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Bundestagswahl 2017: Hacker zerlegen Wahl-Software
DPA

Die demokratische Wahl ist in Deutschland ein fast heiliger Prozess: Gewählt wird per Stift, gezählt per Hand. Aber beim Zusammenrechnen kommt doch Software ins Spiel. Dann wird es undurchsichtig - und bedenklich.

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imo27 07.09.2017, 11:06
1.

Mein Vertrauen in unser manuelles Auswertungssystem ist auch sehr erschüttert, seitdem erhebliche Differenzen beim Nachzählen offensichtlich wurden, sofern überhaupt mal vorgenommen. Die Ergebnisse lassen durchaus auch auf bewusste Manipulationen schließen.
Die Lösung wäre meiner Meinung nach, sowohl elektronisch als auch manuell das Ergebnis zu ermitteln. Damit wäre ein Höchstmaß an Sicherheit gegeben.
Es spricht doch nichts dagegen, alle Wahlscheine nach dem manuellen Auszählen durch einen Scanner laufen zu lassen und die Ergebnisse zu vergleichen.

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mielforte 07.09.2017, 11:09
2. Dann muß man sich um das Ergebnis wenigstens keine Sorgen machen

Ich kann nicht erkennen, wo es beim Zusammenrechnen bedenklich werden kann. Einfach addieren, fertig. Die Demokratie hat mit Menschen zu tun, deshalb sollten auch Menschen und nicht Maschinen diese Willenserklärung erheben. Denn nicht nur Menschen, auch Maschinen machen Fehler.

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dennis_berber 07.09.2017, 11:12
3. Große Teile des Bundestages stehen bereits fest

Dadurch das die Parteien das Personalmonopol innehaben und entscheiden, wer überhaupt bei der Wahl antreten darf, handelt es sich eher um ein Abnicken, denn um eine Wahl. Und da zumeist lang "gediente" Abgeordnete auf die lukrativen Plätze kommen, haben wir einen schönen angepassten Bundestag mit starker Neigung zur Konformität. Da wäre eine Manipulation geradezu aufregend und interessant, wenn die CDU und SPD für kurze Zeit hinter den anderen Parteien liegen würde.

https://www.finwir.de/politik/wer-wird-im-deutschen-bundestag-wirklich-repraesentiert/

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Freidenker10 07.09.2017, 11:17
4.

Naja, selbst das Auszählen per Hand ist vor Manipulation wie man in NRW bewundern durfte nicht geschützt! Gab es vor ein paar Jahren nicht auch den Wunsch der Regierung Wahlcomputer einzuführen? Dieses Thema ist hoffentlich vom Tisch! Ehrlich gesagt verstehe die Eile bei Wahlen auch nicht so ganz. Warum ist es so wichtig das Wahlergebnis binnen weniger Stunden zu haben? Warum werden die Wahlergebnisse nicht vor Ort gezählt und dann ganz altmodisch und ohne Computer und Internet und somit Manipulationsfrei an einen bestimmten Platz transportiert und dort zusammen gezählt? Dann Hätte man das Wahlergebnis halt einen Tag später, wäre das so schlimm?

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Shoxus 07.09.2017, 11:22
5. Nö eigentlich

Zitat von mielforte
Denn nicht nur Menschen, auch Maschinen machen Fehler.
macht der Mensch der vor der Maschine sitzt die Fehler. Die Maschine führt nur befehle aus. Und das ziemlich präzise. Gebe ich natürlich schwachsinnige Befehle ein, kommt am Ende eben nur Quatsch raus.

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eisfuchs 07.09.2017, 11:24
6. Was soll diese Untergangsstimmung?

Wieso wird gleich von Katastrophe gesprochen, falls vorläufige Zahlen nicht korrekt sind aber die endgültigen völlig richtig? Einzig auf die kam es immer an. Das ist völlig übertriebenes Aufbauschen.

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usa911 07.09.2017, 11:26
7. Ofline Rechner nutzen!

Es ist doch ganz einfach, wie diese Rechner sicher genutzt werden können. Der Rechner wird eigenst dafür angeschafft, ist kein einziges mal in einem Netzwerk aktiv und alles wird per Hand und Datenträger an Software von original Hersteller aufgespielt. Dann müssen zwar die übermittelten Ergebnisse von Hand eingegeben werden aber man kann sicher sein, das dieser Rechner sicher ist.
Ansonsten kann es immer zu persönliochen manipulation kommen, aber diese sind ja nachvollziehbar und kontrolierbar, da ja die Rohdaten von Hand gekommen sind. Dauert die Ermittlung des Ergebnisses halt 2-5h länger was keinen stört, da ja die aktuelle Regierung immer noch im Amt ist und es nicht einen Regierungsleerstand gibt

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rolz-reus 07.09.2017, 11:30
8. Wozu braucht man hier auch nur einen einzigen Komputer?

Das Wahllokal zählt von Hand aus und gibt das Ergebnis telefonisch weiter an die städtische Zentrale. Die gibt das Gesamtergebnis telefonisch weiter an die Landeszentrale. Alle Zentralen geben es weiter nach Berlin an den Bundeswahlleiter. Wie? Na wie zuvor auch telefonisch. Dann rechnet der gute Beamte die Zahlen zusammen, wendet ein wenig Bruchrechnen an und schon ist das Ergebnis da. Die Forschungsgruppe Wahlen kann die Ergebnisse dann ja in einen Rechner eintippen und der macht dann noch tolle Statistiken und tolle Grafiken. Aber noch mal: Man braucht hier keinerlei Technik die es nicht auch 1925 schon gab!

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varlex 07.09.2017, 11:30
9.

Zitat von mielforte
Ich kann nicht erkennen, wo es beim Zusammenrechnen bedenklich werden kann. Einfach addieren, fertig. Die Demokratie hat mit Menschen zu tun, deshalb sollten auch Menschen und nicht Maschinen diese Willenserklärung erheben. Denn nicht nur Menschen, auch Maschinen machen Fehler.
Tippfehler, Rechenfehler etc. etc. etc.

Wenn die Software gut ist, macht diese noch eine Gegenprobe, ob die Ergebnisse plausibel sind und kann das melden. (z.B. Gesamtstimmen größer als abgegebene Stimmen).

Bei den Menschen kommt es eben drauf an, wie ernst sie diese Aufgabe nehmen und wie konzentriert sie arbeiten. Da kann es erhebliche Unterschiede geben.

Letztlich ist eine softwareunterstützte Auszählung nicht verkehrt. Nur das "Denken" darf man nicht vergessen. (Beim Eintipper und Auswerter)

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