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Urteil zu Klassenfahrten: Lehrer bekommen zu wenig Übernachtungsgeld
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18 Euro pro Nacht, so viel bekommen Lehrer in Baden-Württemberg für Klassenfahrten. Viel zu wenig, meinte eine Pädagogin aus Stuttgart. Sie klagte - und darf sich nun über eine Nachzahlung freuen.

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vox veritas 11.01.2018, 11:04
1.

Wahrscheinlich wird jetzt die Anzahl der Übernachtungsfahrten reduziert, was gar nicht mal schlimm ist. Ini den letzten 15 Jahren hat die Zahl dieser Fahrten eh' überhand genommen. Als normalsterblicher Elternteil konnten man sich das kaum noch leisten. Es musste ja immer weiter und immer häufiger sein - überflüssigerweise.

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catcargerry 11.01.2018, 11:08
2. Das Problem gibts wirklich

Klar ist, dass Klassenfahrten erhöhte Verantwortung und erhöhten Stress bedeuten und - wohl nicht nur hier in Niedersachsen - so abgerechnet werden, dass die Lehrer für dieses besondere Engagement auf einem erheblichen Teil ihrer eigenen Aufwendungen hängen bleiben. Hier - im Gegensatz zur allgemeinen Entlohnung - werden die Lehrer wirklich benachteiligt. Da kriegte man anderswo keinen Mitarbeiter auf Dienstfahrt. Die Netto-Benachteiligung von angestellten Lehrern gegenüber beamteten findet demgegenüber schon wieder auf einem so hohen Niveau statt, dass man es dort auch als Angestellter gut aushalten kann.

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crazy_swayze 11.01.2018, 11:10
3.

Warum kann man nicht, wie in Unternehmen üblich, eine Obergrenze für Übernachtungskosten ziehen (zwischen 100 und 120 Euro bei uns), und dann auf Nachreichen der Rechnung alle Kosten anstandslos erstatten?

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c.PAF 11.01.2018, 11:20
4.

Warum muß sowas vor Gericht gehen? Klassenfahrt ist eine dienstliche Tätigkeit, die (angemessenen) Übernachtungskosten zahlt der Arbeitgeber.

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spon_2937981 11.01.2018, 11:26
5. Wie bitte?

Da haben also Lehrer bislang nicht nur ihre Privatzeit kostenlos geopfert, sondern sie mussten sogar noch draufzahlen?
Das ist ja mehr als absurd, vor allem wenn man bedenkt, dass Reisen mit Schülern nur selten vergnügungssteuerpflichtig sein dürften... ;-)

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licorne 11.01.2018, 11:36
6.

Aber in Baden Württemberg ist der Rechner des Landesamtes gehackt worden. Da dauert die Auszahlung noch ein bisschen.

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kuschl 11.01.2018, 11:48
7. Völlig in Ordnung

Dem Pauschalbetrag lagen sicherlich die Kosten einer Jugendherbergsübernachtung zugrunde und das für 2002! Klassenfahrten sind aber immer anspruchsvoller geworden. Die aktuellen Übernachtungskosten, mindestens aber die Übernachtungskostenpauschale nach dem Reisekostengesetz sollten schon gezahlt werden, sonst findet sich bald gar kein Lehrer mehr für das Hüten der Tüte Mücken! Wenn für andere Dinge Milliarden locker gemacht werden, kann es doch wohl nicht kleinkariert an Übernachtungskosten scheitern.

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dasfred 11.01.2018, 12:11
8. Ich habe den Kram mit den Klassenfahrten nie verstanden

Ich hätte auf alle Klassenfahrten gut verzichten können und habe das in der zwölften Klasse auch durchsetzen können. Mein Mathe Leistungskurs wollte unbedingt nach München, ich nicht. Nach langer Beratung durfte ich dann einen Tag die Physik Sammlung aufräumen und eine längere Hausarbeit abliefern. Das hat mir mehr gebracht als fünf Tage Suff.

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Sibylle1969 11.01.2018, 12:21
9. Das gleiche bei Per-Diems

Ich stehe seit 1997 im Berufsleben, und die Sätze für Verpflegungsmehraufwand wurden seitdem nur ein einziges Mal angepasst im Rahmen der Euro-Umstellung: von 46 DM auf 24 Euro (24 Stunden Abwesenheit), also eine Erhöhung von 1% in 21 Jahren. Bei einer jährlichen Inflation von 1% müssten die Werte aber heute um 23% höher liegen, also bei 29 Euro, und bei einer Inflation von 2% sogar um 51%, also bei 35 Euro. Die Sätze sind heute viel zu niedrig. Insbesondere wenn ich eine Geschäftsreise mit einer Übernachtung hat und dann 2x 12 Euro abzgl. Frühstücksabzug als Per Diem bekommt, zahlt man dabei drauf. Ein Brötchen und ein Kaffee am Bahnhof = 6-7 Euro. Mittagessen in einem Imbiss 10 Euro. Abendessen im Restaurant 20 Euro. Am nächsten Morgen Frühstück im Hotel (=4,50 Euro Abzug von den 12 Euro), Mittagessen wieder im Imbiss 10 Euro, zum Abendessen wieder zuhause. Macht Verpflegungskosten von 47 Euro, dafür erhält man 19,50 Euro Per Diem. Bleiben 27,50 Euro, die ich draufzahle. Wenn ich meine normalen Essenskosten zuhause großzügig mit 12,50 Euro ansetze für 1x Frühstück, 2x Mittagessen und 1x Abendessen, bleibe ich folglich auf 15 Euro sitzen.

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