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Digital-Versäumnisse der Großen Koalition: Sie sind der Souverän
dpa/dpaweb

Die große Koalition hat kein Interesse an einer digitalen Erneuerung der Republik, weil sie zu alt ist und vom Alten profitiert. Es wird Zeit, das zu ändern, über Parteidoktrinen hinweg - mit einer ganz einfachen Methode.

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koelneruwe 06.09.2017, 14:38
1. Senioren-Bashing

Das Senioren-Bashing des Autors wird immer unerträglicher. Ich bin 71 und schwerstbehindert, sodass ich sinnvoll nur im Internet "leben" kann. Dann sind die Lobo-Kommentare (alt=klapprig=zu doof fürs Netz) ziemlich asozial.

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techass 06.09.2017, 14:38
2. Danke!

Danke und nochmals Danke!
Bin zwar fast "Median"-Wähler, aber dieser Beitrag spricht mir aus der Seele.
Leider ist er viel zu harmlos geschrieben.
Die Parteien, die momentan die politische Macht konzentrieren, verbauen der nächsten und übernächsten Generation mit Absicht die Zukunft und endlose Chancen, weil sie Klientel-Politik für die Generation 60+ machen.

Darum ist der Aufruf, den jüngstmöglichen Kandidaten im Wahlkreis zu unterstützen genau richtig.
Vor allem überhaupt wählen zu gehen. Ich kann die vielen jungen Nörgler und Schulterzucker nicht verstehen, die ob der digitalen Wüste namens Deutschland laut aufschreien, aber bei den letzten Wahlen in keinem Wahllokal gesehen wurden.

In der Hoffnung, dass diese "digital Natives" auch mal aufwachen, nochmals Danke!

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eurocarlos 06.09.2017, 14:40
3. ... und was mache ich,

wenn der jüngste Direktkandidat in meinem Wahlkreis von der AfD ist? Das bringe ich nicht über's Herz, so sehr ich sonst mit Ihren Thesen d'accord bin!

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duncan_ 06.09.2017, 14:41
4. Sonnenschein

Sascha : Da war doch wohl mal was mit Postminister und Sonnenschein, warum wir am Kupfer hängen ... also Prä-Merkel - sozusagen.

Ansonsten finde ich muss man nicht soviel Zeugs streamen und könnte die Webseiten auch datenökonomischer programmieren. Dann flutscht es auch wieder.
OK, man könnte OS auch wieder in Assembler schreiben ... würde man vielleicht nicht soviel anfälligen JunkCode mit sich rumschleppen.

... na ja, die Zeiten sind wohl vorbei.
Hmm, ich gehöre zu der Zielgruppe -peng- und ich finde in der Tat, es gibt wichtigeres.
Gut getroffen - aber Sascha, Du solltest auch mal was anderes essen.

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keine-#-ahnung 06.09.2017, 14:47
5. Supiiiiieee, ich bin der exakte Median ...

... des deutschen Wahlvolkes - exakt 52 Lenze lasten auf meinem altersgebeugten Rücken! Mitten in der Hauptstadt eines ostdeutschen Bundeslandes hatte ich bis Ende 2016 nicht einmal die Chance auf ADSL, weder zu Hause noch auf Arbeit, da die Deutschen Telekomiker unser Stadtgebiet nach der Wende durchgehend mit OPAL-Technik beglückt hatten. Trotzdem hätte ich dank UMTS und LTE sogar "youtube-gucken" können. Aber warum? Dank eines public-WLAN habe ich in der Praxis meinen mail-server inhouse stehen - null problemo. Mit 16/4 Mbit/s. Was brauche ich dort mehr?
Jetzt habe ich dohoam 200/100 Mbit/s via ftth anliegen. Nach der IFA könnte ich mir da 1000/500 Mbit aufschalten lassen. Youtube schaue ich trotzdem nicht, mein Sozialleben spielt sich recht anlog ab und gebildet wurde ich an einer Universität, nicht durch Prof. Dr. Google - das hat mit Bildung auch wenig zu tun.
Glasfaser ist extrem teuer, und wer sagt denn, dass die darauf möglichen Kapazitäten in fünf oder zehn Jahren noch zeitgemäss sind.
In meiner Praxis tuckert nach wie vor das public-WLAN, obwohl auch dort die Glasfaser aus der Wand starrt. Warum? Weil ich meinen ISDN-Telefonanschluss solang als möglich erhalten will, um für meine Patienten durchgängig telefonisch erreichbar zu sein und nicht Brieftauben das Fenster öffnen muss, wenn den Telekomikern mal wieder Ihre DNS-server abgeraucht sind und WEDER Internet NOCH VOIP-Telefonie gehen.
In den Städten wird man Privathaushalte weiter schnell und kostengünstig und ausreichend über Funktechnologien auch zukünftig anbinden können, auf dem flachen Land kann man das IMHO mit Richtfunk auf eine entsprechend ausgebaute Funkzelle i.d.R. auch erreichen.
Dreh- und Angelpunkt sollte die Anbindung gewerblicher Verbraucher sein ... und um das zu realisieren, reicht eigentlich auch Schwarz-Gelb :-) . Und deshalb wähle ich nicht den jüngsten Kandidaten auf meinem Stimmzettel, sondern die AfD. Allerdings nicht, weil ich deren Digitalisierungskompetenz vertraue ... :-)

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olivers83 06.09.2017, 14:47
6. Schöne Analyse - Jetzt entsprechend handeln

Danke für diese Analyse. Der Verfall unserer Infrastruktur einerseits und verpassen des Aufbaus der zukünftigen Infrastruktur gefährdet massiv den Wohlstand der kommenden Generationen. Wenn man jenseits der etablierten schaut gibt es eigentlich nur 2 Parteien mit Digitalagenda und einem breiten, jungen Publikum. Die Piraten und Demokratie in Bewegung. Erstere haben sich bereits einmal vollständig zerfleischt, zweitere haben sich auf einen Wertekanon geeinigt und ein breites Programm für die Wahl auf die Beine gestellt. Einfach mal beide in den Wahl-O-Mat oder WahlSwiper nehmen und schauen wer einem besser zusagt.

