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Umfrage an Grundschulen: So wenig achten Deutschlands Lehrer auf Rechtschreibung
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Wie Grundschüler am besten Rechtschreibung lernen, ist umstritten. Nun zeigt eine Studie: An den meisten Schulen zählt die korrekte Schreibweise in den ersten Jahren kaum - und es kommt auch aufs Bundesland an.

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dialogischen 13.09.2017, 11:11
1. Akademischer Offenbarungseid

Sorry, es gibt weder eine logische Begründung, noch ansatzweise zu beobachtende Ergebnisse, dass unkontrolliertes Schreiben nach Gehör und Sonnenstand in irgendeiner Weise zur Beherrschung der deutschen Rechtschreibung führen könnte!

Der Ansatz ist nicht umstritten, er ist unverantwortlicher Blödsinn, der lediglich Lehrern die Mühe erspart, die Kinder zu korrigieren, bevor sie Falsches lernen.

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hn-29223 13.09.2017, 11:18
2. Nicht nur der Dativ ist dem Genetiv sein Feind

Da die Lehrkräfte (insbesondere jene, die selbst als Schüler oder Studenten Opfer der diversen "Rechtschreibdeformen" wurden) häufig selbst weder die "alte" noch die "neue" Rechtschreibung auch nur ansatzweise beherrschen, vermitteln Unwissende anderen Unwissenden bedenkliches Halbwissen.
Und anschliessend wundern wir uns über PISA-Studien, die so ausfallen wie sie ausfallen.
Alles eher kein Wunder!

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viwaldi 13.09.2017, 11:20
3. Danke für diesen Artikel - you made my day!

Dieser Wahnsinn von "Schreiben nach Gehör" muss beendet werden. Wir haben es am eigenen Leib erlebt, es geht schief und ist für die Kinder eine Katastrophe. Im Gymnasium kommt dann der Schock. Die Antwort der Lehrerin bei unserem nächsten Kind war: "Unsere Aufgabe ist es nicht, ein Kind fürs Gymnasium fit zu machen, es gibt doch IGS". Viele der sog. Reformgrundschulen wollen im Grunde nur ihren Schlendrian hinter viel Gerede vertuschen. Mein Bundesland: Niedersachen. Viele Eltern verzweifeln an dem System, es ist Gang und Gäbe nachmittags oder abends die "wahre Schule" zu Hause nachzuholen. Das ist dann der Gipfel: Eltern machen Schule, während die Zeit vormittags in der "Kinderbewahranstalt" verplempert wird. Und es ist vor allem eins: unsozial. Wer so schlechte Grundschulen und Grundschullehrer duldet, der darf sich nicht wundern wenn am Ende das Elternhaus über den Schul- und Lernerfolg entscheidet. Die linken Schulideologen sollten Schulverbot bekommen, leider sitzen sie mittlerweile auch schon in den Kultusministerien. Sie produzieren Chancenungerechtigkeit jeden Tag, aber darüber möchte Herr Schulz natürlich nicht reden - sind ja seine Genossen.

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piep00 13.09.2017, 11:21
4. Befremdlich

Für die Leistungen der angehenden Gymnasiasten scheint der Frust hausgemacht. Dieses Prinzip kann sicherlich helfen, aber nicht in einem Land, das von Dialekten nur so durchzogen ist. Lasst die Kinder die Regel der Rechtschreibung lernen, wie wir alle!

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garfieƖd 13.09.2017, 11:26
5. Bankrotterklärung!

