Forum: Leben und Lernen
YouTuber Mirko Drotschmann: "Ein guter Lehrer weiß, was Snapchat ist"
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Auf YouTube gibt ein Journalist Nachhilfe in Geschichte - und hat mehr als 400.000 Follower. Warum schauen ihm so viele Jugendliche zu? Was finden sie bei ihm, was sie in der Schule vermissen?

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fatherted98 26.10.2016, 08:00
1. Eventuell...

...wird der Stoff besse erklärt?
Man sollte nicht so blauäugig sein und denken das in der Schule vor allem gelernt wird. In den meisten Klassen wird erstmal 15 min. diskuttiert bevor der Unterricht startet...und der wird dann vom Lehrer im Schnelldurchlauf durchgezogen...immer vorausgesetzt es gibt keinen Störer in der Klasse. Wenn man mal ehrlich ist und stoppt wieviel Zeit von einer Schulstunde (45 Minuten) für tatsächliche Wissensvermittlung genutzt wird, kommt man unter 20 Minuten.

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yogearbear 26.10.2016, 08:15
2. Schon wieder...

... jemand, der von Lehrern gern hätte, was die Familie anscheinend nicht mehr imstande zu leisten ist.. machen sie bestimmt gerne. Gebt ihnen Zeit, Raum und Ressourcen, sprich Geld ins Bildungssystem... bis dahin, nicht beschweren...

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ronald1952 26.10.2016, 08:33
3. Heute in unserer Zeit

könnte man den Unterricht in unseren Schulen wirklich sehr gut Gestalten. Alleine die Technischen möglichkeiten die es gibt. Leider wird bei uns in Deutschland garnichts gefördert, außer der Unlust von Schülern und Lehrern denn für nichts ist Geld da.Wenn man das andere Länder so berachtet kann man nur Neidisch werden. Also bitte nicht wundern wenn so viele Kinder nicht gern zu Schule gehen und Lehrer auch nicht.
schönen Tag noch,

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praetorian12 26.10.2016, 08:40
4. Schön. Fein. Netter YouTube-Kanal.

Jetzt machen Sie davon 5x45 Minuten am Tag, 5 Tage die Woche. Mit einem nachvollziehbaren Ergebnis. Wenn ein Journalist so gut die Welt erklären kann, dann kann er ja Lehrer werden. Dann müsste er aber jeden Tag um 6 Uhr aufstehen. Schülbücher brauchen keine "Bells and Whistles", aber Schulen brauchen zeitgemäße Ausstattung: PCs für Klassenräume, vernetzte Server, Beamer.

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sachfahnder 26.10.2016, 08:47
5. Vermisstes Wissen...

... werden die Damen und Herren Schüler dann feststellen, wenn sie im Alltag vor Wände laufen, die nicht IT-basiert sind !
Und ich schließe mich der Aussage von praetorian12 an, der die Frage zum gewählten Job des Journalisten stellt!
Vermutlich spiel aber auch hier mal wieder den kollegialen Steigbügelhalter für seinesgleichen ?

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metalslug 26.10.2016, 08:52
6. Besen im System

Kohle rein ins B-System ist die einfachste Lösung, das wird nix. Wenn man muss sich von alten Strukturen lösen könnte um freier und gezielter zu unterrichten, anstatt die Masse einfach mit dem großen Latinum zu beglücken, dann würde das System für mich "kompatibler" zu dem Leben das draußen wirken und vielleicht den ein oder anderen heranwachsenden auch "eher abholen".

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Newspeak 26.10.2016, 08:53
7. ...

Was finden sie bei ihm, was sie in der Schule vermissen?
(Zu) einfache Antworten?

Schule macht deshalb keinen Spass, zumindest teilweise, weil es in der Tat mühsam und anstrengend ist, etwas von Substanz zu lernen. Immer. Auch der allerbeste Lehrer kann einem das nicht abnehmen, allenfalls erleichtern. Youtube ist leichtverdauliches Fastfood dagegen, süss und fettig, aber nur kurzfristig sättigend.

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naivling_2 26.10.2016, 08:56
8. Nicht zu plump bitte!

Das Beispiel mit den "Schallplatten" finde ich irreführend, denn die Schüler sind ja nicht blöd. Ob z.B. der Musiklehrer zuhause nun Schallplatten, CDs, MP3s, Cassetten oder Tonbänder hört und diese Worte auch benutzt, ist doch wohl für die Interpretation eines Musikstücks völlig egal. Ich kann mich errinern, dass die Lehrer die auf Krampf auf jung machten, ziemlich dumm und anbiederend rüber kamen.
Ich errinnere mich an eine Abiturrede eines Absolventen in Zeit aus 80/90er.
Zusammengefasst: Ein guter Lehrer bringt seine Persönlichkeit mit ein (und gute Schüler auch).
Dann weiss er auch "wie seine Zielgruppe tickt, " und was es in der modernen Welt so gibt, auch wenn er nicht alles benutzt. Wenn er dann Snapchat und Instragramm durcheinander bringt oder noch mal kurz nachfragen muss, so what.
Wesentlicher erscheinen mir die Punkte: Volle Lehrpläne und diverse andere Vorgaben aus der Schulbehörde und der Politik, die die Arbeit der Lehrer so einengen, dass kaum Zeit für "Neues" ist.

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Drschlaumeierxy 26.10.2016, 08:59
9. An der Realität vorbei....

So wie Herr Drotschmann denken auch die Lenker im Bildungsministerium. Wollen wir mal ein paar Fakten klarstellen:
- solche Videos dauern im Schnitt zwischen 5 und 15 Minuten und nicht 45 Minuten,
- sie erklären ausgewählte Themen,
- Herr Drotschmann hat alle Zeit der Welt für so ein Video und muss nicht 20 - 30 solcher Videos pro Woche herstellen,
- die Lernenden sind (wahrscheinlich) nur diejenigen, die Lust auf das Thema haben (intrinsisch Motivierte mit einer gegebenen Fragestellung),
- die Lernenden schalten ein, wenn und wann sie Lust dazu haben,
- die Lernenden sitzen allein oder in einer ausgewählten Gruppe vor dem Monitor,
- Herr Drotschmann hat eventuell sogar einen finanziellen Spielraum für die Herstellung seiner Materialien,
- was Herr Drotschmann in 30 Jahren macht, weiß heute kein Mensch. Die heute 60 jährigen Lehrkräfte haben früher auch evtl. mal einen tollen/modernen Unterricht gehalten,

Es wären noch sehr viel mehr Unterschiede feststellbar. Fakt ist doch, dass die Schulen ressourcenarm gehalten und dann als unfähig hingestellt werden, ihnen aber immer mehr und immer schwierigere Aufgaben zugeteilt werden. Beschweren? Dann wird man ausgelacht, weil man ja soo viel Geld verdient und eh 12 Wochen Ferien hat. Ernstgenommen? Nur VOR der Wahl!

so long,
DrSchlaumeierxy

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