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Zulassung fürs Medizinstudium: Was sich für Bewerber ändern soll
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Das Zulassungsverfahren fürs Medizinstudium wird geändert. Was bedeutet das für Menschen, die Ärzte werden wollen?

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willi.thom 07.12.2018, 15:11
1.

es ist richtig, daß der deutsche Staat für ausländische Mediziner nicht zahlen muß. Die Probleme, die nicht nur sprachlicher Art sind, sondern sich auch aus dem unterschiedlichen kulturellen Hintergrund ergeben, werden auf dem Rücken der deutschen Kolleginnen und Kollegen abgeladen, die ohnehin schon streßgeplagt sind. Und daß sich aus der fragwürdigen Abiturnote die Eignung für den Arztberuf ableiten ließe, das glauben ja nur Leute, die vom Arztberuf nicht die mindeste Ahnung haben. Ohne Eignungstest sollte niemand zum Arztstudium zugelassen werden. Wir brauen mehr Ausbildungsplätze und eine gerechte "Buschzulage" für Ärzte , die aufs Land gehen wollen.

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ondrana 07.12.2018, 15:15
2.

Das ist doch nur ein Verschiebebahnhof. Damit wird kein einzier Arzt/keine einzige Ärztin zusätzlich ausgebildet. Die Kapazitäten an den Universitäten müssen ausgebaut werden. Wäre das nicht ein Gemeinschaftsprojekt der Ministerien für Wissenschaft und Gesundheit?

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Spiegelleserin57 07.12.2018, 15:27
3. wer wirklich qualifiziert ist....

zeigt sich sowieso erst später. Schon während des Studiums wird gesiebt.
Es gibt genug Ärzte , nur werden sie sehr ungleichmäßig verteilt. Über die Zulassungen verfügt die kassenärztliche Vereinigung und die entscheidet wer wohin geht. Allerdings ist sie nicht sonderlich transparent!
Die Sprache spielt heute in der Medizin nur eine untergeordnete Rolle da die wissenschaftliche Welt Englisch benutzt und viele Vorträge und Kongresse in dieser Sprache ablaufen. Auch werden an den Unis Besprechungen in dieser Sprache abgehalten und sie ist selbstverständlich genauso wie deutsch! Deutsch ist nur zweitrangig und allenfalls in der Landarztpraxis wichtig. Wer heute nicht international ausgerichtet ist, auch unter den med. Kollegen hat schlicht die Zeit verschlafen!

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ebmarzt 07.12.2018, 15:38
4. Eine gute Regelung.

Ich finde es sehr gut,dass der Zugang differenzierter wird. Meine Kinder wird das hoffentlich nicht betreffen, ich rate Ihnen täglich von meinem Beruf als Arzt in D ab.

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slartibartfras 07.12.2018, 15:39
5.

1. wie bereits festgestellt wurde, werden dadurch nicht mehr Plätze erstellt. D.h. es werden weiterhin viele es nicht studieren können.
2. Wenn der Herr aus Thüringen sagt, die Note sagt nichts darüber ob jemand ein guter Arzt wird: Wer sagt anders herum, dass jemand mit einer schlechten Note ein guter Arzt wird? Was ist überhaupt ein guter Arzt?
3. Das führt uns zum letzten Punkt: jeder will ein Dr. House als Arzt bezüglich Fachwissen, keiner will Ihn als Freund haben. Und darum geht es: es geht in erster Linie um Fachwissen, dann um soft skils. Und dieser fokus auf "Empathie und Co." wird wie in den Usa ablaufen: Assessmentcenter an den Unis, daraufhin teuere Vorbereitungskurse für diese Assessmentcenter, weitere Assessmentprozesse usw.
Profitieren werden gute Schauspieler und Reiche.

Das passiert, wenn jeder meint mitreden zu können. Warum reden wir nicht über alle zulassungsbeschränkte Fächer? Ich will auch Rechtfacharbeiter für die besten Jurafakultäten haben, wieso dürfen da nur 1,0 hin?

Statt was vernünftig zu verbessern, wird es über Zwang gemacht, wie z.B. Landarztquote.
Wir sollten die Arbeitsbedingungen verbessern, dann würden mehr es machen wollen.