Auch bei uns lernten die Kinder in den ersten Jahren, so zu schreiben wie sie die Worte hören. Da können sie als Eltern auch nicht gegensteuern, wenn die Kinder das in der Schule immer wieder eingebläut bekommen, denn die weigern sich irgendwann schlichtweg, ein falsch geschriebenes Wort zu verbessern "weil die Lehrerin das so gesagt hat". Konsequenz: Bis heute (8./9. Klasse) ist die Orthografie ein Katastrophe. die in den ersten Jahren erlernten Automatismen bekommen wir einfach nicht mehr weg aus dem Kopf, hat mal eine Lehrerin an der weiterführenden Schule geklagt. Das gilt zumindest für das Fach Deutsch. Im Fach Englisch hingegen wurde von vornherein Wert darauf gelegt, dass alle Worte auch richtig geschrieben werden. Da gibt es absolut kein Problem mit der Orthografie!
Mich würde wirklich mal interessieren, auf welchen wissenschaftlichen Ergebnissen dieser Unfug überhaupt erst begonnen wurde. Und warum wird so ein Ansatz nicht in einem überschaubaren Rahmen getestet und die Langzeitfolgen kontrolliert, bevor es breit auf die Kinder losgelassen wird? Die größte Bankrotterklärung für unser Bildungssystem ist allerdings, dass offenbar jede Schule ein anderes Konzept anwendet (und anwenden darf). Da gibt es wohl keinerlei Kontrolle. Die Nachbargrundschule im gleichen Bundesland hatte zum Beispiel in unserem Fall in allen Klassen großen Wert auf die korrekte Orthografie gelegt. Ich ärgere mich bis heute, dass wir das nicht zum Anlass für einen Schulwechsel genommen haben.

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i.dietz 13.09.2017, 11:27
6. Föderalismuswahn(sinn)

im Bereich Schule und Bildung !
Ich finde es unverantwortlich, dass jedes Bundesland eigene Experimente im Bereich "Schul"-Politik (ungestraft) durchführen darf !

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maxxi12 13.09.2017, 11:28
7. Die Folgen ...

"Lehrer an weiterführenden Schulen klagen über mangelnde Rechtschreibkenntnisse"....
Nicht nur die - auch in der Wirtschaft wird geklagt. Das sind die Folgen der unerhört "progressiven" Methode "Schreiben nach Gehör" und letztlich der Kleinstaaterei im deutschen Schulsystem .
Wer etwas Ahnung von Methodik und Didaktik des Anfangsunterrichts hat, den graust es ..
Im Übrigen kann man auch in den SPON -Foren oder beliebigen anderen Foren jederzeit besichtigen, welchen Stellenwert das Beherrschen der Schriftsprache heute offenbar hat : Null. Da wird wild durcheinander groß und klein geschrieben, egal ob Substantiv oder Verb, da werden Adjektive aus unerfindlichen Gründen groß geschrieben ( besonders gern , wenn ein Artikel davor steht, der sich freilich auf das Substantiv bezieht), da werden Wörter überhaupt falsch geschrieben ( schöne Beispiele immer wieder "tollerant" oder "Stiel" stat STIL) und so weiter und so fort. Und dann sind noch die "Reformer" am Werk, die gleich die Kleinschreibung für sich eingeführt haben - vermutlich weil sie das Nachdenken erspart.
Es wird Zeit, dass sich an den Schulen wieder die bewährte Methode des ganzheitlichen Erfassens und Einprägens der Wörter als Voraussetzung für das Beherrschen der deutschen Rechtschreibung durchsetzt.

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Wirbelwind 13.09.2017, 11:28
8. Hauptsache die Schüler können ihren Namen tanzen

Hauptsache die Schüler können ihren Namen tanzen und haben den irreführenden Eindruck, sie könnten sich alles selbst erschließen. Mehr zählt doch nicht mehr in der heutigen Friede-Freude-Eierkuchen-Pädagogik.

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unky 13.09.2017, 11:33
9. Bei diesem Thema packt mich nur noch die Wut

Bei vier schulpflichtigen Enkelkindern kenne ich das Problem hautnah. Da unsere Familie sehr viel Wert auf Bildung legt, haben wir selbst einen Teil des Deutschunterrichts zu Hause durchführen müssen, damit die Kinder überhaupt Lesen und Schreiben richtig lernten/lernen. Dass die Schule in den ersten Jahren dermaßen versagt, ist ein Vergehen an den Kinder.

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