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Untersuchung zur Studienfinanzierung: Bafög reicht immer weniger zum Leben
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Ein Studentenzimmer für 325 Euro warm? Lehrbücher, Fahrtkosten und Lebensmittel für höchstens 420 Euro im Monat? Die Bafög-Sätze sind realitätsfern, sogar noch nach der geplanten Erhöhung. Das zeigt eine neue Studie.

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baerenfreund-tim 08.01.2019, 17:20
1.

und wenn man Geld dazu verdient wird das vom Bafög abgerechnet. Außerdem gilt für Studenten kein Mindestlohn.

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Gut Reden 08.01.2019, 17:24
2. Differenzieren

Fahrtkosten sind idR im Semesterticket für fast nix drin. Kostet eine Schülerkarte schon monatlich so viel wie dort ein Semester. Von Wohnung zur Uni. "Fernreisen" zu den Eltern etc. muß man halt selbst finanzieren, Ponyhof und so. Fachbücher kann man scih oft leihen und sind auch je nach Studiengang ganz unterschiedlich. Insgesamt sollte man halt langsam unterscheiden, welche Studiengänge da überhaupt und wie hoch gefördert werden um das nach Bedarf (und Aufwand) ein wenig zu steuern. Auch muß nicht jeder möglichst in die In-Städte.

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je_pense 08.01.2019, 17:26
3. Es kann doch klappen.

Ich habe während meines Studiums keinen Anspruch auf Bafög gehabt. Lehrbücher etc zählten meine Eltern, ebenso in dringenden Fällen etwas Kleidung. Dennoch bin ich mit 600€ gut zurecht gekommen und habe mit dem ein oder anderen Nebenjob auch regelmäßig Urlaub machen können.
Das war vor ca. 10Jahren, da denke ich es sollte auch mit dem neue. Satz des Bafögs gehen.

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m.m.s. 08.01.2019, 17:27
4. Traumhöhe

Von einer derartigen Höhe des pro Monats zur Verfügung stehenden Geldes hätte ich während des Studiums gar nicht zu träumen angefangen. Da mussten umgerechnet 200,- bis 250,- im Monat reichen, mit eigener Unterkunft am äußersten Stadtrand selber zu bezahlen. Selbst mit Inflation und höheren Kosten sind das Bafög für mich deshalb Luxusbeträge. Kann nur staunen, was heute alles so als selbstverständlich angesehen wird.

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Sonia 08.01.2019, 17:36
5. Jobben

so viele freie Jobs wie noch nie; so studierten die Eltern u. ggf. Großelterngenerationen erfolgreich unter viel schwierigeren Bedingungen. Heute wird sofort nach staatlicher Rund-um-Versorgung gerufen. Ja, es ist wenig Geld; aber es ist zumutbar, sich etwas dazuzuverdienen und Kontakt zum wahren Leben zu behalten.

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BoMo_UAE 08.01.2019, 17:51
6. Ein Witz?

BaFoeg hat noch nie zum Leben gereicht. Selbst mit dem Hoechstsatz kommt man in den meisten Grosstaedten selbst bei bescheidenster Lebensweise ohne Nebeneinnahmen niemals klar. Das war schon vor 25 Jahren so und hat sich wohl auch nicht geaendert. Ausserdem muss ein Grossteil der Leistungen ja wieder zurueckgezahlt werden. Studieren ohne Unterstuetzung einer reichen Familie war und ist finanziell schon immer nicht so einfach.

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audaxaudax 08.01.2019, 17:51
7. München oder Berlin

muss nicht sein. Wenn die Dörferler in ihren Käffern studieren würden: Die sind auch nett und so viel günstiger. Halle, Greifswald, Trier, Braunschweig oder Zittau sind so viel günstiger.

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schniggeldi 08.01.2019, 18:00
8.

Zitat von baerenfreund-tim
Außerdem gilt für Studenten kein Mindestlohn.
Natürlich gilt er - es sei denn der Student wäre unter 18.

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mrmarcelluswallace 08.01.2019, 18:01
9. Überraschende Erkentnis? Wohl eher nicht.

Das Bafög war schon zu meiner Studentenzeit (2003 - 2009) nicht ausreichend. Damals gab es 530 Euro, bzw. ab 2008 oder 2009 580 Euro. Ein WG Zimmer/ 1-Zimmer-Apartment lag auch damals schon in einigen Studentenstädten bei 250 bis 300 Euro inkl. Nebenkosten. Blieben also 230 bis max. 330 Euro zum Leben. Davon musste man 50 Euro fürs Studentenwerk/Semesterticket einplanen und ca. 70 Euro für die Mensa. Im günstigsten Fall hatte man also 210 Euro im Monat für Essen (abzgl. Mittag Mensa), Kleidung, Bücher, Ausgehen (ja, auch das gehört zum Lebensstandard) usw. Das funktionierte bei den meisten entweder durch Nebenjobs, elterliche Unterstützung oder nur durch deutlichen Verzicht z.B. beim Wohnkomfort (winzige Zimmer in großen WGs oder Wohnungen weiter weg von Uni-Standort, um die Miete zu drücken).
Es ist ehrlich gesagt ziemlich erschreckend, welch niedrigen Stellenwert unsere Regierung der Bildung beimisst. Denn dazu gehört auch die finanzielle Unterstützung der Studierenden.

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