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Digital Detox im Selbstversuch: Offline ist auch keine Lösung
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Produktiv sein, obwohl ständig der Blick aufs Smartphone lockt: Im Podcast "Netzteil" testet Angela Gruber, wie man ein gutes Verhältnis von Online- und Offline-Zeit findet - und welche Tricks helfen.

Onkel Drops 24.07.2018, 20:18
1. digitales entgiften

hab ich dauernd... die working Station daheim offline (safety first: no LAN/WLAN) . das Smartphone ist auch nicht Dauer online und einmal im Jahr heißt es eine Woche Camping da darf es zwar mit, aber deaktiviert im Rucksack (nur für Notfälle). also ich sterbe nicht davon!!! aber es gibt ja auch die smartphonezombies die durch die Stadt schlürfen ohne groß ihre Umwelt noch wahrzunehmen. die bei Netz Ausfall Panikattacken kriegen und die durchdrehen wenn jemand ihre Ergüsse liest aber nicht binnen 5 Minuten beantwortet. mir gefällt das real life viel besser,es riecht,schmeckt und kann ohne Hardware genutzt werden. es ist permanent 3d und die Auflösung ist einfach super duper jenseits 4k , ganz ohne Bildschirm oder 3d Brille. wo es das gibt? überall ! ich habe nichts gegen neue Technologien, ich repariere sie sogar oder baue komplette Rechner und das Internet ist meine Bibliothek für modernes wie altes. ich trage auch keine Armbanduhr mit led Beleuchtung, ich liebe Opas alte Taschenuhr mit Handaufzug und Leuchtziffern! da ernte ich stets die erstauntesten Blicke wenn man an der Kette zieht und der Deckel aufspringt. Handy is dagegen als Uhr wirklich zu klobig und total uncool. ich denke ich bin garnicht vergiftet und es ist eigentlich ganz easy. wie war es damals zu wow Topzeiten,da sie leben nur noch online und null Kontakte zur Außenwelt... hmmm Nein , das sind die Smartphone Zombies und die ungesunde Körper Haltung ist tausendmal schädlicher wie der schmerzenden Zockerfinger. die kriegen nichtmal den Kopf bis in den Nacken, kein Scherz, man braucht nur nach oben zeigen und sagen wow was ist das den. testen sie es mal...

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MannAusmNorden 25.07.2018, 08:26
2. Hab mich etwas entgiftet

In meinem Urlaub (auf Balkonien) habe ich das auch mal gemacht: Smartphone hing am Kabel und war da sehr glücklich, Smartwatch lag auf dem Schrank und war irgendwann bei 0% Akku. Dadurch kamen die Nachrichten nicht mehr "sofort" bei mir an, sondern wurden auch gerne mal erst um 18 Uhr Abends gelesen. Tat sehr gut. Mal an den Strand ohne Handy? Warum nicht, wenn mir was passiert gibt es ja viele Menschen die ein Handy haben und Hilfe holen können. Es war sehr entspannend. Und daher würde ich es allen empfehlen.

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acitapple 25.07.2018, 09:57
3.

Erstaunlich wie immer noch gegen die böse, digitale Neuwelt gewettert wird. Gerne von Leuten, die aus einer anderen Zeit stammen, wo man noch ohne Internet und Handy "überleben" konnte. Trifft auf mich auch zu, nur verteufele ich das nicht. Es ist eben eine Weiterentwicklung. Man stelle sich solche Vergleiche zu früherer Zeit vor:

-Es geht auch ohne Waschmaschine
-Wer braucht einen Telefonapparat, es gibt doch die kaiserliche Post
-So ein Motorkraftwagen kann nie meine Kutsche ersetzen
-Glühbirnen berauben uns der Romantik des Kerzenscheins

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shardan 25.07.2018, 11:25
4.

Zitat von acitapple
Erstaunlich wie immer noch gegen die böse, digitale Neuwelt gewettert wird. Gerne von Leuten, die aus einer anderen Zeit stammen, wo man noch ohne Internet und Handy "überleben" konnte. Trifft auf mich auch zu, nur verteufele ich das nicht. Es ist eben eine Weiterentwicklung. Man stelle sich solche Vergleiche zu früherer Zeit vor: -Es geht auch ohne Waschmaschine -Wer braucht einen Telefonapparat, es gibt doch die kaiserliche Post -So ein Motorkraftwagen kann nie meine Kutsche ersetzen -Glühbirnen berauben uns der Romantik des Kerzenscheins
Kann es sein, dass Sie den Artikel nicht zu Ende oder gar nicht gelesen bzw verstanden haben? Es geht überhaupt nicht darum, die digitale Welt komplett auszusperren und zu verteufeln. Es geht darum, ein gesundes Maß zu bewahren. Wenn ich einige meiner Kollegen sehe, die schon fast zwanghaft jede Minute zum Smartphone greifen und Mails/Facebook/Whatsapp oder was auch immer checken, kann man wohl sagen, dass das gesunde Maß überschritten ist. Ich bin selbst "Computerarbeiter", Systemadministrator in einem KMU. Als solcher sitze ich notgedrungen etliche Stunden am Tag zwischen PC und Smartphone. Ich bin heilfroh, wenn ich abends zuhause das ganze Zeug abschalten kann. Im Urlaub kommt das Smartphone zwar mit - als "Notrufsäule". Ansonsten ist es abgeschaltet. Ja ich nutze mein Smartphone. Das heißt nicht, dass ich mein Leben davon abhängig mache, jede Nachricht innerhalb einer Minute gelesen zu haben. Und genau darum geht es in dem Artikel: Das Smartphone und den PC sinnvoll ins eigene Leben zu integrieren. Dass viele Leute sich heute am Überangebot an Nahrung überfressen bedeutet ja im Umkehrschluss nicht, nichts mehr zu essen. Soviel zu Ihren unsinnigen Vergleichen.

