Forum: Leben und Lernen
Uni- und FH-Absolventen: Die Zahl der Akademiker steigt und steigt und steigt
DPA

Fast eine halbe Millionen Menschen haben im vergangenen Jahr die Uni oder Fachhochschule erfolgreich beendet. Damit werden die Rekordzahlen der Vorjahre erneut geknackt.

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ksail 14.09.2017, 15:37
1. Akademisierung...

Mal abgesehen davon, dass die Flut an "Akademikern" den Abschluss an sich entwertet, werden insbesondere die Absolventen von akademisierten Fächern, die vor wenigen Jahren noch in der Technikerschule oder als Berufsausbildung stattfanden, sehr schnell merken, dass sie als Handwerker deutlich höhere Stundenlöhne bezahlt bekommen hätten.

Spätestens dann drängen viele wieder zu den Lehrberufen. Schweinezyklus...

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auweia 14.09.2017, 16:13
2. OECD-Bias

Die OECD bemisst den Erfolg der Bildungspolitik eines Landes nur in der Anzahl der Hochschulabsolventen. Dabei werden Kraut-&-Rüben-Hochschulen und Spitzenuniversitäten in einen Topf geworfen; dioe Berufsausbildung (Geselle/Meister) die etwa in Deutschland und Österreich stark ist wird kaum berücksichtigt. Daher kommt D selten auf Spitzennoten im OECD-Ranking - und es gibt jedesmal Alarmmeldungen wenn die neue Rangliste da ist. Komischerweise wird das ddeutsche Berufsbildungssystem aber global gelobt......
Meine Meinung: Es muss nicht jeder Abiturient studieren (es muß aerst recht nicht jeder Abitur haben.
Chancen (auf gut bezahlte Jobs) gibt es auch ohne Uniabschluss.

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Zitrone! 14.09.2017, 16:19
3.

Wieso werden da einerseits Bachelor-/ Masterabschlüsse aufgeführt und andererseits Fachhochschulabschlüsse? Das sind doch jetzt auch Bachelor / Master! Oder geht es um "alte" Fachhochschulabschlüsse? Dann hätte man vielleicht auch noch Diplome erwähnen können. Ein paar gibt's davon auch noch. Und dann ist es auch kein Wunder, dass die Zahlen dort rückläufig sind.

Und die Zahlen der Masterabschlüsse steigen vielleicht auch deshalb, weil vor rund 6 -- 7 Jahren auch die Zahl der Masterstudiengänge noch massiv gestiegen ist? Ach ja, Statistiken und ihre Interpretation ...

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sissibu 14.09.2017, 16:21
4. dumme Frage!?

Sind das nicht die Fachkräfte, die wir so dringend benötigen!
Jahrelang wurde der Jugend eingetrichtert, ohne Akademikerausbilding wird das nichts, und nun ist das auch nicht richtig ;-)) !
Aber wenigstens haben wir dann lauter Studierte, nur: Wer macht dann die "normale" Arbeit!

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fm2004 14.09.2017, 16:47
5. Wirtschafts- und Sozialwissenschaften sowie Rechtswissenschaften

was genau wurde darunter gefasst. Man hat aus einem BWL-Studium Unterfächer kreiert, wie einen Betriebswirt Logistik o.ä.. Was bringt dieser Studienabschluss? Die Leute arbeiten später als Disponent, Planer, Sachbearbeiter. Dahin wären sie auch gekommen, wenn sie einen Fachwirt gemacht hätten. Fachwirte haben den Vorzug, dass sie sich über eine kaufmännische Ausbildung und Praxiserfahrung hochgearbeitet haben. Die "Studierten" haben in der Regel die Hoffnung auf eine Leitungsstelle und sind frustriert, wenn sie das nach fünf Jahren nicht schaffen.
Deshalb: besser eine Ausbildung machen und sich dann weiterbilden. Um fachlich gut zu sein muss man nicht studiert haben. Man muss wissen, wie das Geschäft funktioniert, was wichtig und was unwichtig ist und Führung lernt man Studium ohnehin nicht. Da sollte das Personalmangement des Arbeitgebers unterstützen.

