Forum: Netzwelt
Durchsetzung des Leistungsschutzrechts: VG Media reicht Klage gegen Google ein
dapd

Sie wollen Geld vom Internetkonzern: Im Auftrag von zwölf Verlagen hat die VG Media eine zivilrechtliche Klage gegen Google eingereicht. Mehrere große Online-Redaktionen haben sich der Leistungsschutzrechts-Allianz nicht angeschlossen.

Seite 1 von 3
wavejake 18.06.2014, 16:00
1. Hypokratie

Wer nicht will, dass seine Artikel bei Google angezeigt werden kann das ja selbst verhindern. No index, no follow! Nur nicht am nächsten Tag wundern wenn keiner mehr zum Lesen vorbeikommt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
westerwäller 18.06.2014, 16:27
2. Was soll das denn nun wieder ...

Zitat von sysop
Sie wollen Geld vom Internetkonzern: Im Auftrag von zwölf Verlagen hat die VG Media eine zivilrechtliche Klage gegen Google eingereicht. Mehrere große Online-Redaktionen haben sich der Leistungsschutzrechts-Allianz nicht angeschlossen.
Die haben doch zwischenzeitlich den neuen Bestimmungen von Google zugestimmt, sind weiter unter News vorhanden usw.

In den neuen Bedingungen steht aber, dass keine Vergütung gezahlt wird ...

Haben die jetzt den Vertrag gekündigt und Google zitiert sie weiter?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
snafu-d 18.06.2014, 16:28
3.

Zitat von wavejake
Wer nicht will, dass seine Artikel bei Google angezeigt werden kann das ja selbst verhindern. No index, no follow! Nur nicht am nächsten Tag wundern wenn keiner mehr zum Lesen vorbeikommt.
Oder noch einfacher für die gesamte site: die robots.txt verhindert zuverlässig, dass Google die Seite indiziert.

Wenn die Verlage mit ihrer Forderung durchkämen, ohne diese sehr einfachen dafür vorgesehenen technischen Mittel einzusetzen, dann wäre das m.E. Rechtsbeugung.

Andere Firmen zahlen viel Geld, um bei Google gut vertreten zu sein.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
kuehlmeister 18.06.2014, 16:32
4. na...

...bei den Blättern die diese Verleger rausgeben würde es wahrscheinlich noch nichtmal jemand merken wenn die nicht mehr in der Suche auftauchen. An Googles statt würde ich die gnadenlos sofort aus dem Index kicken, nach spätestens einer Woche kommen selbige angeheult und betteln um wiederaufnahme.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
georg69 18.06.2014, 16:57
5. Mal wieder ein Versuch, ...

... die eigene Ideenlosigkeit auf juristischem Weg zu kompensieren. Ohne Sachverstand auf Google einzuprügeln ist ja momentan populär und lenkt außerdem wunderbar von den eigenen Defiziten ab. Früher oder später wird sich das dennoch rächen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
MacKernobst 18.06.2014, 17:23
6.

Zitat von kuehlmeister
...bei den Blättern die diese Verleger rausgeben würde es wahrscheinlich noch nichtmal jemand merken wenn die nicht mehr in der Suche auftauchen. An Googles statt würde ich die gnadenlos sofort aus dem Index kicken, nach spätestens einer Woche kommen selbige angeheult und betteln um wiederaufnahme.
Neben der VG Media gibt es auch eine VG Wort. Wenn Sie beobachten, wer Ihren Besuch auf dieser Seite (also www.spiegel.de) trackt, so finden Sie neben Google Analytics (!) auch die VG Wort. Und wenn Sie dann auf dieser Seite die Suchfunktion bemühen, so finden Sie einen Bericht über die "Beziehung" zwischen der VG Wort und Google.
Danach lesen Sie den Artikel mit ganz anderem Verständnis...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Privatier 18.06.2014, 18:02
7. Dem verzweifelten Schrei, von seiner Suchmaschine komplett "vergessen" zu werden,...

Zitat von sysop
Sie wollen Geld vom Internetkonzern: Im Auftrag von zwölf Verlagen hat die VG Media eine zivilrechtliche Klage gegen Google eingereicht. Mehrere große Online-Redaktionen haben sich der Leistungsschutzrechts-Allianz nicht angeschlossen.
...sollte Google schnellstmöglich nachkommen.

Konsequent vollständig, Index-pflegend dauerhaft und vor allem für keinen, dereinst dann wieder demütig angekrochen kommend, reuig überreichten Bakschisch wieder umkehrbar.

MfG

Beitrag melden Antworten / Zitieren
vitalik 18.06.2014, 18:08
8. Nutzer

Zitat von sysop
Sie wollen Geld vom Internetkonzern: Im Auftrag von zwölf Verlagen hat die VG Media eine zivilrechtliche Klage gegen Google eingereicht. Mehrere große Online-Redaktionen haben sich der Leistungsschutzrechts-Allianz nicht angeschlossen.
Irgenwo kann man nachvollziehen, dass die Verlage irgenwie Geld reinbekommen wollen und viele Nutzer sind an dieser Situation mitschuldig. In einem Diskusionsvideo bei youtube hat der Moderator erzählt, dass wenn 10% der Adblock-Nutzer diesen ausschalten, der Seitenbetreiber locker 2 Leute mehr beschäftigen könnte.

Natürlich entschuldigt das nicht das Verhalten von VG Media.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Landkaertchen 18.06.2014, 23:18
9. Neben den technischen Möglichkeiten...

... sollten die Urheberrechtsprüfer mal nachdenken, ob diese winzigen Ausschnitte, die ja nicht mal inhaltlich durch Einfügen in neue "Werke" zu einem neuen schützenswerten Dokument führen, zu klein sind, um darauf das Urheberrecht anzuwenden.

In der Musik wird auch nicht das Urheberrecht verletzt, wenn sich eine Akkordfolge in einem anderen Lied wiederfindet. Es ist mehr intellektuelle "Masse" erforderlich, um von einer Verletzung des Urheberrechtes (stellt ja an sich eine Wiederverwertung schöpferischer Leistungen dar) zu sprechen.

Das Ganze ist letztlich die gleiche Masche, wie die öffentlichen Rundfunksender die Politik überzeugt haben, wegen der Verbreitung über das Internet die GEZ-Einnahmeart komplett zu ihren Gunsten zu ändern: Zuerst hat man ungefragt kostenlos (meist unwesentliche) Inhalte (teilweise auch in haarsträubender Qualität) ins Netz gestellt, um dann zu sagen, die "PC-Nutzer können unsere Sendungen ja jetzt auf dem Weg empfangen, also sollen sie Zahlen, egal ob sie die Daten empfangen oder nicht". Und das, obwohl es auch hier genau so technisch möglich wäre, den Nutzerkreis einzuengen.

Aber das ist ja nicht das Ziel. Man will einfach mehr Geld. Egal, ob die "urheberrechtlich geschützten Informationen" tatsächlich verwertet werden.

Eine Suchmaschine führt Nutzer zu Informationen, indem sie Suchanfragen mit Informationen geschickt verknüpft. Aber sie verwertet die Information nicht im urheberrechtlichen Sinne, weil sie NICHT den intellektuellen Wert (der ja nur geschützt ist) verwertet. Um es klarer zu sagen: Das Urheberrecht schützt nicht vor der Verwertung der Worte eines Textes, sondern vor der Verwertung des intellektuellen Inhalts, der mit den verwendeten Worten und Buchstaben nur transportiert wird.

Aber über so viel Intellekt, das auseinander zu halten, scheinen die Juristen in meinem Bundesland nicht gesegnet zu sein.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 3