Forum: Leben und Lernen
Studienfach im Überblick: Alle Fakten rund ums Wirtschaftsingenieurwesen
Getty Images/Westend61

Sie arbeiten im Controlling, der Qualitätssicherung oder Logistik. Sie haben gute Einstiegsgehälter und Aufstiegschancen und werden händeringend gesucht: Wirtschaftsingenieure. Hier die Antworten auf die wichtigsten Fragen zum Studium.

smartphone 01.10.2018, 12:46
1. Halbgebildete

Es wird hierzulande garnix "Händeringend" gesucht - speziell keine WIrtschaftsingenieure . denn die können letztlich weniger als ein Daulingenieur der bzgl EDUC unter 80 rangiert ( ein richtiger Ing einer zb Tu München liegt bei 350 EDUC ) . Loben Sie bitte effktive Underperformer nicht über den grünen Klee.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
nici_d 02.10.2018, 08:31
2. Bitte, bitte, bitte

Wirtschaftsingenieure sind KEINE Ingenieure!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
colada 02.10.2018, 11:39
3. Bachelor of Engineering

Natürlich sind dies Ingenieure. Die Ausbildung ist halt interdisziplinär. Man bekommt in viele Fachgebiete einen guten Einblick und ist aufgrund guter mathematischer und physikalischer Fähigkeiten in der Lage, technische Sachverhalte hinsichtlich ihrer wirtschaftlichen Tragfähigkeit zu beurteilen. Wer einen Bauingenieur mit diesem Berufsbild vergleicht, vergleicht Apfel mit Birne. Hohe soziale Kompetenzen gepaart mit Teamfähigkeit und Leadership ergänzen dieses sehr interessante und notwendige Berufsbild.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Hamberliner 07.10.2018, 15:03
4. Re: Bachelor of Engineering

Zitat von colada
Natürlich sind dies Ingenieure.
Ich glaube, dies können am ehesten Ingenieurwissenschaftler anhand konkreter Einzelfälle beurteilen. Auf keinen Fall kann Physik Technische Mechanik oder Elektrotechnik ersetzen, denn zentrale Gesetzmäßigkeiten wie die Euler-Newton'schen Gleichungen (AKA Schwerpunktsatz und Drallsatz) müssen sitzen, ebenso elementare Fähigkeiten wie koordinatensystem-unabhängiges Denken, die Fähigkeit Vektoren als solche und nicht als Skalare wahrzunehmen, und mathematische Modelle selber herzuleiten anstatt sie auswendig zu pauken ohne sie zu verstehen. Physiker haben von manchen Grundgesetzen der Ingenieurwissenschaften vielleicht schon einmal gehört, sind aber nicht für die praktische Anwendung ausgebildet. Ich habe sogar schon angebliche Ingenieure (Fachhochschul-Absolventen) kennen und fürchten gelernt, die ich nicht als Ingenieure ansehen kann. Wer z.B. Schnittlasten in einem Bauteil einen Richtungssinn andichtet, egal welches beider Schnittufer gemeint ist, ist kein Ingenieur, und wer meint die Massenträgheits- und Deviationsmomente im Drallsatz seien gar nicht bezüglich des Schwerpunkts zu bilden, sondern bezüglich des Lieblingspunkts des Konstrukteurs, ist es ebensowenig.

Mich irritiert an der fehlgeleiteten Semantik der Wortneuschöpfung "Wirtschaftsingenieur" eines: Wirtschaftswissenschaften und Ingenieurwissenschaften haben ein gemeinsames Gebiet, nämlich die Empirie, beispielsweise in Form von Regressionsanalyse oder MLP. Auf der Basis von Messungen oder Beobachten empirisch berechnen, was man gar nicht mit erträglichem Aufwand verstehen kann, zieht sich durch die gesamten Wirtschaftswissenschaften und spielt auch in den Ingenieurwissenschaften, in der Fluiddynamik, eine große Rolle. Ich als Ingenieur verdiene damit mein Geld. Ich hätte eher gehofft, mit "Wirtschaftsingenieur" sei jemand gemeint, der fit im entwickeln und Anwenden empirischer Rechenmodelle ist, und dem man auf ökonomischem, fluiddynamischem und vielleicht auch anderweitigem naturwissenschaftlichem Gebiet Berechnungen anvertrauen kann. Stattdessen ist damit offenbar jemand gemeint, der als Hans-Dampf in allen Gassen ohne viel Sachverstand ToDo-Listen erledigt. Schade, eigentlich.

Beitrag melden Antworten / Zitieren