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Biometrie beim Bezahlen: Mastercard testet Kreditkarte mit Fingerabdrucksensor
Mastercard

Zum Bezahlen braucht man vielleicht bald keine Pin-Nummer mehr: Mastercard experimentiert mit Kreditkarten inklusive Fingerabdruck-Scanner - und sagt damit Konkurrenten wie Apple den Kampf an.

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axel_spon 20.04.2017, 19:36
1. Das Gegenteil von Sicherheit

Hoffentlich macht das nicht Schule!
Der Fingerabdruck ist auch nichts anderes als eine Datei. So wie die Passwörter oder die Sicherheitsabfragen zum Passwort zurücksetzen, die Unternehmen immer wieder nicht verschlüsseln (vor allem Letztere) und die sich Unternehmen - vor allem ganz Große - regelmäßig zu Millionen klauen lassen. Mit Letzteren kann man dann das Passwort, das keiner kennt ganz leicht durch jedes eigene ersetzen.
Was aber mache ich, wenn mein digitalisierter Fingerabdruck kompromitiert ist und der ist Eintrittskarte und Authorisierung zu vielem, was brisant oder teuer ist? Bisher haben Unternehmen uns dann zum Passwortwechsel aufgefordert. Selbst die, die die Passwortfragen verloren hatten. Lass' ich mir dann in so einem Fall den Zeigefinger eines Spenders verpflanzen?

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Georg_Alexander 20.04.2017, 19:54
2. Solange kopierte Fingerabdrücke

schon ausreichen, die Sperre zu knacken, dürfen diese Sensoren keinesfalls eingesetzt werden.
Nichts ist leichter, als einen Fingerabdruck von irgendeiner Oberfläche abzunehmen: Grafitpulver, Pusten, Foto, Fotoshop, Drucker, (hier steht das eigentlich interessante ;-) -> fertig!
Oder müssen wir ab dann immer Handschuhe tragen?

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basti8403 20.04.2017, 20:08
3. ApplePay

Hierzulande ist ApplePay noch nicht offiziell verfügbar, sondern lediglich mit einem Workaround zu nutzen. Von schleppend zu sprechen ist somit schon etwas irreführend. Ansonsten großartige Idee und Brückentechnologue für die Generation, die gern statt Wearables und Smartphone noch auf Karte setzt!

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km_spon 20.04.2017, 20:20
4. Technik Hintergrund

Das es mit Fingerabdrücken Probleme geben kann, wurde schon gesagt ...
Technik steht zwar prinzipiell im Artikel, aber vielleicht nicht ganz verständlich:
Die Abdrücke werden NUR auf der Chipkarte gespeichert; durch Auflegen des Fingers auf den Sensor wird, bei positiven Ergebnis, die aktuelle Transaktion freigegeben, deswegen muß dazu die Karte in einem Lesegerät stecken; damit sind auch nur Lesegeräte geeignet, wo ein Teil der Karte noch herausschaut.
Damit spielt zumindest die Passwort-Schluderei bei den Firmen keine Rolle.

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NewYork76 20.04.2017, 21:19
5. Pin Nummer?

Kann mich bitte jemand aufklaeren wo man eine PIN nummer beim bezahlen mit Kreditkarte braucht? Das kenne ich aus den Staaten nicht.

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derschlauefrank 20.04.2017, 21:31
6.

Ist auf alle Fälle sicherer als eine Pin. Eine verlorene Kreditkarte kann so nicht mehr so leicht missbraucht werden und Skimming klappt nicht mehr.

