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Berlin: Politiker dürfen erstmals Facebooks Löschzentrum betreten
DPA

Anderthalb Jahre lang haben Politiker vergeblich versucht, die Löscheinheit Facebooks in Berlin zu besuchen. Nach SPIEGEL-Informationen öffnet der Konzern jetzt plötzlich doch die Türen.

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OhMyGosh 14.06.2017, 06:23
1. Na, so etwas aber auch!

Der heilige Zuckerberg Mark öffnet die Türen und gewährt (!) Zugang zu seinen Löschfahrzeugen! Un-glaub-lich, dieses Entgegenkommen. Da geht wohl endlich einmal einem sich und seine Position völlig überschaätzenden Dödel das Gesäß ein wenig auf Grundeis. Könnte sonst teuer werden, gell, Mark? Von der Fürsorgepflicht für seine Mitarbeiter hat dieses Silicon-Hirn bislang ja wohl auch nicht viel gehalten. Tja, ist eben Fratzenbuch.

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GSYBE 14.06.2017, 06:59
2. erstaunlich

Das Erstaunliche ist mit welcher Leichtigkeit sich diese globalen Konzerne Kontrollen - sowohl von politischer wie auch von gesetzgeberischer Seite - entziehen oder diese zumindest verzögern und erschweren können.

Es sieht fast schon so aus als ob sich da Parallelregierungen etabliert haben.

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frankfurtbeat 14.06.2017, 07:31
3. warum ...

warum bedenkt man den Laden nicht mit einer "Löschsteuer" und löscht dann selber die anstössigen accounts/ Beiträge oder aber macht den laden gleich dicht? FB ist ein moderner Zeitfresser ohne Sinn ... der Masse gefällts.

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Rudra 14.06.2017, 08:00
4. Und Tschüss Meinungsfreiheit

Der eigentliche Skandal ist die Existenz eines "Netzwerkdurchsetzungsgesetzes" in Deutschland. Unsere, in aller Regel bei der Wahrheitsfindung sehr kreativen Politiker, haben sich ein legales Werkzeug geschaffen, um zu entscheiden, was Wahrheit ist - und das kurz vor der Bundestagswahl. FB hat gar keine andere Wahl und wird im Zweifel immer löschen. Und genau das ist von der Politik gewollt.
1933 mussten die unliebsamen Bücher noch verbrannt werden, heute geht das dann bequem per Knopfdruck im eigens eingerichteten Löschzentrum, dem ausführenden Organ. Mich würde noch interessieren, ob die Hoheit der Wahrheitsfindung noch Ex-Stasi Frau Frau Kohane untersteht oder schon direkt an die NSA ausgelagert wurde?
Auch wenn dieser Beitrag , wie die meisten systemkritischen, die Öffentlichkeit nie erreichen wird, ist es unsere Pflicht für die Meinungsfreiheit zu kämpfen.

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freudentanz 14.06.2017, 08:25
5. Reg: Und Tschüss Meinungsfreiheit

Sehr guter Beitrag und offengestanden bin ich auch überrascht das ihr Beitrag veröffentlicht wurde.

Das Wort Meinungsfreiheit setzt sich aus zwei Wörtern zusammen und leider ist es uns Deutschen noch nicht gelungen die vielschichtige Meinung des Wortes Freiheit auch gedanklich umzusetzen. Ob mir braune Faschos, pöbelnde rassistische Stammtischproleten, Frauen oder Schwulenhasser, etc, etc auf den Senkel gehen ist nicht der Punkt!
Eine deutsche American Civil Society Liberties Union ist dringenst notwendig in D.
Den inzwischen sind wir wieder da wo wir meistens in D sind. Politiker sagen uns was richtig und was falsch ist.

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Kurt2.1 14.06.2017, 08:25
6. .

Einerseits kann ich verstehen, dass Facebook natürlich die Daten, die dort niedergelegt sind, schützen will und muss.
Es gibt aber keinen Grund, den Teil der Struktur des Unternehmens, der hier in D existiert, unter Geheimhaltung zu stellen. Das weckt Misstrauen.
Es fordert den Staat geradezu auf, das Unternehmen zu kontrollieren, da es offenbar völlig intransparent ist. Bei der Gelegenheit muss auch ein Blick in die Bücher stattfinden.