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Sensør 25.07.2018, 12:50
5. dann ist es eigentlich schon zu spät

Selber habe ich ein Smartphone nie gebraucht, und ich kenne schon die ersten, die wieder abrüsten. Wenn man sich schon "austricksen" muss, ist es doch eigentlich schon zu spät, und man gehört in eine Suchtklinik. Ich würde mir auch wünschen, dass es die "Pottcasts" zum nachlesen gibt, ich arbeite hier am Bildschirm, und nicht vor Lautsprechern.

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cor 25.07.2018, 14:25
6. Das ist doch reine Symptombekämpfung

Digital detox ist der Versuch, einen vorangegangenen falschen Umgang mit digitalen Medien zu kompensieren, nur um dann wieder in denselben zurück zu kehren; Das eigentliche Problem passiert also schon vorher.

Mir fällt auf, dass viele Leute vor allem mit Ihrem Smartphone null umgehen können. Nichts wird gefiltert, sämtliche Notifications werden zugelassen. Keine Struktur in den eMails, Aufgaben und Kalender usw usf. Ergebnis: 24/7 "Belästigung mit unwichtigen Informationen" und die eigentliche wichtigen Aufgaben dauern deutlich länger.

Genau hier setze ich an. Beispiel: Mein FB Feed ist so stark gefiltert, dass ich exakt 30 Sekunden pro Tag auf dieser Plattform verbringe und trotzdem nichts wichtiges verpasse. Das selbe für Whatsapp und andere Messenger: Gruppenbenachrichtigungen sind sowieso ausgeschaltet und ich erhalte nur Notifications von Nachrichten wichtiger Personen.

Das funktioniert mit jeder Funktionalität/Plattform. Ergebnis: Ich habe nie das Gefühl, irgendeine digital detox Kur machen zu müssen und kann das Smartphone problemlos in der Hosentasche lassen und stundenlang nicht drauf schauen.

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karlkadaveraas 25.07.2018, 20:18
7. Ich bin ganz froh

das ich "dauerdetoxed" bin.

Habe vor gut zwei Jahren mal das Smartphone eines Freundes für einige Wochen im Tausch gegen mein NOKIA 1110 ausprobiert - und festgestellt das der ganze Smartphone-Hype mich so gar nicht mitnimmt.

Gut - mit Ü40 gehöre ich ganz sicher auch nicht mehr zur Zielgruppe der Spielzeughersteller - aber der "Mehrwert" des Smartphones hielt sich doch arg in Grenzen.

Ich wage sagar zu behaupten das sie Sprach- und Hörqualität meines NOKIA die seines Smartphones durchaus übertraf.
Und warum sollte ich im heimischen W-LAN auf einem 5-Zoll-Display "rumstochern" - wenn mein Tablet (Teclast) über 10 Zoll hat??

In der Konsequenz bin ich bei meinem NOKIA geblieben, habe dies inzwischen gegen ein Outdoor-Handy ausgetauscht, zahle 9 Cent je Minute, SMS oder Daten-MB (nutze ich nicht) im Prepaid - und finde das ganz gut so.

Mails lese ich zu Hause im W-LAN, Anrufe signalisiert mein Festnetztelefon durch vehementes Läuten - was will ich mehr.

Mir fehlt wohl das Selbstdarstellergen , finde ich aber nicht schlimm und kann ich mit leben.

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MarlinLu 26.07.2018, 15:08
8. Gesundes Maß erhalten

zum Stichwort "gesundes Maß an online Aktivitäten mit dem Smartphone" zu erhalten, kann ich die App "Appylyser" (www.appylyser.com) noch sehr empfehlen. Mit dieser App hat man seinen eigenen Smartphonekonsum bestens im Blick. Durch das Setzen eines Wochenziels wird man dann auch erinnert falls man das Ziel nicht erreichen sollte.
Und das tolle ist das nichts gesperrt oder verboten wird, alles funktioniert hier durch Selbstkontrolle und Eigenverantwortung.

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