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Daten-Leak bei Politikern und Prominenten: Sechs Mythen über den "Hackerangriff"
imago/ photothek

Private Daten Hunderter Politiker, Prominenter und Webstars stehen im Netz: Der Donnerstagabend bekannt gewordene Daten-Leak sorgt weiter für Wirbel. Doch nicht alles, was man dazu hört, ergibt Sinn.

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claude 07.01.2019, 14:23
1. Freundeskreis

Zuerst mal Gratulation für diesen guten, objektiven Artikel.
Ein wichtiger Faktor wird erwähnt, der bisher zu kurz gekommen war:
Gerade bei E-Mail Adressen oder Telefonnummern muss absolut kein naives Fehlverhalten von Betroffenen vorangegangen sein.
Es reicht völlig aus, dass sich irgendwo im Freundeskreis eine einzige Person befindet, die leichtsinnig gehandelt hat. So fällt dann halt schnell mal ein ganzes Adressbuch mit allen Kontakten in die Hände der Hacker. Hier ist viel Sensibilisierung notwendig, zumal wenn es um Kontakte zu öffentlichen Personen.
Sich von den sozialen Medien ganz zurückzuziehen, ist auf Dauer, für Politiker, keine Option. Das hiesse ja vor eventuellen politischen Gegnern kapitulieren. Nein, man kann Leuten, wie etwa Habeck, nur raten, zu lernen und sich näher mit der Materie zu befassen, sich von Fachleuten beraten zu lassen. Sich von Online-Auftritten zurückziehen, hiesse das Kind mit dem Bade auszuschütten.

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wi_hartmann@t-online.de 07.01.2019, 14:26
2. Hackerangriff

Welch ein Entrüstungssturm im Wasserglas. Telefonüberwachung
und Kontrolle des Internets gehören doch zum Standard unserer
"Freunde" aus Übersee.
Augenfällig ist dies in Bayern und bei genauem Hinsehen auch in
Berlin. Insofern zeigt sich jetzt das gezeigte Entsetzen als Heuchelei.

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desktopper 07.01.2019, 14:34
3. Nicht nachvollziehbar

Ich kann es wirklich langsam nicht mehr hören! Ständig wird nach solchen Attacken auf die "Politik" eingedroschen, auch wenn es sich, wie in diesem Fall, um "rein private Fehler" handelt (anders als in den sozialen Medien schon wieder verschwörungsspekuliert wird). Es ist nicht nachvollziehbar, wie die über- und unersättlichen Netzuser sich mal wieder billig aus der eigenen Verantwortung stehlen wollen und sie wohlfeil der Politik zuschieben. Jeder, absolut jeder, kann sich durch einfache(!) eigene Maßnahmen besser schützten als es die Politik je kann und können wird! Dazu muss kein einziges Gesetz geändert oder neu geschaffen werden. Dass ein gutes Passwort aus mindestens 12 Zeichen mit Groß- und Kleinbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen bestehen sollte, kann man einem 8-jährigen Kind in 2 Minuten verständlich erklären. Dass 90% der User diese Maßnahmen nicht ausreichend anwenden, ist reine Bequemlichkeit.

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trpaul65 07.01.2019, 14:35
4. Ich lach mich schon seit der ersten Meldung dazu schlapp ...

... naja , so witzig ist es mittlerweile nicht mehr, wir haben echt andere Sorgen als jetzt daraus den Hype des Jahrzehnts zu machen. Das war absehbar, selbstverschuldet und wird wieder passieren, wir fordern es täglich heraus.
Kindergarten.
Aber danke für den sachlichen Beitrag dazu.

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trpaul65 07.01.2019, 14:41
5. Hallo Claude ... bezgl 1

... wieso kann ein Politiker sich nicht persönlich von den sozialen Medien zurückziehen.
Ich mein ich weiß, heute ist alles anders als vor 30 Jahren, aber damals ging es sogar größtenteils noch ohne Handy.
Ich weiß, unvorstellbar für Leute die es nicht erlebt haben.
Ein Politiker kann ja einen öffentlichen Account haben, haben die meisten wohl auch .... der wird dann eh von Otto Normal gepflegt ... und es reicht völlig wenn sich dieser Account auf das bezieht was eben im Rahmen seiner Tätigkeit so anfällt. Ne Menge Leute die keine Politiker sind, aber clever, machen das genau so.
Aber privat braucht kein Mensch Facebook und Co. Er kann es wollen, aber brauchen ... sorry, no.

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Affenhirn 07.01.2019, 14:44
6. Des Kaisers neue Kleider

Leider nimmt dieser Artikel nicht Stellung zu der inzwischen weit verbreiteten Ansicht, dass hier nicht ein brutaler Hack vorliegt, sondern dass viele Daten nur aufgrund sträflichen Leichtsinns in Form von Standardpasswörtern à la 123... mehr oder weniger "eingesammelt" wurden, wo das so einfach ging.
Anscheinend wagt niemand, dazu relevant Stellung zu nehmen, denn damit würde ja ein Großteil unserer "Kaiser" doch ziemlich nackig dastehen. Dass ein Herr Habeck jetzt bei Twitter und Facebook aussteigen will, ist zwar eine heftige Reaktion in die falsche Richtung, sofern es Umgang mit Passwörtern betrifft - aber natürlich grundsätzlich die richtige Entscheidung, wenn es um den Schutz der Privatsphäre ganz allgemein geht.

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joe_ucker 07.01.2019, 14:46
7. Darstellung von Big Data

Ich finde diese Veröffentlung gar nicht mal so schlecht.
Hier wurde bzw. exemplarisch gezeigt, wie einzelne Datenschnippsel einen richtigen Schrecken erzeugen können.
Diese Zusammentragen der verschiedenen Quellen und die Art der Darstellung zeigt auch einen Umgang im Big Data denken.

Vielleicht ist den Menschen nun klar geworden, wie sicher die Sozialen Medien und die neuen technischen Geräten sind. Aber Schutz ist ja aus deren Sicht was für Looser.

Und Kompliment an die Redaktion: Toll und klug zugefasste Fakten.

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Abendsegler42 07.01.2019, 14:48
8. Prinzip Adventskalender

Eine Frage bleibt noch offen. Wenn ich Ende Dezember feststelle, dass im Adventskalenderprinzip Daten veröffentlicht wurden. Dann ist es doch leicht sich auch noch die anderen "geöffneten Türchen" anzuschauen. Wo war jetzt die Schwierigkeit fürs BSI die Tragweite zu erkennen?

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falrach 07.01.2019, 14:52
9. denn sie wissen nicht, was sie tun

Wer, wie die Betroffenen jetzt laut schreit, jammert und nach dem Staat ruft, hat immer noch nicht begriffen, dass es keine Privatsphäre im Netz gibt, es sei denn man hat die Daten eigenhändig und sicher verschlüsselt. Verantwortlich für den Datendiebstahl und an den Pranger gehörend sind in erster Linie diejenigen Politiker, Promis usw., die leichtfertig und unverantwortlich banale Sicherheitsregeln (sichere und niemals gleiche PW usw.), die seit Jahren auch hier bei SPON immer wieder gepredigt werden, meinen, nicht beachten zu müssen. Wer vertrauliche Daten, und dazu gehören insbesondere die Kontakte von Freunden und Bekannten, Twitter/Google/facebook/Amazon usw. anvertraut oder in irgendwelche Wolken hochlädt (ist ja so schön bequem), sollte die Finger von der Tastatur lassen und rechten Daumen und linken Zeigefinger von der Scheibe, denn sie wissen nicht, was sie tun.

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