Forum: Leben und Lernen
Zweifel im Studium: Hinschmeißen oder durchbeißen?
Corbis

Erst kommt die Unsicherheit, dann das schlechte Gewissen: Mehr als ein Viertel der Studenten schmeißt das Studium hin. Wann ist es Zeit, aufzuhören - oder soll man durchziehen? Tipps für einen klaren Kopf.

Seite 1 von 5
herumnöler 30.12.2015, 09:20
1. Oft ...

... ist schlicht die Freundin schuld. Sie lenkt zu sehr vom Wesentlichen ab. Studium erfordert VOLLE Konzentration, und mit tralala und Parties ist es nicht getan. Also die Freundin verabsc

Beitrag melden
jujo 30.12.2015, 09:44
2. ....

Im vorliegenden Fall ist die Antwort einfach (?) , wer schon in der Schule Mathe und Physik nicht gern hatte oder nicht konnte sollte tunlichst ein Studium vermeiden in dem das zwingend Vorraussetzung ist.

Beitrag melden
oldimat 30.12.2015, 09:44
3. Flasche leer....

als Geschäftsführer eines mittleren Unternehmens habe ich noch nie so viele leere Flaschen erlebt wie heute,
in der Bewerbung das reinste Feuerwerk, in der Realität nur heiße Luft. Also, Abbruch des sog. Studiums und dann Handwerk lernen, Schmied oder Wertstoffeinsammler.

Beitrag melden
Paddel2 30.12.2015, 10:37
4. Gesellschaftliches Grundproblem

Der Artikel verdeutlicht zwischen den Zeilen die großen Probleme junger Studenten. Völlig unkritisch wird ein Studienwechsel mit Versagen gleichgesetzt. Ich habe jahrelang als Hochschuldozent gearbeitet und mich immer wieder über die Ängste der Studenten gewundert. Sie haben den Anspruch, in der Regelstudienzeit zu studieren und ein Wechsel gilt als Scheitern. Diese Denkansätze werden nicht von den Hochschulen vorgegeben, sondern sind fast schon istinktiv in den Köpfen der Menschen verankert. Kaum ein Arbeitgeber verurteilt Bewerber für einen Wechsel und ob man ein Jahr länger studiert oder nicht macht finanziell keinen entscheidenden Unterschied. Statt ein anspruchsvolles Studium als Chance und Herausforderung wahrzunehmen, dominiert die "German Angst". Es wird Zeit, dass Lehrer und Eltern endlich anfangen, ihren Kindern die Ängste zu nehmen.

Beitrag melden
vogel50 30.12.2015, 11:20
5. Richtung muss stimmen

Merkt man, dass die ganze Richtung nicht stimmt, sollte man aufhören und sich neu orientieren.
Ist es nur eine kleine Tiefphase, einige Misserfolge lohnt sich ein "Durchbeißen".

Beitrag melden
king_of_world 30.12.2015, 11:28
6. Reihenfolge

Erst Ausbildung, dann Bachelor, dann Berufserfahrung dann Master und dann wie eine Rakete abgehen.

Beitrag melden
doedelheimer 30.12.2015, 11:33
7.

Zitat von vogel50
Merkt man, dass die ganze Richtung nicht stimmt, sollte man aufhören und sich neu orientieren. Ist es nur eine kleine Tiefphase, einige Misserfolge lohnt sich ein "Durchbeißen".
AMEN! Ich glaube, jeder, der ein einigermaßen anspruchsvolles Studium bewältigt hat, hat seine privaten Krisen meistern müssen, und ist daran gewachsen. Das ist aber kein Grund, hinzuschmeißen. Wer umgekehrt nach 2 Semestern merkt, daß er es überhaupt nicht packt, sollte wechseln - ob das dann aber unbedingt ein Kolibristudiengang an einer Klötzchen"hoch"schule sein muß?!?