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Profdoc1 07.12.2018, 16:02
6. Nur teilweise korrekt....

Zitat von Spiegelleserin57
zeigt sich sowieso erst später. Schon während des Studiums wird gesiebt. Es gibt genug Ärzte , nur werden sie sehr ungleichmäßig verteilt. Über die Zulassungen verfügt die kassenärztliche Vereinigung und die entscheidet wer wohin geht. Allerdings ist sie nicht sonderlich transparent! Die Sprache spielt heute in der Medizin nur eine untergeordnete....
Aus wissenschaftlicher Sicht bin ich zu 100% bei Ihnen. Aber: Die meisten MedizinerInnen werden als Fachärzte oder Allgemeinmediziner in Praxen unterkommen. Und das icxh auch gewollt so korrekt. Zunächst geht es um die Darseinsvorsorge der deutschen Bevölkerung.
In soweit ist Ihre Sicht mit einem Bias belegt.

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Actionscript 07.12.2018, 16:13
7. Aufnahmeprüfungen

Vielleicht sollten die Unis Aufnahmeprüfungen einführen, die darauf ausgerichtet sind, ob jemand sich für den Beruf schon etwas interessiert hat und auch geeignet zu sein scheint oder mal gerade beschlossen hat, Arzt zu werden, weil man ja ein Einser Abitur hat. Auch könnten solche Prüfungen schulische Unterschiede ausgleichen. Wer wirklich Arzt werden will, wird sich auch für solch eine Prüfung gut vorbereiten. Ein Hauptmerk sollte auch auf Naturwissenschaften gelegt werden.

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scgtef 07.12.2018, 16:17
8.

Es sollten endlich deutlich mehr Studienplätze für Medizin geschaffen werden. Und zwar ausschließlich für dt. Abiturienten. Es ist eine Schande, dass Leute mit einem Abischnitt von 1,3 nicht zum Zug kommen. Wir brauchen Ärzte. Es nervt, im Krankenhaus auf Ärzte zu treffen, die der dt. Sprache oft kaum mächtig sind. Das muss echt nicht sein.

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DogHoliday1 07.12.2018, 17:20
9. Über Zulassungen entscheidet der Zulassungsausschuß....

Zitat von Spiegelleserin57
zeigt sich sowieso erst später. Schon während des Studiums wird gesiebt. Es gibt genug Ärzte , nur werden sie sehr ungleichmäßig verteilt. Über die Zulassungen verfügt die kassenärztliche Vereinigung und die entscheidet wer wohin geht. Allerdings ist sie nicht sonderlich transparent! Die Sprache spielt heute in der Medizin nur eine untergeordnete Rolle da die wissenschaftliche Welt Englisch benutzt und viele Vorträge und Kongresse in dieser Sprache ablaufen. Auch werden an den Unis Besprechungen in dieser Sprache abgehalten und sie ist selbstverständlich genauso wie deutsch! Deutsch ist nur zweitrangig und allenfalls in der Landarztpraxis wichtig. Wer heute nicht international ausgerichtet ist, auch unter den med. Kollegen hat schlicht die Zeit verschlafen!
und der ist paritätisch besetzt aus Mitgliedern der KV und der Kassen - also keine wie von Ihnen dargestellte willkürliche Entscheidung der Kassenärztlichen Vereinigung.
Selbstverständlich ist ausschließlich Deutsch die relevante Sprache in den Praxen hierzulande und keine andere - auch nicht Englisch- und dies aus gutem Grund.: Nur wenn ich sicher davon ausgehen kann, daß eine vollumfängliche Verständigung möglich ist, ist auch eine vernünftige Versorgung des Patienten möglich.
International ist in der medizinischen Literatur allerdings Englisch das Maß der Dinge, jedoch werden wir auch mit mezinischer Literatur in Deutsch überhäuft, sodaß englischsprachige Literatur nahezu lediglich für (noch) forschende Kollegen von Bedeutung ist.
Sie haben schlichtweg keine Ahnung, welch unglaubliche Menge an medizinischen Veröffentlichungen täglich rausgehauen werden, dieses alles zu lesen schaffen sie nicht einmal ansatzweise auf Deutsch. Schlafen tun offenkundig nur Sie, wenn Ihnen dies entgangen sein sollte.

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