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Debatten-Podcast von Sascha Lobo: Die Jungen machen einfach, worauf sie Lust haben
REUTERS

Die Jugendschelte ist der Neid auf eine neue Generation, die die Erfolgssymbole der Alten einfach ignoriert - das schrieb Sascha Lobo in seiner jüngsten Kolumne. Im Podcast reagiert er auf Kommentare, Fragen und Kritik der Leser.

Orthoklas 28.01.2018, 12:16
1. Sorry

Sorry, aber diese massiv beworbenen Debatten-Podcasts sind furchtbar langweilig. Nichts gegen Lobo. Doch scheint mir hier die digitale Form um ihrer Selbstwillen Rechtfertigung zu sein.

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Heinrichxxx 28.01.2018, 12:16
2. Nix Neues

Immer schon sagten die Jungen, dass die Alten es nicht mehr kapieren. Und immer schon beklagten sich die Alten über die Jugend, die nichts mehr leiste und sich nicht zu benehmen weiß. Und natürlich war es früher schwerer; heute kriegt die Jugend ja alles hinterhergeworfen. Seltsam ist: Das habe ich wortgleich auch in den 80ern gehört. Und natürlich bin ich auf das Jungsein neidisch und wäre es gerne vielleicht wieder. Aber im Nachhinein betrachtet, hatten wir, die Jugend der 80er, es leichter. Gerade weil es nur drei ?-Programme gab und kein Smartphone...

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poetnix 28.01.2018, 12:43
3. Wieso ?

Wieso sollte man neidisch auf die Jugend sein ?
Sie wird doch auch älter !
Oder ?
Neidisch nicht, aber kritisch, weil sie sich von der Stillstandpolitik der Aussitzerin hat einwickeln lassen.
Man hat das Gefühl, dass die Jugend sich nur noch um ihre eigene Wohlstandszukunft kümmern will und politisch/kritisches Bewußtsein die Ausnahme ist.
Schon Sokrates hat sich über die Jugend beschwerd.
Und dennoch hat sich die Welt weiter entwickelt.

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tomdabassman 28.01.2018, 13:04
4. Mangelnder Wettbewerb

Die Jugend ist zu jedem Zeitpunkt in der Geschichte im besten Fall leicht rebellisch gewesen und stellt die Alten völlig zu Recht in Frage. Zu meiner Zeit in den 70ern wurdest du aber irgendwann mal ins System reingezwungen, weil sonst schlicht Arbeitslosigkeit drohte. Mittlerweile bekommt die Jugend Ausbildungsplätze auf dem Silbertablett serviert, zur freien Auswahl. Das halte ich für bedenklich.

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kleinstaatengegner 28.01.2018, 13:12
5. Die Vereinzelung, die auf dem Bild dargestellt ist,

wird prekäre Arbeitsverhältnisse schaffen ( ich AG, befristete Verträge, Projektbezogene Verträge usw... ) Jeder Einzelne wird in Konkurrenz zu dem Anderen stehen und die Arbeit immer günstiger ausführen. Wie vorauszusehen ist, wird sich das Tablet und Smartphone von alleine bauen, die Kleidung wird sich selbst nähen, die Getränke und Speisen werden sich selbst erschaffen und servieren und und und. Die Arroganz dieser Menschen und ihre Missachtung anderer Tätigkeiten ist unerträglich. Sollte ihre elitäre Arbeitsselbstverwirklichung scheitern; werden die bezahlen müssen, die nicht immer Spaß hatten. Aber jeder muss seine Erfahrung selbst machen. Unsere Generation die 68 er und spät 68 er haben eine Gesellschaft geschaffen, die von Freiheit und Toleranz geprägt ist. Niemand wäre zufriedener, wenn eine noch gerechtere und friedlichere Welt geschaffen würde. Allerdings geht das, glaube ich kaum, mit Vereinzelung.

