Forum: Leben und Lernen
Uni-Städte: Studentenbuden werden immer teurer
dapd

Große Ansprüche darf man während eines Studiums nicht stellen. Zumal der Anteil, den man für Mieter bezahlen muss, immer höher wird - der Preis für eine Studentenbude ist in den vergangenen Jahren extrem gestiegen.

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tomwessel85 02.10.2017, 09:39
1.

Da dürfen sich die Damen und Herren Erstsemester bei Ihren Eltern bedanken, die haben über die Jahre Parteien gewählt die alles daran gesetzt haben das Wohnen für Geringverdiener zu einem teuren Gut wird.
Sozialer Wohnungsbau wurde größtenteils eingestellt, ehemalige kommunale Wohnanlagen an in Steueroasen firmierende Investmentfonds verkauft, kommunale Steuern und Abgaben aufgrund Misswirtschaft wurden drastisch erhöht und nicht zu letzt die unter Androhung von Gefängnis zu bezahlende Rundfunkabgabe die man zur warmen Miete dazu zählen kann.

Als neuer Sondereffekt drängen dazu nun über eine Millionen (so genau weiß das eh niemand) junge Männer "mit Bleibeperspektive" auf den freien Wohnungsmarkt, für die mit H4 ausgestattet ähnliche Wohnung wie für Studenten in Betracht kommen.

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dennis_berber 02.10.2017, 09:47
2. Ist doch kein Wunder, wenn der Staat den sozialen Wohnungsbau aufgibt

Es sind ja nicht nur Studenten von den massiven Anstiegen der Mieten betroffen. Auch Geringverdiener oder Singles können sich heute oftmals nur noch Wohnungen teilen, weil für der Einzelne nicht genug Geld verdient. Aber man hat halt unter der CDU geführten Regierungszeit den sozialen Wohnungsbau an Konzerne verscherbelt, macht das Gleiche mit der aktuellen Infrastruktur und wunder sich, dass die Unternehmen keine Wohltätigkeitsorganisationen sind.

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UnitedEurope 02.10.2017, 09:57
3.

Selbst wenn man sich Wohnung so mit Ach und Krach leisten kann, muss man erst Mal eine finden!
Und für jede Besichtigung, die dann doch noch kurz vorher abgesagt werden kann, 300 oder noch mehr Kilometer zu fahren geht auch ins Geld.

Die Politik will mehr Akademiker, stellt aber nicht die richtigen Weichen dafür.

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olliver_123 02.10.2017, 09:59
4. Ein Auftrag für Lindner

Dann kann man ja nur hoffen, dass Jamaika zu Stande kommt und die FDP ihr neues Kernthema Bildung auch entsprechend angeht, zum Beispiel durch mehr staatlich geförderte Studentenwohnheime, oder ortsabhängige Berechnung beim Bafög oder ähnliches...Obwohl, staatlich gefördert und FDP, klingt auch komisch in der Kombination...Wird wohl dann eher auf höhere Freibeträge bei Kindeserziehung hinauslaufen, für diejenigen, die sich diese Mieten für ihre Kinder leisten können...

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gumbofroehn 02.10.2017, 10:01
5. Verstehe das Problem ...

... allerdings solllten etwaige Förderprogramme für Studentenbuden so ausgestaltet sein, dass nur Neubauten gefördert werden, deren Grundrisse (barrierefrei) und Ausstattung eine zukünftige Umwidmung in Seniorenappartements ermöglichen. Das hilft auch behinderten Studierenden im hier und jetzt. Die Studierendenzahlen werden durch den demographischen Wandel sinken, der Bedarf an altersgerechtem Wohnen zunehmen.

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01099 02.10.2017, 10:06
6.

Zitat von UnitedEurope
Die Politik will mehr Akademiker, stellt aber nicht die richtigen Weichen dafür.
Doch, genau das tut sie, denn sie will Akademiker, die sozial weich gebettet sind und von Hause aus beste Startchancen haben, weil die Eltern sich zu den "Eliten" zählen dürfen. Amerika ist auch da das Vorbild.
Es wird knallhart aussortiert, damit die Wirtschaft weiterhin kalte Technokraten zugeteilt bekommen wird, die das absurde, inhumane System am Leben halten, in dem wir leben (müssen).

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großwolke 02.10.2017, 10:14
7. Selbstregulierende Systeme

Zitat von UnitedEurope
Selbst wenn man sich Wohnung so mit Ach und Krach leisten kann, muss man erst Mal eine finden! Und für jede Besichtigung, die dann doch noch kurz vorher abgesagt werden kann, 300 oder noch mehr Kilometer zu fahren geht auch ins Geld. Die Politik will mehr Akademiker, stellt aber nicht die richtigen Weichen dafür.
Ob die Wirtschaft diese vielen Akademiker dann auch braucht, steht auf einem anderen Blatt. Aber letzten Endes ist das ein System aus sich selbst regulierenden, privatökonomischen Entscheidungen. Wenn das Studium durch die Lebenshaltungskosten für einige zu teuer wird, werden die Fachkräfte am Markt seltener, damit teurer, und am Ende des Kreises wird die Aufnahme von Studienkrediten damit lukrativer. Alles in allem eigentlich keine schlechte Entwicklung, weil auf diese Art der Run auf Studienfächer mit geringen Ertragsaussichten natürlich gebremst wird. Einziger Haken an der Sache: die vorbildliche Durchlässigkeit des deutschen Bildungssystems wird auf die Art erheblich ausgebremst. Wenn die Mieten dem BaföG-Satz davonlaufen, wird Studieren zwangsläufig etwas, das eher die Gutverdienerkinder tun.

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Dr. Murks 02.10.2017, 10:15
8. Hier zeigt sich der Unterschied zwischen Wohnungs- uns Arbeitsmarkt

Während trotz des vorgeblichen Fachkräftemangels die Gehälter weitgehend stagnierten schießen die Mieten durch die Decke.

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fc2q397 02.10.2017, 10:19
9. Die armen Studenten.....

Ich vermiete auch nur noch an Studenten als WG. Das bringt einfach den meisten Profit. Und wenn man sich anschaut, mit welchen Autos diese Jungen Leute vorfahren und was die sonst noch alles von Pappi oder Omi zugesteckt bekommen, dann sind für die vermutlich sogar 35 Euro pro Quadratmeter ohne weitere Abstriche locker drin.

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