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22 Praxis-Tipps: Mit dem Smartphone besser fotografieren
ct

Per Smartphone schießt man in vielen Situationen ebenso gute Fotos wie mit Kompakt- oder sogar Spiegelreflex-Kameras - wenn man weiß, wie. 22 Tipps des Magazins "c't", mit denen Sie schnell besser werden.

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All Square 30.09.2017, 09:37
1. "Die Lösung: Schalten Sie den Blitz ein"

Nein, schalten Sie den Blitz um Gottes Willen nicht ein ! Suchen Sie sich (bei Portraits) eine helle reflektierende Fläche (Gebäudewand, T-Shirt, weißes Handtuch, Kopfkissenbezug) hinter sich (als Fotograf). Das leuchtet die zu fotografierende Person viel besser aus. Für ein gutes Portrait brauchen Sie eine Tele-Brennweite; dann ist aber die Person für den Handyblitz viel zu weit entfernt. Geblitzt wird nur im Studio. Wer draußen blitzt kann entweder nicht fotografieren, oder sollte es nicht.

Allsquare,
Ex-Fotoreporter

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j.schiffmann 30.09.2017, 09:50
2. Bild 1

Der 1. "Tip" ist doch schon mal kappes! Ein Bild ausschneiden (digitaler Zoom) ändert doch an der Verzerrung nichts, da hilft nur ein optischer Zoom - also in den Normal oder Telebereich gehen!

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ardbeg17 30.09.2017, 10:45
3. @allsquare

ganz abwegig finde ich den Tipp nicht, denn bis 3 m schaffen es moderne Handyblitzchen zum Aufhellen auch. Und da der Dynamikumfang eines 20 Megapixel-Zwergensensors natürlich viel geringer als bei einer VF-SLR ist, dürfte sich das oft positiv bemerkbar machen.
Wobei ich für ein ordentliches Foto immer mindestens MFT plus große Blende vorziehen würde ;-)

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tuxrunner 30.09.2017, 10:56
4. Unzulässige Verallgemeinerung

Zitat von All Square
Wer draußen blitzt kann entweder nicht fotografieren, oder sollte es nicht.
Diese Behauptung kann so nicht stehen bleiben.
Joe McNally ist ein Meister der Blitztechnik. Eine Bildersuche bei Google unter seinem Namen zeigt eine Reihe erstklassiger Beispiele für den Einsatz von Kompaktblitzen (meist in Verbindung mit Farbfiltern) im Freien.
Dass man solche Ergebnisse aber mit einem Smartphone erzielen kann, ist aber fraglich bis abwegig.

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dermitglasaugen 30.09.2017, 11:35
5. Tip 1 funktioniert

@j.schiffmann Der Tipp sagt doch aus, dass man Zoomen soll, sich also vom Objekt entfernen muss, um den gleichen Bildausschnitt zu erhalten. Die Bildqualität wird mit zunehmender Vergrößerung natürlich schlechter, da der Zoom nicht optisch ist und technisch ein Bildausschnitt vorgenommen wird. Eine 2-fach Vergrößerung ist aber noch sehr moderat und stellt mit modernen Handykameras kein Problem dar. Das positive Ergebnis ist sichtbar, ich habe es ausprobiert.

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All Square 30.09.2017, 11:39
6. Joe McNally

seine Website habe ich durchgesucht. Was ich so gut wie nicht finden konnte, sind "erstklassiger Beispiele für den Einsatz von Kompaktblitzen im Freien". Exzellente geblitzte Bilder sehr wohl, aber geblitzt (wie im Tipp des SPIEGEL-Autoren) mit einem kameraseitig eingebauten Blitz nicht (beachten Sie die Schatten). Bitte verlinken Sie ein Beispiel.

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tuxrunner 30.09.2017, 12:21
7. Verallgemeinerung

Zitat von All Square
seine Website habe ich durchgesucht. Was ich so gut wie nicht finden konnte, sind "erstklassiger Beispiele für den Einsatz von Kompaktblitzen im Freien". Exzellente geblitzte Bilder sehr wohl, aber geblitzt (wie im Tipp des SPIEGEL-Autoren) mit einem kameraseitig eingebauten Blitz nicht (beachten Sie die Schatten). Bitte verlinken Sie ein Beispiel.
Ich habe lediglich Ihren Satz "Wer draußen blitzt kann entweder nicht fotografieren, oder sollte es nicht." kritisiert.
Joe McNally hat mehrere Bücher zum Thema Blitzen herausgegeben (Klasse!!!). Ein Beispiel-Setting von ihm habe ich auf Youtube gefunden: https://www.youtube.com/watch?v=eR7wXxvrRMA
Richtig ist:
Mit Blitzen kann man nicht nur im Studio, sondern auch im Freien exzellente Ergebnisse erzielen.
Dazu sind keine Studioblitze nötig, Kompaktblitze reichen.
Kameraseitige Blitze bringen, wie Sie schreiben, tatsächlich in der Regel keine vernünftigen Ergebnisse, man muss den Blitz mindestens von der Kamera weghalten, um einen stimmungsvollen Schattenwurf hinzubekommen. Blitzen von vorn blitzt das Motiv einfach "platt"

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susybntp11-spiegel 30.09.2017, 12:54
8. All Sqare

Wer sasgt: "Wer draußen blitzt kann entweder nicht fotografieren, oder sollte es nicht" hat scheinbar nicht das nötige Fotowissen um das demendsprechend umzusetzen oder er kann es nicht. Gibt genügend Beispiele wo man auf Blitzen im freien nicht verzichten kann selbst wenn man Aufheller benutzt. Ansonsten stimme ich "tuxrunner" in vollem Umfang zu, denn die Blitztechnik ist eine Wissenschaft für sich, die auch nicht jeder beherrscht.Mit Blitz umzugehen ist das gleiche wie bei Photoshop Haare freisetellen, das sind Königsdisziplinen.

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All Square 30.09.2017, 13:44
9. "Blitztechnik ...

... ist eine Wissenschaft, die auch nicht jeder beherrscht". Ich gebe Ihnen absolut recht. Gehen Sie einfach davon aus, daß ich, nach der Produktion und Veröffentlichung von über 400 Titelbildern für unsere großen Illustrierten, diese Technik einigermaßen beherrsche. Der SPIEGEL-Artikel betrachtet aber nicht die Blitztechnik generell, sondern das Blitzen mit den festverbauten Frontblitzen in Handy-Kameras. Das gilt es, gerade heute in der digitalen Fotografie die gegenüber dem Dia-Material unglaubliche Unterbelichtungen zuläßt, dringend zu vermeiden. Ein Frontblitz zerstört grundsätzlich die Lichtstimmung der Situation, im relativ Dunklen noch viel schlimmer als bei Tageslicht. Dazu kommen die unangenehmen Reflexe der ungeschminkten Haut, die kein Gesicht positiver wirken lassen. Selbst männliche Gesichter werden im Studio grundsätzlich "mattiert". Wenn wir also beim Kontext des Artikels bleiben wollen, bleibe ich nach wie vor bei meiner Aussage: "das Blitzen ist auf jeden Fall zu vermeiden !"

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