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Ulrich Z. 28.01.2018, 13:47
6. Die Jungen haben recht

Erst als Pensionär habe ich endlich die Zeit gehabt, mir genügend Zeit für mein Hobby und eine entschleunigten Zeitverlauf zu nehmen.
Vorher zählte nur der Beruf bzw. das Geschäft.

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VoKut 28.01.2018, 14:06
7. So unterschiedlich kann Wahrnehmung sein ;-)

Zitat von Orthoklas
Sorry, aber diese massiv beworbenen Debatten-Podcasts sind furchtbar langweilig. Nichts gegen Lobo. Doch scheint mir hier die digitale Form um ihrer Selbstwillen Rechtfertigung zu sein.
Nachdem mir Sascha Lobos Kolumne zu einseitig und langweilig wurde, hatte ich diese über mehrere Monate gar nicht mehr gelesen.
Nach Anhören des ersten Podcasts, der mir sehr gefiel, las ich den dazugehörigen Artikel, seit dem bin ich als Leser zurück.
Mir gefällt es sehr, wie Sascha seine Meinungen begündet bzw. den Ansichten seiner Leser begegnet.
Seit ich seine angenehme Stimme sowie seine Art zu sprechen schätzen gelernt habe, bin ich eher bereit, mich überzeugen zu lassen, und das ist sehr notwendig, denn ich stimme seinen Ansichten beim Lesen selten (vollumfänglich) zu.
Ich honoriere seinen Mut, sich zu stellen, sowie seine Fairness, Fehler seiner Denkweise zuzugeben, in Erwägung zu ziehen oder anzustreiten, je nach Sachlage.
Dank des Debattenpodcasts (den Sinn des Bindestrichs erkenne ich nicht) bin ich zur Überzeugung gekommen, dass man mit Sascha wohl sehr gut diskutieren kann, Argumente vorausgesetzt.
Da fallen mir sofort 2 Personen ein, von denen ich mir Ähnliches wünschte.

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dorettflorett 04.02.2018, 10:00
8. Sehr hilfreiche Analyse dessen...

..was zur Zeit „abgeht“/ sich rasant in größeren Unternehmen entwickelt. Alle Arbeitnehmer, die noch ein Stück Weg bis zum angepeilten „Eckrentner“ haben, wären gut beraten, das zu verstehen und offen zu bleiben. Auch für Eltern hilfreich, ihren scheinbar unsteten Nachwuchs zu verstehen. Man kann sich selbst Positives aus dieser Entwicklung abgewinnen - und entdeckt eine völlig neue Welt. Die Debattenpodcasts von Sascha Lobo sind immer sehr lang und mir manchmal etwas zu „betulich“, schwer in einen Berufsalltag noch zu integrieren, aber dieser hier hat mich von vorne bis hinten gefesselt. Vielen Dank!

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perfekt!57 06.02.2018, 23:33
9. Naja,

dann machen die sogenannten Jungen eben, was sie eben so machen, aber wen interessiert das schon? denn die Masse dieser Jungen macht doch nun einmal auch wieder nur, was Junge eben so machen, unreifen, jungen Quatsch also, sich ausprobieren mit Anfängertum, und wer will das schon noch mal wiederholen, wenn er es schon längst hinter sich hat? Nein, die Älteren sind heute jünger als je zuvor - und zwar obwohl sie teilweise hart gearbeitet haben. Und zu Recht geben Sie nichts ab - einfach nur auf verbal vermittelte Anspruchshaltungen anderer hin, denn 'Anspruchshaltung zu beherrschen' lernt sich eben viel leichter, als 3000 Vokabeln, damit man eine weitere Fremdsprache leidlich gut spräche. Und außerdem betrifft es doch sowieso nur 'diese ganzen Idioten von irgendwas mit Medien' - wer was Richtiges gelernt hat und gerne arbeitet, findet gerade in dieser Zeit leicht einen guten Platz in der deutschen Arbeitswelt egal ob er 28 48 oder 58 Jahre alt ist.

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