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mwroer 14.06.2017, 08:26
7.

Zitat von GSYBE
Das Erstaunliche ist mit welcher Leichtigkeit sich diese globalen Konzerne Kontrollen - sowohl von politischer wie auch von gesetzgeberischer Seite - entziehen oder diese zumindest verzögern und erschweren können. Es sieht fast schon so aus als ob sich da Parallelregierungen etabliert haben.
Ich verstehe ja durchaus dass viele Menschen die Regierung für allmächtig halten. Ist sie aber nicht.

Anders gesagt: Wenn Frau Merkel Zugang zu unseren Serverräumen fordern würde, käme auch ein 'Nö' als Antwort. Auch die Regierung braucht dafür eine Begründung und die beizubringen dürfte schwer werden denn letztlich gehen da jetzt 10 Leute mit wichtigen Mienen durch ein oder zwei Großraumbüros.

Toll!

Löschungen sind immer subjektiv. Wo fängt Hetze an? Wo Hass? Wo Ausländerfeindlichkeit? Ab wann ist er/sie ein Stalker? Sind nackte Babys die von den Eltern nach dem baden in die Kamera gehalten werden schon Porn oder einfach nur nasse Babys?

Es geht darum die technischen Möglichkeiten zu prüfen die da sind um zu löschen was nicht öffentlich werden darf oder soll. Das erreicht man aber nicht mit einem Besuch in irgendeinem Büro sondern mit den entsprechenden Zugangsrechten zur Software und den Systemen.

Nichts davon kann der Staat erzwingen. So wenig wie er Ihnen einfach befehlen kann ihre Wohnung durchsuchen zu lassen. Dafür muss der Staat einen Grund haben. Einen guten. Den hat er bei Facebook nicht - der Fall von Facebook liegt in Eurer Hand liebe Mitforisten. Abmelden - fertig.

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valmel 14.06.2017, 08:34
8. Politikerbesuche

Die kommen bei uns auch regelmäßig vorbei. Sie bekommen ein paar hübsche Bilder und Präsentationen gezeigt und hören sich einen Vortrag an. Bringt unterm Strich genau nichts.
Was glauben die, bekommen die bei FB zu sehen? Einblicke in das System? Guter Witz! Die bekommen vom Marketingchef warme Worte erzählt wie toll alles ist und das wars. Steuergeldverschwendung.

An Zuckerbergs Stelle würde ich sämtliche deutsche Büros einfach schließen. Das Netz ist schließlich international. Wer "Hass und Fakenews" nicht sehen will kann es so machen wie ich - einfach nicht bei den (a)sozialen Medien anmelden.

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genugistgenug 14.06.2017, 08:47
9. Politiker Naivität?!

Was wollen die in einem 'Löschzentrum' sehen? Wie die Bits und Bytes ihre Löschausrüstung angelegt bekommen, mit kleinen roten Autos über die Festplatten rasen um die Texte herauszumeißeln?
Oder wollen die sich nur profilieren und kostenlos frühstücken?
Hinetr Löschmechanismen stecken logische Abläufe die überall ablaufen können und vermutlich auch in Billig(st)lohnländern gemacht werden. Dochzu sehen gibt es außer ein paar Stühlen/Tischen/Monitoren sicher nichts. Denn die Algorithmen sind einerseits garantiert geheim und andererseits sind die Politiker damit überfordert.
Vermutlich wollen die nur zeigen 'Wir können das große Facebook zwingenuns reinzulassen'. Dabei vergesen sie, dass sich die FB Bosse garantiert die Schenkel klopfen weil sich gewisse Personen so veraxxxxen lassen. Und auch die Grundregel 'das Problem sitzt immer vor dem Computer' scheint Politikern völlig unbekannt zu sein. Immerhin dürfte es nun eine Chance geben die Abkürzung DAU (dümmster anzunehmender User' abzukürzen, mit 'Politiker'.

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