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Bertelsmann-Studie: Kaum jemand weiß, was ein Algorithmus ist
DPA

Ampeln steuern, Paare zusammenführen und festlegen, welche Werbung man zu sehen bekommt: Das alles machen Algorithmen. Einer Studie zufolge weiß trotzdem kaum jemand, was es mit den Programmiergebilden auf sich hat.

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macb 23.05.2018, 16:26
30. Das Problem unserer Zeit

nichts wissen-aber zu allem seinen Senf dazu geben.Wer nichts weiß, muß halt alles glauben......
Man betrachte nur einmal die vielen Foren und den dort abgelieferten Schwachsinn!

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rational_bleiben 23.05.2018, 16:30
31.

Ob Algorithmen gut oder schlecht sind... Krass. Vielleicht sollten wir nicht die Verbreitung von Wissen über Algorithmen diskutieren, sondern weshalb die Gesellschaft so brutal verdummt, dass es weh tut. Wie kommt man dazu, in einer Studie solch eine brutal dumme Frage zu stellen? Was ist los an den Universitäten? Oder war die Studienfrage doch anders formuliert?

Und welche "vollautomatisierten Entscheidungen"? Ein Algorithmus ist eine Handlungsvorschrift, der folgt auch ein Automechaniker beim Ölwechsel, oder die Angestelle beim Einwohnermeldeamt, die heute nach Vorlage von Mietvertrag und Ausweis meine neue Adresse ins System eingepflegt und mir eine Meldebescheinigung ausgehändigt hat. Einen Teil der Handlungsvorschrift hat die nette Dame selbst ausgeführt, einen Teil hat der Rechner übernommen. Haben die Autoren der Studie das wirklich so oberflächlich gefragt oder hat der Autor schwach recherchiert bzw. relevante Informationen nicht wiedergegeben?

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kfp 23.05.2018, 16:38
32. Algo-waaaas?

Eine Frage war, "ob Algorithmen gut oder schlecht sind"? Das klingt mir eher so, als ob die Studien-Designer selbst nicht wirklich so sicher sind, was es diesen merkwürdige Konstrukten auf sich haben könnte. Und wer entschied eigentlich, ob die Befragten "Algorithmus" korrekt definieren könnten? Jemand, der selbst nicht ganz dieses Mysterium durchblickt und bestimmte Stichworte abhakt, oder jemand, der solide beurteilen kann, ob die Definition einigermaßen passt, auch wenn sie die offizielle Standardantwort nicht trifft, aber trotzdem Sinn macht?

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ithaqua 23.05.2018, 16:39
33. Es ist immer wieder das gleiche..

Wie lapidar wurde schon immer besonders mit der Mathematik umgegangen? Es wurde gewitzelt, dass das ja alles so theoretisch sei und niemand damit so richtig klar käme und später braucht man das ja eh alles nicht mehr.
Im Ergebnis treffe ich immer wieder auf Menschen, die an einfachen arithmetischen Operationen scheitern. Wenn jemand unfallfrei Prozentrechnung betreibt oder einen Dreisatz löst, bin ich mitunter schon überrascht.

Wenn jemand dauernd völligen Stuss zu historischen Ereignissen erzählt, oder die Grammatik seiner Muttersprache aufs Übelste missbraucht, wird er völlig zurecht als Trottel angeshen.
Mathematik auf Niveau der sechsten Klasse nur dürftig zu beherrschen, ist allerdings irgendwie gesellschaftsfähig.
Wenn wir uns nicht dahin kommen, dass wir begreifen, dass Mathematik spätestens jetzt in unserer sich digitalisierenden Welt eine der wichtigsten Bildungskomponenten ist, wundern wir uns noch in 20 Jahren darüber, dass nur knappe 10% überhaupt in Worte fassen können, was ein Algorithmus ist.

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stefan1904 23.05.2018, 16:39
34.

Zitat von Mr.Slytherin
Was Sie da beschreiben (Nudeln kochen) kann man höchstenfalls mit einem Makro vergleichen (d.h. eine Abfolge, die stets gleich bleibt) - keineswegs aber mit einem Algorithmus, der ständig Veränderungen durchläuft, weil er ansonsten nutzlos wäre.
Ein Makro, beispielsweise eine For-Next-Schleife, kann also kein Algorithmus sein?
Ein Algorithmus muss folgende zwei Eigenschaften besitzen:
1. Der Algorithmus muss bei denselben Voraussetzungen das gleiche Ergebnis liefern.
2. Die nächste anzuwendende Regel im Verfahren ist zu jedem Zeitpunkt eindeutig definiert.

