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Umfrage unter Jugendlichen: Komasaufen wird uncool
DPA

Jugendliche können sich immer weniger für Alkoholexzesse begeistern, zeigt eine große Studie. Und auch beim regelmäßigen Konsum von Bier, Schnaps & Co. halten sie sich zurück.

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bamesjond0070 18.05.2017, 12:56
1. Guter Trend

aber dafür kiffen jetzt alle. Ist mir persönlich aber sowieso lieber.

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danreinhardt 18.05.2017, 13:21
2. Vernetzung

Kontroverse These: Die positiven Effekte eines gemeinsamen Rauscherlebnis, die eine Clique stärker zusammenwachsen lässt, entfallen zunehmend. Die Menschen treffen sich virtuell, Skypen und sind dauernd über WhatsApp vernetzt. Das persönliche Treffen entfällt. Die virtuellen Netzwerke in Berlin sind voll mit Hilferufen vereinsamter junger Menschen. Bedingt dies einander?

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touri 18.05.2017, 13:32
3.

Zitat von bamesjond0070
aber dafür kiffen jetzt alle. Ist mir persönlich aber sowieso lieber.
Haben sie früher auch schon... aber stimmt, gesünder ist es schon, auch für die Umwelt. Habe zumindest noch keinen aggresiven Kiffer erlebt. Bei Betrunkenen sieht die Sache da leider anders aus.

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keery 18.05.2017, 13:42
4.

Zitat von bamesjond0070
aber dafür kiffen jetzt alle. Ist mir persönlich aber sowieso lieber.
Mir nicht, solange es nicht im gleichen Maße Qualitätskontrollen und kritische Aufklärung gibt wie bei Alkohol, Tabak und (rezeptfreien) Medikamenten. Selbst bei Johanniskraut wird in einem ellenlangen Beipackzettel vor Nebenwirkungen gewarnt und auf Konzentrationsschwankungen bei den Wirkstoffen hingewiesen. Nur Cannabis ist scheinbar völlig risikofrei und harmlos, obwohl es ebenso psychoaktive Substanzen enthält und als illegale Droge keinerlei Inhalts-, Konzentrations oder Qualitätskontrollen unterliegt. Die Sorglosigkeit bezüglich ernsthafter und durchaus möglicher und vorkommender Nebenwirkung bzw. Kurz- und Langzeitfolgen, aufgrund der Hauptwirkstoffe oder unbekannter Beimengungen, ist befremdlich.

(Ich bin nicht grundsätzlich gegen den Konsum, ich bin nur gegen eine Verharmlosung und den allzu sorglosen Umgang, gerade bei jungen Menschen, deren Gehirne noch nicht fertig ausgebildet sind und wo derartige Subtanzen nachhaltigen Einfluss auf die Entwicklung nehmen können. Kontrollierte Legalisierung mit gleichzeitiger Aufklärung wäre den manchmal ziemlich gefährlichen Wildmischungen, insbesondere wenn es billig an (finanziell) "minder-bemittelte" Jugendliche verkauft werden soll, vorzuziehen.)

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Rechtschreibprüfer_der 18.05.2017, 13:51
5.

Zitat von danreinhardt
Kontroverse These: Die positiven Effekte eines gemeinsamen Rauscherlebnis, die eine Clique stärker zusammenwachsen lässt, entfallen zunehmend. Die Menschen treffen sich virtuell, Skypen und sind dauernd über WhatsApp vernetzt. Das persönliche Treffen entfällt. Die virtuellen Netzwerke in Berlin sind voll mit Hilferufen vereinsamter junger Menschen. Bedingt dies einander?
Alkohol tröstet über die Einsamkeit hinweg ;-)

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herr_lg 18.05.2017, 13:58
6. Schönrechnerei

Wer glaubt denn bitte, dass sich die Befragten ehrlich auf Fragen zu ihrem Alkoholkonsum antworten? Hier wird schon bei den Erwachsenen kaum einer zugeben, wie regelmäßig er trinkt, geschweige denn bei den Jugendlichen.
Die Zahlen sind zum Teil auch widersprüchlich: Angeblich trinken nur 10% der Jugendlichen, aber 17% hatten einen Vollrausch im letzten Monat. Das ergibt keinen Sinn. Außerdem wird hier "einen Rausch antrinken" mit Komasaufen gleichgesetzt. Einen Rausch kann man aber auch schon nach einem Liter Bier haben und da würde sicher keiner von Komasaufen sprechen.
Die Zahlen werden sich hier schön gerechnet, der Bias der Studie dürfte erheblich sein.

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irgendwer 18.05.2017, 14:45
7. Internet Generation

Die "digital natives" brauchen keinen Alkohol. Sie treffen sich virtuell und berauschen sich mit gaming sessions.
Nur bei besonderen Anlässen wie Geburtstagen gehts ins digital unterstützte "real life".
Die mit Alkohol unterstützte Partnersuche wird für Jugendliche auch unwichtiger. Sex gibts im Internet genügend.
Mit "Sucht Aufklärung" haben die rückläufigen Zahlen nix zu tun.

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jeff_hunter 18.05.2017, 14:45
8. Statistiken lesen

Statistiken zu interpretieren ist manchmal schwer. 10% der Jugendlichen trinken einmal pro Woche. 17% hatten in den letzten 4 Wochen einen Vollrausch. Das ist kein Widerspruch: Die Studie sagt nicht aus, ob die anderen 90% der Befragten - jene, die nicht einmal pro Woche trinken - nicht etwa nur einmal pro Monat trinken. Es sagt noch nicht einmal aus ob unter den 17% die einen Vollrausch hatten sich auch nur einer der 10% befindet, die einmal pro Woche trinken! Vielleicht trinken die 10% einmal pro Woche am Samstag Abend mit Freunden gern ein Bier und gehen dann wieder heim. Und die 17% mit Vollrausch lassen einmal im Monat voll die Sau raus. Alles möglich - um das zu verifizieren müsste man aber mit den Rohdaten jonglieren.

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hazebuster 18.05.2017, 15:02
9. @#7 irgendwer

selten so einen Schwachsinn gelesen, als würden sich Jugendliche heute nicht mehr persönlich treffen
Ihrer Einstellung nach zu urteilen ist ihre jugend bereits 60-70 jahre her

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