Forum: Netzwelt
100 Tage Netzwerkdurchsetzungsgesetz: Virtueller Hass, säuberlich sortiert
Matthias Jung/ DER SPIEGEL

Das Bundesamt für Justiz soll dafür sorgen, dass Facebook und Twitter Hasskommentare tatsächlich löschen. Doch die Beamten haben wenig zu tun - und das tun sie erstaunlich undigital. Ein Ortstermin.

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acitapple 17.04.2018, 11:51
1.

Haben wir von der deutschen Bürokratie etwas anderes erwartet ? Computer sind immer noch Spielzeug und Internet Neuland. Außerdem haben wir das mit den Akten schon immer so gemacht.

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darthmax 17.04.2018, 11:51
2. Optional

in der sogenannten freien Wirtschaft wird doch Fachpersonal gesucht, wenn die Behörden diese abziehen fehlen sie natürlich dank ihrer Qualifikation woanders.

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tepchen 17.04.2018, 12:07
3. Aha wenn man gegen dieses unnütze Gesetz ist...

... wird man von SPON in die rechte Ecke gestellt. Denn Rechtsexperte bin ich nicht.
Aber davon unabhängig an diesem Artikel sieht man wie überflüssig und im Extremfall gefährlich das NetzDG ist. Besonders wie sich die gefühlte Wirklichkeit von der Realen unterscheidet, es scheint bei weitem nicht soviele Hasspostings zu geben wie gedacht. Aber mittlerweile ist es ja Mode den Gefühlen mehr zu vertrauen als nackten Zahlen. Das zieht sich durch alle Lebensbereiche.

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dbeck90 17.04.2018, 12:20
4. Eine echte deutsche Behörde

„Sie haben eine Beschwerde? Warten Sie mal, das muss erst auf Papier 122b, und erklären Sie in Abschnitt 2a -/ 3.1, warum genau Sie denken, es handelt sich um eine Diffamierung. Dann lassen wir das ganze Prüfen, und die Prüfung prüfen, und in 2 Monaten erfahren Sie dann, ob derjenige, der Sie diffamiert, im Recht ist oder nicht. Was, löschen? Ja da müssen Sie sich Zeit nehmen, das war nur das beschleunigte Verfahren zur Beglaubigung einer Ordnungswidrigkeit....“

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Americanet 17.04.2018, 12:22
5.

Also, 253 Vorgänge in 100 Tagen. Heißt maximal 253 Akten anlegen. Das kann man selbst als Beamter in zwei Arbeitstagen schaffen. Nun würde mich interessieren, wie viele Menschen in dieser Behörde beschäftigt sind, also vom Steuerzahler für dieses Experiment bezahlt werden? Und was die dann so tun an den restlichen 98 Tagen?

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eulenspiegel1979 17.04.2018, 12:23
6. Ein Bild sagt mehr ...

als tausend Worte. Das Bild wurde von SPON treffend ausgesucht. Es ist sinnbildlich für die deutsche Bürokratie und Strafverfolgung und zeigt deutlich, wie traurig es um uns bestellt ist. Wir leben in einem Land der Überregulierung und behördlichen Kontrollwahns, in dem es wichtiger ist, das ein Insolvenzantrag 42 Seiten hat, statt das der Betroffene diesen auch nur ansatzweise versteht. Es war der BRD auch wichtiger, eine eigene Regelung und Kontrolle der LKW-Maut zu entwickeln, statt ein funktionierendes System von den Österreichern einzukaufen. Wer erinnert sich noch an den 17.000 Seiten umfassenden Vertrag von Toll Collect? 1,70 Meter gestapeltes Papier, das ist die Bürokratie der BRD.

Die Strafverfolgungsbehörden arbeiten größtenteils immer noch antiquierter digitaler Technik und sind schlicht viel zu langsam, haben nicht die nötigen Kompetenzen erhalten und auch nichts das personelle und technische Equipment, um schnell und angemessen zu reagieren. Die Ergebnisse laufen nicht schnell genug zusammen. Erkenntnisse werden zu langsam ausgewertet, abgeglichen, zusammengeführt. Es grenzt schon fast an ein Wunder, dass man diesen widerlichen S-Bahn-Treter tatsächlich ausfindig und dingfest machen konnte. Immer wieder hört man aber, dass man im Fall Amri schon lange vor der Tat eindeutige Hinweise hatte, die ausgereicht haben, um diese schreckliche Tat zu verhindern.

Der Kulturwandel und die Digitalisierung wird von Behörden natürlich nicht ohne Grund behindert. Schließlich wären dann, wie auch in anderen Branchen, innerhalb kurzer Zeit eine Vielzahl von Arbeitsplätzen obsolet. Mangels Alternativen kann man sogar nachvollziehen, dass man sich nicht bemüht, am eigenen Stuhl zu sägen. Und das wir einen Lehrer, Soziologen und Politikwissenschaftler als Minister für Verkehr und Digitales bekommen haben, zeigt doch schon, dass man auf höchster Ebene immer noch nicht verstanden hat, dass man für solche Themen Spezialisten benötigt, die sich auf diesem Parkett auskennen. So wird das nix mit der Digitalisierung und ergo auch nichts mit schnellerer und effizienterer Strafverfolgung von Delikten im www.

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evilynnigirlie 17.04.2018, 12:26
7.

Komischerweise wird nur bei Internet sofort Zensur etc geschrien. Nein, das Internet ist kein moderner "wilder Westen", sondern Teil der realen Welt, wo man sich eben NICHT alles erlauben kann. Wenn man sowas in RL sagt, ist man dran, das sollte für das Internet selbstverständlich ebenfalls gelten. Das gilt auch für andere Straftaten im Netz. Internetbullying, Revenge porn und so weiter. Ich bin froh dass sich EBDLICH was tut.

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erich.scheuch 17.04.2018, 12:26
8. Freie Meinungsäußerung

Wer das in Facebook, Twitter, Foren und Kommentaren machen möchte sollte dies mit seinem persönlichen korrekten Namen machen.
Wer das nicht will, hat keinerlei Recht von freier Meinungsäußerung zu sprechen. Wenn man seine Meinung sagen will, dann sollte man als Person auch dafür einstehen.
Und kommt nicht mit, man hätte Angst bedroht zu werden.
Ich habe überall mit meinem korrekten Namen im Internet immer meine Ansicht und Meinung gesagt. Und was ist bis jetzt passiert. Nichts. Klar wurde ich schon bedroht. Aber außer Drohung nichts geschehen. Das sind nur Feiglinge die nur bellen. Und für jede Drohung gibt es von mir den obligatorischen Mittelfinger.

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freedomadmirerer 17.04.2018, 12:27
9. Kontrolle in den Kommentarbereichen bei z.B. Yahoo

Neulich stiess ich per Zufall im Nachrichtenbereich bei Yahoo Deutschland auf einige Artikel zum Thema Flüchtlinge und sexuelle Minderheiten. Was im Kommentarbereich von verschiedenen Usern teilweise geschrieben wird, erfüllt den Tatbestand der Volksverhetzung. Bei Yahoo Deutschland, scheint es keinen zu kümmern, was in deren Kommentarbereich geschrieben wird - schlimm! Inwieweit reicht bis dahin eigentlich das NetzDG?

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