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Dash Buttons: Oberlandesgericht München verbietet Amazons WLAN-Bestellknöpfe
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Seit 2016 bietet Amazon in Deutschland seine Dash Buttons an. Ein Münchner Gericht hat das Bestellkonzept jetzt für unzulässig erklärt. Der Konzern spricht von einem "innovationsfeindlichen" Urteil.

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Nachdenker123 10.01.2019, 16:53
1. Innovationsfeindlich

Ja mal wieder Vollhonks auf den Richterbänken. Es sollte jedem selber überlassen bleiben ob er sowas nutzt. Aber soviel ökonomische Freiheit und Privatautonomie geht ja nun wirklich nicht.

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Hyacinth 10.01.2019, 16:55
2. Das Urteil halte ich auch für zurückgewandt

Wer sich den Dash-Button zugelegt hat, weiß, was er sich ins Haus geholt hat und schätzt den Komfort, für den er sicher einen höheren Preis zu zahlen bereit ist! Da gerade bei Amazon Bestellungen auch noch binnen einiger Stunden storniert werden können (Mail teilt mit, was zu welchem Preis bestellt wurde), kann ich weder Verbraucherberatung noch Gericht verstehen.

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dasgrosseM 10.01.2019, 17:00
3. Ich werde alt ...

Braucht die Welt wirklich sowas? Bisher ist das Amazon-Angebot an mir vollkommen vorbei gegangen - Ich gehe sowieso lieber analog einkaufen und hatte ein echtes Gespräch mit einem echten Menschen und konnte ein (wahrscheinlich) echtes Stück Käse probieren.
Das würde ich mit DashButton tatsächlich vermissen ....

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53er 10.01.2019, 17:04
4. Wer so dumm ist

und sich diese Buttons an den Kühlschrank klebt (mit entspr. WLan-Freigabe) dessen neue Freundin heißt sicher auch Alexa. Was das mit Innovation zu tun hat ist fraglich, eher mit Fauheit und einem gewissen Mangel an Durchblick. Wer weiß schon wie oft der Button gedrückt wurde, ruckzuck hat man zehn Pakete vom bekannten Waschmittel im Haus. Zu welchem Preis? Egal, gekauft!

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Crom 10.01.2019, 17:10
5.

Zitat von dasgrosseM
Braucht die Welt wirklich sowas? Bisher ist das Amazon-Angebot an mir vollkommen vorbei gegangen - Ich gehe sowieso lieber analog einkaufen und hatte ein echtes Gespräch mit einem echten Menschen und konnte ein (wahrscheinlich) echtes Stück Käse probieren. Das würde ich mit DashButton tatsächlich vermissen ....
Den DashButton nutzt man für wiederkehrende Käufe. Für die brauch man weder ein Beratungsgespräch noch eine Kostprobe.

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senapis 10.01.2019, 17:14
6. Vollhonks? Von wegen!

Sollten sich die Einzelheiten der bei der Dash-Buttonbestellung hinterlegten Einzelheiten wie Mengen oder Preise geändert haben, darf die Bestellung nicht automatisch ausgeführt werden. Nur so geht Verbraucherschutz! Abzocke durch unübersichtliche Füllmengen/ Preise o.ä. gibt es schon jetzt zu viel. Superpseudoangebote muss ich nicht dem Hersteller zu leicht machen!

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zeichenkette 10.01.2019, 17:15
7.

Zitat von dasgrosseM
Braucht die Welt wirklich sowas? Bisher ist das Amazon-Angebot an mir vollkommen vorbei gegangen - Ich gehe sowieso lieber analog einkaufen und hatte ein echtes Gespräch mit einem echten Menschen und konnte ein (wahrscheinlich) echtes Stück Käse probieren. Das würde ich mit DashButton tatsächlich vermissen ....
Ich brauche so etwas zwar auch nicht, aber bei immer wiederkehrenden Käufen, die letztlich nur lästig sind, wird einem das Einkaufserlebnis wahrscheinlich mehr bringen, wenn man diese Zeit für etwas nutzt, was man gerne und seltener kauft. Wobei ich in meinem Fall all dieses Bestellen eh nicht gebrauchen kann, da kommt dann ein Paket immer dann, wenn ich nicht zuhause bin und dann muss ich es ja doch irgendwo abholen. Da gehe ich es doch besser sofort kaufen, wenn ich Zeit habe. Aber dass es Leute gibt, die sowas als Komfort schätzen, kann ich mir durchaus vorstellen.

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noalk 10.01.2019, 17:16
8. Warum verbieten?

Es hätte doch gereicht, den Bestellt-Habenden (ist das genderkorrekt?) ein volles Rückgaberecht mit voller Kostenerstattung und gegebenenfalls Entschädigungsanspruch zuzusprechen.

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Gluehweintrinker 10.01.2019, 17:17
9. Sich mit Wonne den Monopolisten ausliefern

Na klar. Waschmittel auf Knopfdruck. Was noch? Toilettenpapier? Ich sitze auf der Schüssel und dann fällt mir auf, dass das letzte Blatt verbraucht ist und mich die leere Papprolle frech angrinst. O Schreck. Schnell drücke ich also den Amazon-Knopf und warte dann ab, bis die Lieferdrohne mir die Klorollen durchs Fenster wirft? Wer braucht so einen Schwachsinn? Und vor allem - welcher sogenannte "Technik-Affine" benutzt so etwas, denn DASS solcher Mist genutzt wird, daran dürfte kaum ein Zweifel bestehen, denn sonst würde Amazon es nicht anbieten. Sind wir schon so weit degeneriert, um unsere wenigen Kaufentscheidungen für die Dinge des täglichen Bedarfs nicht mehr analog abwickeln können?

Was kommt als nächstes? Die Smartwatch überwacht Körperfunktionen und Hormonhaushalt, bestellt bei vermuteter Schwangerschaft Milchfläschchen, Sabberlätzchen und Windeln und falls Wolllust attestiert wird, werden Kondome geliefert oder auch Rosen und Sekt für die Wining-And-Dining-Anbahnung? Ach, ist das schön,. wenn man das Großhirn auslagern und einem jetzt schon viel zu omnipräsenten Monopolisten noch jede letzte Zuckung seiner verbliebenen Synapsen zur Verfügung stellt.

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