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benny_na_lievo 06.09.2017, 14:48
7. Altersdiskriminierende Legende

Nein, das ist keine Frage des Alters. Ich administriere das Intranet eines Verbandes und kann nicht feststellen, dass immer die Jüngeren die internetaffineren sind. Es ist eben eine der vielen Legenden über das so junge und hippe Internet. Und mir geht diese Altersdiskriminierung mittlerweile auch gehörig auf die Nerven, dieser Unterton, spätestens ab 50 sei man rückständig, technikfeindlich, volksmusikhörend und irgendwie debil, dabei als baldiger Rentner die Portemonnaies der Jungen plündernd. Herr Lobo, Sie haben es doch bereits selbst benannt: Es geht nicht darum, wie wichtig das Internet und die dafür notwendige Infrastruktur sei, es geht um die Schwarze Null und um Konzerngewinne. Völlig alterslos. Und glauben Sie mal nicht, junge Menschen würden eine Partei wählen, die die Steuern für eine milliardenschwere Investition ins Netz erhöhen will. Da werden auch Junge ganz schnell ganz schmallippig und fürchten um ihren Urlaub. Mein Rat daher: Aktivieren Sie nicht einfach die Jungen, sondern die Klugen, Offenen und Weitsichtigen, selbst wenn die 80 sein sollten. Dann bin ich gerne dabei. So vergraulen Sie mich, den alten rückständigen Sack!

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Cochrane 06.09.2017, 14:48
8. Irgendwie

fragt man sich, wer die anderen 52jährigen sind? Herr Lobo hat eine Statistik weggelassen, die Wohlstandsverwaltung. Investitionen zehren am Wohlstand. Und wenn wir im Netzausbau so schlecht sind, warum haben diejenigen, die gut sind, keine besseren Wirtschaftsdaten? Digitalisierung ist oft ineffizient, die Kurzinfo-Kultur, WasAffen oder Emails zu schreiben, sind das beste Beispiel, ein kurzes Telefonat ist immer besser, zeitsparender, weil wir da verständlicher miteinander kommunizieren. Die Kunst, Briefe zu schreiben, geht verloren. Das ist ein Problem, weil wir in Worten denken. Formulieren wie schlechter, weniger treffend, denken wir auch schlechter, weniger treffend. Ich denke, Herr Lobo hat es einerseits korrekt analysiert, es ist ein politisches Problem der Privatisierung hoheitlicher Infrastruktur, was unseren vorteilhaften Föderalismus beschädigt, und gibt damit der Partei, die Linke, recht, die solche Privatisierungen verneint. Die Wirtschaftsliberalen in allen anderen Parteien, einschließlich der AfD, vergeigen es wieder. Die Hayeks haben noch nie ein Wirtschaftswunder gerissen. Da beißt auch der Spiegel keinen Faden ab. Den Zusammenhang mit dem Alter des Wählers zu ziehen, halte ich wiederum für zweifelhaft, es betrifft nur diejenigen, die vom Edel-Sozialismus der Regierungsparteien profitieren, wie zB die Mitarbeiter der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten, deren vornehmliches Ziel sie selbst sind. Und Herr Lobo lehnt aber die wenigen Alternativen hierzu wahltechnisch selber ab. Dann soll Herr Lobo doch mal Butter bei die Fische geben.

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hdudeck 06.09.2017, 14:48
9. Oh mein Gott, was fuer ein sinnfreier Artikel.

Altbekannte Argumente, die so sinnfrei sind, das man nicht weiss, ob man lachen, weinen, oder mit dem Autoren Mitleid haben soll. Da werden Laender als Beispiele angefuehrt, die weit weit hinter Deutschland im Welthandel, Produktion und ueberhaupt allem sind. Was hat denen denn die Digitalisierung bisher gebracht? Nichts, die sind noch genau da, wo sie vor der Digitalisierung waren. Warum? Ganz einfach, die Digitalisierung bring eben nicht den Schub an Produktivitaet, den uns manche glauben machen wollen. Und genau deshalb wird sie in Deutschland nur langsam kommen. Glasfaser ist kein Allheilmittel, es macht aus einem Gamer keine produktive Kraft, denn er Konsumiert nur. Jemand, der jetzt endlich Streamen kann, konsumiert und verhilft (meist) US Unternehmen fuer Umsatz.
Und ueberhaupt, ueberall wo ich hinkomme (und eben nicht nur D) wird ueber die enorme Leistungskraft der Millennials gelaestert, wenn es dazu kommt, Forderungen aufzustellen und Erwartungen zu haben, aber es zur Minimalisierung kommt, wenn es um eigene Leistungen geht. Mensch, bringt Euch endlich in die Gesellschaft ein, zeigt was in Euch steckt und hoert endlich auf rumzuweinen. Das geht gehoerig auf die Nerven und (zumindest von mir) bekommt Ihr nichts mehr geschenkt.

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