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Aufgaben in Videospielen: Nach Feierabend geht die Arbeit erst richtig los
Minecraft/ YouTube

Von 1A nach 1B laufen, nach Mineralien graben, Excel-artige Menüs durchklicken: Als Spieler verbringen wir viel Freizeit damit, in Spielen zu arbeiten. Warum tun wir uns das an? Und geht es nicht auch anders?

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sven2016 03.12.2017, 10:22
1.

Sehr schön analysiert.

Der Begriff "Hamsterrad" für die Fortsetzung der Arbeit im Computerspiel trifft es genau.

Muße und Ausspannen sind nicht mehr gefragt. Auch jedes Beach Volleyball im Urlaub wird zum ernsthaften Turnier, die Fahrradtour zum Härtetest mit Gewinnern und Verlierern.

Letztlich zählt die Gleichsetzung von Erfolg mit Sieg/Geld. Sysiphos reloaded - auch mit der Sinnlosigkeit der betroffenen Leben.

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Bürger Icks 03.12.2017, 11:05
2. Falsche Spiele, falsche Mispieler, falsche Server

Wohl die falschen Spiele mit den falschen Leuten(Fremden) auf einem nicht geschlossenenen, nicht eigenem Server, nicht nur mit Freunden und Bekannten, vertrauensvollen Personen gespielt!

Manche Menschen mögen es halt etwas realer. Wenn ich nackig auf einer Insel strande und mir eine Axt bauen muss, dafür aber erstmal Steine, Äste und eine Liane besorgen muss, um mit der Axt mehr Holz für eine Behausung zu besorgen und da keine Kisten rumliegen mit allem drin, was ich so brauche und ich das Spiel mag, mag ich es dann weil ich eine Arbeitsdrohne bin die von der Sucht "sinnlose Arbeit" nicht mehr loskommt?

Was wäre wenn ich Langzeitarbeitsloser oder Rentner wäre und von der Sucht schon längst losgekommen bin, kalter Entzug sozusagen, und trotzdem diese Spiele mag? Aaah, das ist dann bestimmt die "süße" Erinnerung an das ehemalige Lohnsklavenleben, welches mich diese Spiele mögen lässt, oder?

Ganz ehrlich, ich muss ja auch kopfschüttelnd lachen wenn ich sehe wie Berufskraftfahrer nach Feierabend noch stundenlang Euro Truck Simulator spielen. Oder Landwirte, die nach Feierabend einen dieser typisch deutschen Arbeitssimulatoren wie den Landwirtschaftssimulator spielen. Es gibt ja mittlerweile fast für jeden Beruf einen Simulator.

Die kommen aber auch, soweit ich weiss, alle aus Deutschland, diese Arbeits-, Berufssimulatoren. Und werden auch mehrheitlich von Deutschen gespielt, Das ganze scheint eher ein deutsches Problem und das Problem der Spieler solcher Spiele zu sein, statt ein Problem welches die ganze Gaminggemeinde angeht.

Mir kommt dieser Artikel so vor als würde hier versucht, diesmal auf "hoch intellektueller Ebene", den Spielern das Spielen madig zu machen, mal wieder. Diesmal weil ja alle Spieler nur arbeitssüchtige Roboter sind, die von ihrer Sucht nicht mehr loskommen...

So ein Stuss!

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mbinternet 03.12.2017, 11:10
3.

Super Artikel

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aopoi 03.12.2017, 11:30
4. Ansichtssache

Man kann sicher auch Monopoli oder einen gemütlichen Kartenabend als Arbeit verorten, wenn man denn unbedingt will. Man kann aber auch ein Spiel, egal ob man sich als Makler betätigt, wie in Monopoli, auch einfach als Unterhaltung begreifen.

Auch Unterhaltung kann entspannen. Sport genauso, denn es soll ja sogar Menschen geben, die in ihrer Freizeit nicht locker auf der Couch abhängen und joggen oder, wahnsinn, schwitzend Gewichte stemmen.

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robin-masters 03.12.2017, 11:51
5. Korrekt

dieses Phänomen der workificationn ist mir auch aufgefallen.. und daher nenn ich solche farming Games auch einfach Zeitdiebe.. gut ist wenn einem die Sinnlosigkeit des farmens irgendwann auffällt ... schlecht wenn nicht. Hab World of Warcraft daher auch gelöscht und alles Gold etc. verschenkt in der Hoffnung das auch andere merken was es für ein Hamsterrad ist. Merke jedoch bei immer mehr Games das einfach nur Zeit geschunden wird durch sinnlose Quests und Farming und die Story dabei immer mehr vergessen wird ..Hauptsache man ist level 100.

DayZ ist hier durch das fehlen von Skillpunkten und den total Verlust bei Tod einen neuen Weg gegangen und vielleicht aus deswegen so erfolgreich. Allerdings muss man hier natürlich auch da!mmeln aber nicht über Monate.

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.freedom. 03.12.2017, 12:17
6. Ich habe aufgehört zu spielen. ...

Jetzt lerne ich spanisch. Anstatt zu spielen werde ich die Zeit jetzt sinnvoller nutzen.

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Steve.Joe 03.12.2017, 12:55
7. Offline

Habe jahrelang regelmäßig Computer gespielt und vor einem Jahr aufgehört .,, etwas vermisse ich das Spiel und auch die Community ... in Summe geht es mir besser und ich habe Spaß an Sport und Freizeit ... mein nächster Level wird jetzt auf der Waage bzw. auf der Bergtour in Höhenmeter erreicht ;-) Am Ende ist es eine persönliche Entscheidung ...

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Steffen Gerlach 03.12.2017, 13:18
8. Das ist die Natur des Spiels

Lässt sich nicht jede Art von spielerischer Herausforderung als Arbeit interpretieren, bis hin zu Tetris und Schach? Und ein Spiel ohne Herausforderung ist kein Spiel, sondern Spielerei. Spiel war schon immer mit Arbeit verwandt, das ist keine neue Entwicklung. Arbeit hat angenehme Seiten: Herausforderung, Spannung, Befriedigung im Falle des Erfolgs. Ein gutes Spiel ist quasi der Extrakt dieser angenehmen Seiten. Darin liegt der Unterschied zum Arbeitsalltag, wo (je nach Tätigkeit) auch ein mehr oder weniger großer Teil von lästigen Dingen beigemischt ist.

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MirkoG 03.12.2017, 13:47
9. Brillen-Gequatsche

Mit dieser Brille und der Sicht auf die Dinge könnte man nahezu jede Freizeitaktivität so umschreiben. Ein selbstverliebter Text, der mit Scheuklappen und rosa Brillen geschrieben wurde. Irgendwelche Zitate bemühen und alles in eine Schublade zwängen ist einseitig, langweilig und inhaltslos. Das einzige was nach dem Eindampfen übrigbleibt ist die Selbstverliebtheit des Autors und die irrige Meinung, dass wer des Schreibens mächtig ist auch was zu sagen hat.

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