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Pumkin 20.04.2017, 21:34
7. Es geht ja nicht nur um den Fingerabdruck

Zitat von axel_spon
Hoffentlich macht das nicht Schule! Der Fingerabdruck ist auch nichts anderes als eine Datei. So wie die Passwörter oder die Sicherheitsabfragen zum Passwort zurücksetzen, die Unternehmen immer wieder nicht verschlüsseln (vor allem Letztere) und die sich Unternehmen - vor allem ganz Große - regelmäßig zu Millionen klauen lassen. Mit Letzteren kann man dann das Passwort, das keiner kennt ganz leicht durch jedes eigene ersetzen. Was aber mache ich, wenn mein digitalisierter Fingerabdruck kompromitiert ist und der ist Eintrittskarte und Authorisierung zu vielem, was brisant oder teuer ist? Bisher haben Unternehmen uns dann zum Passwortwechsel aufgefordert. Selbst die, die die Passwortfragen verloren hatten. Lass' ich mir dann in so einem Fall den Zeigefinger eines Spenders verpflanzen?
Nicht ganz, zumindest bei ApplePay wird nicht der Fingerabdruck abgeglichen, sondern lediglich das «ok» gegeben. Die Daten werden nicht gespeichert und könnten auch nicht abgegriffen werden (Secure Enklave).
Dass das den Kreditkartenunternehmen nicht passt, ist schon klar, denn die möchten natürlich das Kaufverhalten, was, wann, wo gekauft würde mit einem Benutzerprofil verknüpfen und DAS wird dann ganz sicher gespeichert. Also merket: Fingerprint-Verifikation ist nicht immer das selbe, auch wenn es auf den ersten Blick den Eindruck macht.

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meier12 20.04.2017, 21:46
8.

"Und nicht zuletzt warnen Datenschützer davor, für ein bisschen mehr Bequemlichkeit biometrische Merkmale preiszugeben: Schließlich sind dies Informationen, die wir ein Leben lang behalten werden." Die richtige Antwort beendet den Bericht. Aber die Menschheit wird diesen neuen Karten nicht entgehen. Es geht für die Unternehmen, die diese Karten an die Banken verticken, um ein - wahrscheinlich - Milliardengeschäft. Es ist für den Erhalt des produzierenden Unternehmens dabei enorm wichtig, wieder ein gerade eben doch noch unsichere Ident-Methode zu entwickeln, damit man zwei Jahre später den nächsten Kartenmüllberg auf den Markt werfen kann. Gerade dürfen wir uns noch freuen, mit von jedem Handynutzer ausspähbaren Karten mit RFID-Chips herumlaufen zu dürfen (für die man noch extra natürlich nicht von den Banken mit ausgegebenen Schutzhüllen kaufen darf), da kommt die "Fingerabdruckkarte". Nun, ich hoffe, dass die Bürgerinnen und Bürger nicht irgendwann beim Zahlungsprozeß an der Kasse mit einem Töpchen in den Nebenraum gebeten werden oder der Kassierer einen weißen Kittel trägt und nach dem Durchziehen der Waren das Set für die Entnahme einer Blutprobe zückt. Für Kreditkarte mit Fingerabdruck darf man jedenfalls endlich (muss man dann wohl) als Kreditkartenbesitzer auch noch die Fingerabdrücke "freiwillig" bei der Bank abliefern (was gaaaaanz sicher keiner Datensammlung irgendeiner deutschen Ermittlungsbehörde eröffnet wird). Da Mastercard diesen Unsinn produzieren will, erlaube ich mir die offensive Frage, ob das Projekt zur Herstellung der ultimativ kopiersicheren Kreditkarte eigentlich schon abgearbeitet ist. Es gab keins? Dachte ich mir.

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Zitrone! 20.04.2017, 21:53
9.

Zitat von basti8403
Hierzulande ist ApplePay noch nicht offiziell verfügbar, sondern lediglich mit einem Workaround zu nutzen. Von schleppend zu sprechen ist somit schon etwas irreführend. Ansonsten großartige Idee und Brückentechnologue für die Generation, die gern statt Wearables und Smartphone noch auf Karte setzt!
Tja, da bin ich offensichtlich älter, als Sie sich überhaupt vorstellen können. Ich setze am liebsten auf ... Bargeld.
Übrigens hatte ich mal eine Hauterkrankung, die meine Fingerabdrücke auf Monate hinaus zerstört hat. Sind selbst nach Jahrzehnten noch nicht wieder so ausgeprägt wie ursprünglich.

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