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Wahl in Niedersachsen: Versetzung gefährdet
DPA

Lehrermangel, Unterrichtsausfall, Inklusion: Über kein Thema wird im niedersächsischen Wahlkampf so gestritten wie über die Schulpolitik. Der Überblick über die größten Baustellen.

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sir wilfried 12.10.2017, 08:45
1. Die SPD und die Inklusion

Wenn die SPD zweiter wird, hat sie es ihrem Dogma mit der Inklusion zu verdanken. Die Inklusion insbesondere geistig behinderter Kinder ist eine enorme Belastung für alle Beteiligten, zumal die Schulen auf diese Aufgabe gar nicht vorbereitet sind. Sie nutzt den Behinderten nicht, denen die spezielle Förderung abhanden kommt, und sie bremst die übrigen Schüler, weil die Lehrer zu wenig Zeit für alle haben. Als Lückenfüller werden dann unausgebildete Quereinsteiger auf die Schüler losgelassen.
Und seit wann Inklusion ein Menschenrecht ist, wissen Herr Weil und seine Genossen allein.

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Schleiter 12.10.2017, 08:56
2.

In Niedersachsen hat die CDU , pikanterweise mit einem Kultusminister, der nun MP werden möchte, nichts Wesentliches oder zukunftsweisendes zustande gebracht. Die Bildungspolitik gestaltete der Finanzminister.
SPD und Grüne haben, durchaus ideologiegetrieben, dagegen viel bewegt und sich damit besonders in der Gymnasiallehrerschaft, Feinde gemacht. Die entsprechenden Lehrerverbände versuchen Pfründe und Traditionen zu sichern. So weit–so simpel.

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Schleiter 12.10.2017, 09:00
3.

Zitat von sir wilfried
Wenn die SPD zweiter wird, hat sie es ihrem Dogma mit der Inklusion zu verdanken. Die Inklusion insbesondere geistig behinderter Kinder ist eine enorme Belastung für alle Beteiligten, zumal die Schulen auf diese Aufgabe gar nicht vorbereitet sind. Sie nutzt den Behinderten nicht, denen die spezielle Förderung abhanden kommt, und sie bremst die übrigen Schüler, weil die Lehrer zu wenig Zeit für alle haben. Als Lückenfüller werden dann unausgebildete Quereinsteiger auf die Schüler losgelassen. Und seit wann Inklusion ein Menschenrecht ist, wissen Herr Weil und seine Genossen allein.
Schon mal mit dem Thema EU menschenrechtskonvention zu tun gehabt?

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spon_3689546 12.10.2017, 09:10
4. Mutter von drei Schulkindern

So sieht Ganztagsunterricht an einer Grundschule nach Rot—Grünem Muster aus: Mittagessen, Spielen auf dem Schulhof, freies Malen, Hausaufgabenbetreuung durch „qualifizierte Mitarbeiter“ (angelernte Mütter aus dem Dorf, dort ist es in der „Betreuung“ dann so laut, dass ein konzentriertes Arbeiten nicht möglich ist). Die AGs werden weitgehend ebenfall von den „qualifizierten Mitarbeitern“ angeboten: Stricken, Brettspiele, Gymnastik!
Die ausgebildeten Lehrer können aufgrund der dünnen Personaldecke lediglich den Pflichtunterricht abdecken.
Förderkonzepte Fehlanzeige. Kooperation mit Vereinen Fehlanzeige.
Also kommen unsere Kinder so oft es geht so früh es geht nach Hause.
Auf der Strecke bleiben die Kinder, die zu Hause keine Unterstützung erfahren!
Weil. Eine Ganztagsschule nach diesem Muster ist eine Mogelpackung und nur für die Statistik hilfreich.
Setzen 6!

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Turin 12.10.2017, 09:14
5. Fehler der tollen "Ideen"

