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Biometrie: Für Windows 10 braucht man kein Passwort mehr
Corbis

Anwender von Windows 10 brauchen sich keine Passwörter mehr zu merken. Stattdessen sollen sie sich beispielsweise per Fingerabdruck ausweisen. Dass soll mehr Komfort und Sicherheit bringen - wenn die Hardware mitspielt.

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m_s@me.com 18.03.2015, 12:09
1.

Ein Fingerabdruck kann den Schlüsselbund beziehungsweise genauer gesagt das dort hinterlegte Passwort freischalten. Es ist aber irreführend zu sagen, dass man kein Passwort braucht. Ein Fingerscanner funktioniert nämlich nicht immer in der Praxis, das hat etwas mit der Lebensrealität des Anwenders zu tun, der z.B. nasse Hände haben kann. Oder hat ein Pflaster auf dem Finger. Dann kann man natürlich seinen Account mit dem dort hinterlegten Passwort freischalten. Alles andere wäre ziemlich fatal: Läge da kein Passwort, wäre der Rechner je nach Zustand des Fingers unbrauchbar und wäre gesperrt.

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buschgespenst 18.03.2015, 12:11
2.

Ich wage zu bezweifeln, dass die Fingerabdruckmethode sicherer als die Passwortvariante ist.

Zum einen hinterläßt man tagtäglich seine Fingerabdrücke. Wer will, kommt da ran und kann sie sich klauen. Türklinken, Gläser, Tassen, Computermaus, etc ...

Zum anderen würde ich einem System (und damit ja dem Hersteller und im Grunde dem ganzen world wide web) meine Fingerabdruckdaten geben.

Das halte ich gelinde gesagt nicht für schlau!

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CaptainSubtext 18.03.2015, 12:11
3.

"Die Daten seien auf dem jeweiligen Gerät gespeichert und nur dort.

Mit Windows Hello soll auch Passport eingeführt werden. ... Statt mit einem Passwort könnte man sich dann mit seinem Fingerabdruck oder ähnlichem bei einem Internetdienst anmelden."

Die Daten sind nur auf dem Gerät gespeichert ich brauche sie aber nochmal um mich bei Internetdiensten anmelden zu können. Hexerei? Oder habe ich was verpasst?

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romanpg 18.03.2015, 12:17
4. neuheit?

Und was soll daran jetzt die große Neuheit sein? Das gab's vor etlichen Jahren schonmal, als Windows Vista eingeführt wurde. Damals hatte auch jeder Laptop einen Fingerabdruckscanner. Wirklich durchgesetzt hatte sich das damals aber wohl nicht.

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cor 18.03.2015, 12:24
5. Unsicher

Jeder hat nur einen Fingerabdruck, den man nicht ändern kann. Wenn die Fingerabdruck-Daten also einmal irgendwo im Netz landen, war es das also mit der Sicherheit.

Mal abgesehen davon wurde schon mehrfach gezeigt, wie einfach es ist, Fingerabdrücke zu kopieren. Nicht nur von Gegenständen, die man berührt hat, sondern auch per Kamera:
http://www.spiegel.de/netzwelt/web/31c3-hacker-warnen-vor-fingerabdruck-sicherungen-a-1010493.html

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Pixopax 18.03.2015, 12:24
6.

"Hacker könnten sich Zugriff auf diese biometrischen Signaturen verschaffen und damit das ganze System aushebeln, versucht Belfiore zu zerstreuen. Die Daten seien auf dem jeweiligen Gerät gespeichert und nur dort."

Ha ha ha...
Sehr witzig, denkt der Mann eigentlich nach? Millionen PCs sind teil der Botnetze, damit für den jeweiligen Hacker voll ausbeutungsfähig, das erste was in Zukunft bei solchen PCs gemacht wird ist die Biometriedaten der Nutzer aus zu lesen, wird ja jetzt auch gemacht, die im Browser & co. gespeicherten Kennwörter werden so erbeutet und erlauben diverse Logins.

Jetzt kann man da noch ein Passwort ändern, mit der neuen Technik ist man rettungslos verloren.
Und...man sollte mal nachdenken aus welchem Land diese Firma kommt! Microsoft hat damit Zugriff auf alle biometrischen Daten seiner Kunden, damit hat die NSA direkten Zugriff auf all unsere Zugangsdaten, das macht denen das Leben entscheidend leichter, denn Passwörter können Sie nicht aus unseren Köpfen auslesen, Fingerabdruckdaten sehr wohl aber aus dem PC.

Finger weg kann ich da nur raten.

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Fred Widmer 18.03.2015, 12:30
7. Komischer Artikel - Biometrie am Rechner seit 10 Jahren

Hmm, ich kann mich an Laptops von 2005 erinnern, die man mit Fingerabdruck entsperren konnte. Was immer lustig war, wenn es mal nicht funktionierte und der Anwender sein Passwort vergessen hatte, da er es "nie gebraucht" hatte.

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phisama 18.03.2015, 12:31
8. Fingerabdruck ist Unsinn

Fingerabdruck allein lässt sich einfach austrocknen, wie mit von Gläsern angenommenen Abdrücken bewiesen wurde. Da ist die Aussage, daß die Daten das Gerät nie verlassen würden, nicht mehr als Vernebelungstaktik.

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wll 18.03.2015, 12:34
9.

Sehr gute Idee! Besonders da die meist vergleichsweise schlicht konstruierten biometrischen Scanner in handelsüblichen Consumergeräten bei Sicherheitstests bislang schlecht abgeschnitten haben. Bei Fingerabdrucklesern reichte ein per Tesafilm von einer glatten Oberfläche (z. B. Trinkglas) abgenommener Fingerabdruck (bessere Geräte prüfen beispielsweise, ob Blutzirkulation vorhanden ist oder lesen dreidimensional) und Irisscanner liessen sich schon mit einer hochauslösenden Fotografie überlisten.

Da ist mir doch das gute, alte Passwort um Längen lieber. Mit etwas Hirnschmalz bei der Passwortvergabe lassen sich die Dinger auch ohne weiteres merken...

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