Beitrag melden
colinchapman 30.12.2015, 11:36
8. wie wäre es

damit, sich nicht am Studiengang selbst, sondern am dahinter stehenden Beruf zu orientieren? Wenn ich Arzt werden will, muss ich auch die Komplikationen auf dem Weg dahin akzeptieren. Das Studium scheint für (zu) viele Selbstzweck zu sein. Es ist aber per Definition nur ein Übergang zwischen Schule und Beruf.

Beitrag melden
Zaunsfeld 30.12.2015, 11:41
9.

Mehrere zu beherzigende Tipps, wenn es mal ernste oder gar existenzbedrohende Probleme im Studium gibt:

1. Hilfe annehmen, wenn sie einem angeboten wird (z.B. von Professoren, Sachbearbeitern im Prüfungsamt, Studienberatern, Kommilitionen) und nicht Hilfeangebote einfach abtun, nur weil man sich dafür schämt, dass man irgendeine Situation nicht mehr allein bewältigen kann.
2. Wenn einem keine Hilfe angeboten wird, dann sollte man sich selbst aktiv Hilfe suchen. Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass es schwer ist, sich dazu zu überwinden, aber man sollte sich immer klar machen, dass Studienberater, Kommilitonen, die Leute im Prüfungsamt usw. ständig mit Leuten zu tun haben, die in irgendeiner Form Hilfe im Studium brauchen, und dass man sich dafür nicht zu schämen braucht. Diese Leute sind auch alle nur Menschen, hatten irgendwann in ihrem Leben auch mal Probleme und wollen einem nichts böses.
3. Beim Studium möglichst nie alleine bleiben, sondern sich Lerngruppen suchen, versuchen irgendwo Anschluss zu finden, vielleicht auch Mannschaftssportarten in der Freizeit und ähnliches, damit man unter Leute kommt. Besonders wichtig ist das, wenn man allein in eine völlig fremde weit von der Heimat entfernte Stadt geht und da niemanden kennt und wenn man sowieso eher dazu neigte, etwas eigenbrötlerisch zu sein. Einzelkämpfer, die wirklich völlig allein ein Studium bestreiten wollen, gehen meist unter.

4. Wenn einem das Studium grundsätzlich Spaß macht, oder wenn es einem keinen Spaß mehr macht, man aber kurz vor dem Abschluss steht, dann sollte man sich auch durchbeißen und es auch zu Ende machen. Das gibt ein postives Erfolgserlebnis und mit einem abgeschlossenen Studium steht man immer besser da als mit einem kurz vor Schluss abgebrochenen Studium, selbst wenn man später etwas völlig anderes macht.

5. Wenn man schon zu Beginn des Studiums merkt, dass man sich unter dem Studium was ganz anderes vorgestellt hat und dass es einen total anödet, dann so früh wie möglich sich darüber klar machen, was man denn nun wirklich studieren will, und dann so früh wie möglich wechseln. Wenn man merkt, dass das gewählte Studium nichts für einen ist, kann man sich einfach in Vorlesungen und Übungen anderer Studiengänge, die einen interessieren könnten, unverbindlich mit reinsetzen und sich so das passende Studium suchen. Dafür sollte man sich aber nicht 3 Jahre Zeit nehmen. 2 Monate reichen.

6. Wenn man schon zu Beginn des Studiums merkt, dass das Studium generell nichts für einen ist, weil man sich nicht selbst organisieren kann und sich auch nicht selbst motivieren kann, etwas fürs Studium zu tun (zu Vorlesungen gehen, Hausaufsätze rechtzeitig abgeben, für Prüfungen lernen) und man mit der akademischen Arbeitsweise überhaupt nicht zurecht kommt, der sollte lieber eine gute und hochwertige Ausbildung machen oder an eine Berufsakademie, wo man einen durchstrukturierten Tages- und Lernablauf hat (manche Menschen kommen halt damit besser zurecht). Auch in solchen Berufen kann man später sehr gut verdienen. Es kommt halt drauf an, dass man sich eine hochwertige Ausbildung sucht.

Beitrag melden
Seite 1 von 5
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!