinterfragen.

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sch123 31.01.2019, 10:58
1. Lektorat anyone?

Ansonsten interessanter Artikel

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Kwi Gon Hi 31.01.2019, 11:14
2. Wäre schön, aber da glaube ich nicht dran

Ich bezweifel, dass sich da großartig etwas ändert bzw. das "die Studentenbewegung" wirklich etwas ändert. Hat vor 30 Jahren schon nicht geklappt, wird heute noch viel weniger klappen, bzw. wird es heute erst gar nicht dazu kommen, dass es große Proteste gibt.
Ich vielleicht irre ich mich ja. Würde mich freuen.

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kraus.roland 31.01.2019, 11:20
3. Der Konfuzianismus als Grundlage..

..für das diktatorische Harmoniestreben der KP der Volksrepublik ist an ihrem paroxistischen Höhepunkt angelangt. Hinter der Erfolgs-Fassade hat sich ein erbarmungsloser Sicherheitsapparat breitgemacht, der totale Ressourcen- und Deutungshoheit beansprucht. Sich damit anzulegen scheint aussichtslos. Doch das ist eine Illusion. Sie begann kurz nach dem Ableben des Konfuzius, als dessen Jünger die Anhänger des Lao-Tse aggressiv bekämpften und allmählich zur imperialen Staatsideologie avancierten. Aber auch China ist nicht mehr hundertprozentig zu kontrollieren. Ich habe in China Anhänger des Tao (keine scheinreligiösen Taoisten!) getroffen, die mir versicherten, dass der Geist des alten LI Err alias Lao-Tse nie aufgehört hat, weitergereicht zu werden und dass die feierlichen Eseleien der konfuzianistischen KP ein Ende haben werden, weil sie der Natur und dem Leben selbst zuwiderlaufen.

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docker 31.01.2019, 11:28
4. Bei dieser Gelegenheit ...

....und im Sinne des Artikels sollte endlich über die (fast) kostenlosen Studienplätze für Studenten -auch aus China- nachgedacht werden. Ohne Ausleuchtung des finanziellen Hintergrunds kostenlose Studienplätze zu verteilen (Kinder von Millionären, was China anbelangt) kann in einem Land, in dem sich jeder BaföG-Empfänger komplett offenlegen muss nicht im Gleichheitssinne sein.

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delta120 31.01.2019, 11:32
5. Xi hat die weitere Liberalisierung schon gestoppt

Der Präsident Xi hat die Spaltung der Gesellschaft in Reich und Arm schon als Gefahr erkannt und die vom Westen geforderte weitere Liberalisierung gestoppt. Wer eine Reise durch China macht, werden die vielen kleinen Jobs auffallen, sei es als Service Personal oder als Sicherheitsfachkraft bei den vielen Handgepäck Röntgenkontrollen.

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autopoietiker 31.01.2019, 11:33
6.

Ein Land, in dem die Gegensätze zwischen Arm und Reich so groß sind, wie in kaum einem anderen Land. Ein Land, in dem große Teile der Bevölkerung ausgebeutet wird. Ein Land, in dem die Voraussetzungen für eine revolutionäre Umwälzung nach marxistischen Gesichtspunkten erfüllt sind. Aber nun herrscht offiziell in China keine "Bourgeousie" sondern ein nach marxistisch-leninistischen Prinzipien regierende Partei, die eben jene revolutionären Errungenschaften als Kernidentität betrachtet. Mit etwas Abstand könnte man sagen: Was für ein Witz, welch Ironie der Geschichte! Eine Revolution, die sich so weit von den eigenen Wurzeln entfernt hat, dass sie selbst wieder die Bedingungen schafft, für eine weitere Revolution, dies aber mit allen Mitteln zu unterdrücken versucht. Wie wird es weitergehen? Mündet der "dialektische Prozess" in eine weitere Revolution, oder bleibt das "verlogene System" weiter an der Macht?

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augu1941 31.01.2019, 11:35
7.

Interessant: in einem kommunistischem Land unter tatsächlich straffer Führung einer KP setzt sich eine marxistische Studentengruppe für mehr Rechte ausgebeuteter Arbeiter ein und wird dafür von der Staatsmacht verfolgt. Diesen Studenten scheint auch eine Verbindung zur Arbeiterschaft zu gelingen, was die Studenten der 68- Bewegung vergeblich versucht hatten. Diesmal geht es auch nicht nur um Ideologie, sondern klaren Protest gegen konkrete Ausbeutung durch sehr schlechte Arbeitsbedingungen und Lohnverweigerung.

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Beat Adler 31.01.2019, 11:57
8. Xi Jingping entwickelt Phobien gegen Freiheit und Demokratie.

Xi Jingping entwickelt Phobien gegen Freiheit und Demokratie.

Er kommt aber bereits zu spaet: Ueber 200 Millonen Chinesen haben heute Auslandserfahrung, als Leiharbeiter, Geschaeftsleute, Touristen, Studenten. Das geht nicht spurlos vorbei. Es sind schon Zuviele!

Da hilft die vollautomatische Gesichtserkennung kombiniert mit dem Sozialpunktesystem auch nicht weiter. Die totale, bis ins Privateste gehende, Ueberwachiung aller Chinesen kann bei dieser hohen Anzahl an auslandserfahrenen Buergern gar nicht mehr greifen!

Auch in China aendert sich die Gesellschaft. Schliesslich ist die bestaendige, unstoppbare Veraenderung die einzige Konstante.

Und wie heisst es doch so schoen? Wer zuspaet kommt, den bestraft das Leben;-)
mfG Beat

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bumbewasserzong 31.01.2019, 12:05
9. Die chinesischen Studenten...

...sollten sich gelbe Westen bei ihren Protesten anziehen. Das würde den Wirkungsgrad über ihre Grenzen hinweg schlagartig erhöhen und nebenbei auch der eigenen Sache dienen.

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