Forum: Netzwelt Community-Kartenprojekt: Openstreetmap kuschelt mit Microsoft
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Ist kostenlos besser als teuer? IT-Firmen haben für Milliarden Anbieter digitaler Landkarten gekauft, nun macht ihnen ein Kostenlos-Angebot den Rang streitig. Das Community-Projekt Openstreetmap bekommt Unterstützung von Microsoft und übertrumpft teileweise die kommerzielle Konkurrenz. zum Artikel Antworten
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#1 01.12.2010, 12:01 von Mirko D. Walter

re

Manchmal tickt mir so ein Gedanke im Kopf herum, wieso eigentlich Straßenkarten nicht von den Behörden, die selbige ja schlussendlich planen und/oder anlegen lassen, kostenfrei verfügbar gemacht werden müssen. Immerhin haben wir das durch unsere Steuern/Abgaben bereits bezahlt...

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#2 01.12.2010, 12:04 von ex_t_kunde

keine Konkurrenz zwischen OpenStreetMap und TomTom, Nokia da nicht navigationsfähig

Die Qualität von OpenStreetMap (OSM) ist (innerhalb Deutschlands) hervorragend und gerade in den im Bericht genannten Nischen unübertroffen: Vor allem für Fussgänger und Radfahrer ist das Kartenmaterial von OSM sehr viel detailliert als das von NavTeq oder TeleAtlas (die beiden Unternehmen wurden von Nokia und TomTom aufgekauft, machen aber die eigentliche Arbeit der Datenerhebung), da letztere nur an den Autofahrern interessiert sind. Selbst die Leerungszeiten von Briefkästen sind in OSM vermerkt.

Aber umgekehrt braucht sich der SPON Autor keine Sorgen machen, dass damit die gewaltigen Kaufsummen von Nokia und TomTom verloren seien. Für den eigentlich lukrativen Markt der Navigationsgeräte besitzen letztgenannte Grosskonzerne noch immer das Monopol da die OSM Daten nur sehr bedingt zur Navigation taugen. Zwar sind für Deutschland fast alle Strassen verzeichnet, aber oft ohne Fahrtrichtung, ohne Einbahnstrassen oder Vorfahrtsregeln etc. Und damit sind die Daten für die Software von Auto-Navigationsgeräten nur sehr eingeschränkt nutzbar. Also bitte keine Konkurrenz herbeireden wo es keine gibt. Wenn irgendjemand Nokia und TomTom Konkurrenz macht, dann Google die kommerzielle Geodaten im grossen Umfang aufkaufen um sie dann kostenlos online zu stellen - aber nicht die aufopferungsvollen OSM Aktivisten die in ihrer Freizeit Geodaten für das Gemeinwohl erheben.

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#3 01.12.2010, 12:25 von wetzer123

Insbesondere

ist OpenStreetMap das einzige Kartenwerk neben dem unglaublich teuren Garmin Karten mit denen man gescheit Fahrradtouren planen kann.

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#4 01.12.2010, 12:40 von diefreiheitdermeinung

Ach ja - Waldwege

das mag fuer eine Minderheit durchaus interessant sein ist aber derzeit eher unwesentlich. Viel bedeutender ist, dass Openstreetmap Laender abdeckt (z.B. in Suedostasien) fuer die es von den grossen Anbietern ueberhaupt Nichts gibt. Wer also dahin reist und ein Mietauto faehrt kann sein Navigationsgeraet (bei Garmin Geraeten geht es anscheinend besonders gut) mitnehmen und sich die Karte z.B. von Malaysia etc. gleich auf das Geraet laden. Die eigene Erfahrung war jedenfalls sehr gut mit dieser Methode, auch wenn es Luecken in kleinen Staedten auf dem Land (oder besser: im Dschungel) gibt.

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#5 01.12.2010, 12:54 von MarkH

ooo

Zitat von sysop
Ist kostenlos besser als teuer? IT-Firmen haben für Milliarden Anbieter digitaler Landkarten gekauft, nun macht ihnen ein Kostenlos-Angebot den Rang streitig. Das Community-Projekt Openstreetmap bekommt Unterstützung von Microsoft und übertrumpft teileweise die kommerzielle Konkurrenz.
es kommt auf den Zweck einer Karte an.
Eine Straßenkarte ist mit GPS-Pfaden, die in einer Community erzeugt werden sicherlich gut abgedeckt.
Nur irgendwann geht der Community das Geld aus, und dann werden die Freiwilligen zunehmend den Spaß an Ihrem Hobby verlieren.
Microsoft buttert ja erst dann dazu, wenn schon etws vorhanden ist ;)

Aber sind wir mal ehrlich. Straßenpfade lassen sich aus Luft- und Satelittenbilder noch viel schneller erzeugen.
Nur enstsprechende Institutionen sind staatsnah, und bekommen eben kein Geld von Microsoft ;o)))

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#6 01.12.2010, 13:14 von no_mainstream

Beispiel für ein gescheitertes Wiki-Projekt

Zitat von ex_t_kunde
Die Qualität von OpenStreetMap (OSM) ist (innerhalb Deutschlands) hervorragend
Sorry aber nach einem Jahr Erfahrung mit OpenStreetMap Material auf PC, Iphone, GPS Geräten ist für mich dieses Projekt ein Beispiel dafür das eine "Open Community" von Amateuren eben doch keine professionellen Kartographen ersetzten kann. Es ist eben nicht damit getan ein paar Waldwege abzuradeln und in eine Karte einzusetzten.