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Harald Schmitt 14.09.2017, 17:16
6. Was haben wir davon

Jahrelang wurde gepredigt, wir brauchen mehr Hochschulabsolventen aber Professoren und Wohnheimkapazitäten wurden nicht angepasst.
Für das Handwerk findet sich niemand mehr.
Die Absolventen können sich dann um die wenigen Arbeitsplätze streiten, wo eigentlich nur noch hochqualifizierte berufserfahrene Projektleiter gesucht werden, die dann die viel viel billigeren Osteuropäer, Inder und Asiaten anleiten und dafür sorgen das das ganze KnowHow aus Deutschland verschindet!
Der Run auf den billigsten Bewerber hat begonnen! Die Auswahl bei den VErleihfirmen ist groß, richtige Arbeitgeber stellen doch kaum noch ein nur noch Werkverträge und Personaldienstleister.
Armes Deutschland.

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Knossos 14.09.2017, 17:40
7. Des heimischen Schusters Leisten

"Die Zahl der Akademiker steigt und steigt und steigt", während der Wissensstand von Schulabgängern sinkt und sinkt und sinkt.

Was sagt uns das über das Tendenz und Niveau an deutschen Schulen und Universitäten? Wie berechtigt es ist, daß deutsche Akademiker im westlichen Ausland Eignungsprüfungen ablegen müssen, als stammten sie aus Bildungsklitschen irgendwelcher Entwicklungsländer. Daß wiederum Absolventen aus Letzteren bei uns als "hochgebildet" gepriesen werden, rundet den widergespiegelten Status quo nur noch ab.
Dann mal immer weiter so. Nicht etwa Talentförderung einführen und in Bildungswesen investieren. Statt dessen Text in Lehrbüchern durch Graphiken ersetzen und mindere Abschlußgrade einführen, um dem aktuellen Geistesstand entgegenzukommen.
So wird auch eine Sandale daraus.

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smartphone 14.09.2017, 17:40
8. Wirkliche Fachkraft

Laut Hr Kannengießer ( Ehrenarbeitgeberpräsident) sind Fachkräfte ausschließlich DiplomIngenieure . also die "echten" von früher und heute ein Master . Die Leistungsfähigkeitskennziffer (EDUC) liegt bei 300 - -350( TH/TU) .Alles andere ist also KEINE Fachkraft , also ein Ing (FH) mit bis 180 nicht , ein Bachelor repräsentiert nicht mal das normale Univordiplom , liegt bei ca EDUC =100 , ein Dual-INg , von solchen Fachakademien wie Mosbach ( die nennen sich zwar Hochschule, sind es aber nicht , Gutti läßt grüßen ) unter 100.
Hinzu kommt bei letzteren, daß sie reine Inzuchtgebilde sind . Dieses Gefüge mutiert längst zum Problem , weil auf die Tour mittlererweile eine massives Bildungsdefizit in den Firmen aufläuft . Die ach so superschlauen HR meinen die ü45 DIpl.-Ings feuert man idealerweise udn bekommt hierfür zwei neue Junge. Dass dies nicht funktioniert gibt man nur nicht zu . Zu sehen ist das allerorten . D hat sich abgeschafft.....

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Knossos 14.09.2017, 17:41
9. Des heimischen Schusters Leisten

"Die Zahl der Akademiker steigt und steigt und steigt", während der Wissensstand von Schulabgängern sinkt und sinkt und sinkt.

Was sagt uns das über Tendenz und Niveau an deutschen Schulen und Universitäten? Wie berechtigt es ist, daß deutsche Akademiker im westlichen Ausland Eignungsprüfungen ablegen müssen, als stammten sie aus Bildungsklitschen irgendwelcher Entwicklungsländer. Daß wiederum Absolventen aus Letzteren bei uns als "hochgebildet" gepriesen werden, rundet den widergespiegelten Status quo nur noch ab.
Dann mal immer weiter so. Nicht etwa Talentförderung einführen und in Bildungswesen investieren. Statt dessen Text in Lehrbüchern durch Graphiken ersetzen und mindere Abschlußgrade einführen, um dem aktuellen Geistesstand entgegenzukommen.
So wird auch eine Sandale daraus.

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