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derjonny 23.05.2018, 16:40
35. Algorithmus? Logik!

Auch wenn die Entwicklung und Verfeinerung von Algorithmen in der Informatik von entscheidender Bedeutung sind, ist der Begriff doch schon deutlich älter als diese. Eigentlich ist er eher ein Gegenstand der Mathematik bzw. Logik und nicht zwingend an ein Stück Software gebunden.
Selbst für den praktischen Hausbau könnte man auf einem Papierbogen Algorithmen definieren, die einem zu jedem Wunschhaus einen optimalen Ablaufplan von erforderlichen Arbeitsschritten liefert. Fragen wie "Brauche ich einen Keller?" (Verzweigung), "Grundstück in Hanglage oder Ebene?", "Brauche ich zwei oder vier Stockwerke?" (Schleife, oder als Fremdwort Iteration), "Gussbetonbauweise oder Blockhütte aus Holz?" führen zu unterschiedlichen Arbeitsschritten, wie um beim Beispiel Keller zu bleiben "tiefes Loch buddeln un danach Fundament gießen" die mal notwendig, mal überflüssig sind um das Problem "Haus fertigstellen" zu lösen.

Kurz jeder Mensch entwickelt und benutzt im Laufe seines Lebens Algorithmen wenn auch meist ohne sich derer wirklich bewusst zu werden. Ohne diese Fähigkeit wären wir gar nicht in der Lage Probleme zu lösen. Und es ist nicht einmal ein Alleinstellungsmerkmal des Menschen Algorithmen zu entwickeln.
Von daher ist das Studienergebnis politisch nicht ernst zu nehmen. Viele Antworten wie z.B. auf die Frage nach dem allgemeinen Verbot vollautomatischer Softwarealgorithmen vertieft einfach nur den Eindruck kompletter Ahnungslosigkeit worüber man eigentlich redet. Hier ist dringend Aufklärung zu leisten also muss die Politik aus der Studie einen Bildungsauftrag ableiten und kann den Rest getroßt ignorieren. Algorithmen an sich sind weder gut noch schlecht und im Alltag absolut unentbehrlich. Es gibt aber durchaus moralische Fragen, die die Einschränkung/Regulierung von Algorithmen zweckmäßig erscheinen lassen wie z.B. die Frage programmierter Diskriminierung von Minderheiten oder autonom handelnder Kampfmaschinen.

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manskyEsel 23.05.2018, 16:40
36. ...verstanden!

Ich muss mich um nix kümmern, denn die Rechner machen alles Notwendige. Wer sie z.B. für Spotify programiert, ist nicht wichtig: Hauptsache, ich frage nicht nach Sachen, die nicht angeboten werden, obwohl es derer dank Algorithmen genug gibt und sie immer mehr werden.

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myname2000 23.05.2018, 16:45
37. Zauberwürfel lernen...

...hilft gegen das unwissen. Der Würfel lässt sich durch eine Reihe einfacher Algorithmen lösen.

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tobi.oe 23.05.2018, 16:58
38. Armes Deutschland

73% der Bevölkerung fordern, die wirklich interessanten Algorithmen zu verbieten... während lediglich 10% wissen, was Algorithmen überhaupt sind!

Und zu den zahlreichen Foristen, die meinen, mathematische Funktionen sind kein passendes Bild zum Thema... schonmal ein Algorithmus entwickelt, der mehr als "Hallo Welt" kann?

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scoopx 23.05.2018, 17:07
39. Das weiß doch jeder!

Algorithmus? Das ist ein Modetanz! Stammt aus Memphis, Tennessee. War vor 60 Jahren hip. Eng verwandt ist der Logarithmus äh -rhythmus. Er wird oft verwechselt mit den Yoga-Rhythmus, eine komplizierte tanz-ähnliche Yoga-Übung.

Nichts für ungut. Wie man vor einem Tanz Angst haben kann, ist zwar seltsam, aber es ist alles schon vorgekommen. Die Nazis hatten ja auch Angst vor Jazzmusik und haben sie verboten.

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