- Sehr oft sind Datensätze nicht zusammenhängenend, d.h. die Goethestrasse in Hamburg oder sonst wo wird nicht als ein Vektor eingefügt was Routing schwierig bis unmöglich macht.
- Das Suchen nach Orts-Namen liefert oft falsche Ergebnisse, Strassenamen+Ort suchen ist fast unmöglich
- Die Kartendarstellung ist einfach unsäglich schlecht und verwirrend egal welchen Renderer man einsetzt. Gerade *weil* jeder Wald- und Wiesenweg oder (schlimmer noch) jede Grenze einer Kommune sichtbar ist.

Man kann es eingeschränkt fürs Radeln oder Wandern nehmen, ansonsten weiss ich jetzt warum TomTom oder Garmin soviel Geld verlangen.

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#7 01.12.2010, 14:16 von GM64

Ich kann auch nichts Gutes davon berichten

Zitat von no_mainstream
Sorry aber nach einem Jahr Erfahrung mit OpenStreetMap Material auf PC, Iphone, GPS Geräten ist für mich dieses Projekt ein Beispiel dafür das eine "Open Community" von Amateuren eben doch keine .....
Ich konnte die Open Street Map auch nicht auf mein Navi installieren. Und wenn ich an Microsoft Karten denke, dann fällt mir nur "langsam" ein.
Der große Vorteil von Google und alles drum herum ist, dass es ist leicht zu programmieren ist und funktioniert auch auf langsamen Rechnern.
Habe mal so eine Microsoft Silverlight Anwendung auf einer Homepage erlebt. Das war ein Desaster. Das hat ewig gedauert. Also verwenden konnte ich es nicht.
Da versuchen zwei Wankende einander Halt zu geben.
Ich muss schon sagen, dass ich meine Garmin Topo Karte gerne gekauft habe und sie auch das Geld wert war.
Und mit Google habe ich auch nur die beste Erfahrung.
Es gibt ja auch Michelin und alle möglichen Karten, aber ich nehme doch immer Google.
Ist ja nett, dass es openstreetmap gibt, aber ich bin damit noch nie glücklich oder fündig geworden.
Bei Google habe ich dann immer auch Panoramio und kann dann gleich die Bilder sehen.
Aber was noch nicht ist, kann ja noch werden.
Vielleicht schreibt mal einer wie man so ein Openstreet Image auf ein Etrex Vista Navi spielt.
Ich habe das Image auf eine Karte kopiert, aber das Navi war nicht beeindruckt.

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#8 01.12.2010, 14:39 von Peddersen

....naja....

...also ich habe seit ungefähr einem Jahr zum Wandern usw. eine Openstreetmap auf meinem GPS. Da hab ich mir eine Datei auf den Speicherchip des Gerätes geladen und hab somit ganz Deutschland (zumindest die schon bearbeiteten Gebiete) komplett mit Wander- Rad- Feldwegen usw drauf. In den Gegenden, in denen ich mich bis jetzt bewegt habe, ist jeder Strommast, jeder Altglascontainer usw. drauf - also Straßen- und Wanderkarte in einem.
Und das beste ist: auch auf den Waldwegen kann man ROUTEN.
Die Routingfunktion ist m.E. auch auf der Straße problemlos und richtig - zumindest hat sie das gleiche Ergebnis wie ein normales Autonavi. Das kann natürlich in anderen Gebieten auch anders sein.
Die Abbiegeankündigungen, Zieleingaben usw sind natürlich nicht so komfortabel wie beim Autonavi - ist aber auch den Besonderheiten des Handhelds geschuldet.
Also ich bin begeistert.

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#9 01.12.2010, 14:43 von Almoehi

.

Ich nutze die OSM Karten auf einem Garmin GPS Gerät. Hauptsächlich für Mountainbiketouren. Bin sehr begeistert, so ziemlich alles was ich bisher abgefahren bin war auch auf der Karte, egal wie klein der Weg war. Im Westen der Republik sind die Kartendaten jedenfalls sehr gut.
Erwähnenswert ist auch die OpenSeaMap der gleichen Community, die kostenlose Seekarten erstellt und anbietet. Für den Hobbysegler durchaus sehr sehr brauchbar und konkurrenzlos billig (umsonst) im Vergleich zur Konkurrenz oder offiziellen Digitalen Seekarten.

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