Selbstverständlich redet sich die SPD ihre selbstgemachte Bildungsmisere schön.
Die schnelle Rückkehr zu G9 hat einriesiges Loch in die Personaldecke der Lehrer gerissen, denn dieses zusätzliche Jahr muss ja nun auch mal unterrichtet werden. Und dafür braucht es Lehrerstellen, die gar nicht da waren.
Zur Digitalisierung: Wer sich kein Gerät anschaffen kannj, soll eines gestellt bekommen. Hmm... Die SPD will aber auch Lehrmittelfreiheit. Derzeit bekommen nicht mal Lehrkräfte einen Dienst-PC, weil behauptet wird,ad ss man den Job ja auch analog machen kann. Wenn alle Schüler ein Gerät nutzen sollen, muss es auch zentral administriert werden (mobile device management), da sonst bei der Heterogenität der Geräte kein Sinnvoller Einsatz möglich ist.
Eine geplante "Bildungscloud", die sich scheinbar von selbst mit Inhalten füllt, hat nichts mit Digitalisierung des Unterrichts und vermitteln von neuen Medien zu tun.
Frau Heiligenstadt hat sich leider dermaßen disqualifiziert, dass sie mEn nicht als Ministerin haltbar ist. Wenn die SPD in diesem Aspekt punkten will, sollte sie vir der Wahl die Personalie zur Disposition stellen.

Auch warten die Lehrer am Gymnasium schon sehnsüchtig au die gerichtlich gewünschte und angeblich geplante Erfassung der Arbeitszeit, natürlich differenziert nach Art der Tätigkeit. Denn nur wenn man die Arbeitsbelastung kennt, kann man an inhaltlichen Stellschrauben drehen und den Bedarf neuer Lehrkräfte abschätzen.

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Berufsjammerer 2.0 12.10.2017, 09:20
6. Fach Bildungspolitik: Setzen, 6!

Wenn die allgemeinen Ziele nicht erreicht wurden, gab es eine zweite Chance, dies nachzuholen, das Sitzenbleiben. Dies wollen SPD und vor allem die Grünen abschaffen. Fangen wir doch in der Politik an!
Unterrichtsversorgung - Ungenügend
Anreize an ländliche Schulen zu gehen/wechseln, um dort zu unterrichten - Mangelhaft
Inklusionsdurchführung - Ungenügend
.... Hier könnte man noch viele viele Punkte aufzählen, in denen insb. Fr. Heiligenstadt versagt hat oder sich glatt weigert (Umsetzung der gerichtlich angeordneten Arbeitszeitstudie etc.).Wenn Gymnasien zum 01.02.2018 insgesamt 175 Stellen erhalten, gleichzeitig aber über 600 Referendare fertig werden, dann kann man doch nicht von einem realen Mangel sprechen.
Fakt ist jedoch, dass durch Abschaffung der Bezirksstellen etc. die Schere zwischen Stadt und Land immer größer wird, da auch keine zusätzlichen Anreize (z.B. durch angemessene Stellenzulage) geschaffen werden. Im TV-Duell betonte Herr Weil, dass man die Bürger in den USA nicht zwingen konnte, nachzurüsten, daher musste man sie kaufen. Will man die Lehrer in Niedersachsen (verständlicher Weise) nicht aufs Land zwingen...

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Schleiter 12.10.2017, 09:39
7. Überheblich

Welche Art von Ganztagsschule würde die Mutter mit drei Kindern sich denn wünschen und wäre sie auch bereit das als Steuerzahlerin zu bezahlen?
Als meine Kinder noch zur Grundschule gingen und ich arbeiten musste, fand ich die Hausaufgabenbetreuung angelernter Mütter gar nicht schlechter als die, die zu Hause nicht angelernte Mütter und Väter betreiben.
Und was ist gegen Stricken, Sport und Spielen am Nachmittag einzuwenden, wenn bei vielen zu Hause nur PC und Fernsehen warten?
Nicht jeder kann sich das Idealbild der Traditionalisten leisten, mit Bio–Mittagessen im heimeligen Einfamilienhaus , Klavierunterricht und WhatsApp—Elterngruppe

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th.diebels 12.10.2017, 09:40
8. Schul- und Bildungspolitik

gehört endlich in eine Hand - in diesem Fall dem Bund - gegeben !
Der Föderalismuswahnsinn gerade im Bildungsbereich ermöglicht es jedem "Länderfürsten" nach Gut-Dünken Experimente an Kindern und in den Schulklassen (ungestraft) durchzuführen ! Diesem Wahnsinn muss ein Ende gesetzt werden !

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tomkater 12.10.2017, 09:45
9.

Zitat von sir wilfried
Und seit wann Inklusion ein Menschenrecht ist, wissen Herr Weil und seine Genossen allein.
Seit dem 23. Dezember 2010. An diesem Tag ist die EU derm Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen (UN-Behindertenrechtskonvention, BRK) beigetreten, die damit auch für Deutschland bindend ist.

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