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E-Sport: Wie Fußballvereine ins Gaming drängen
DPA

Wolfsburg und Schalke duellieren sich nicht nur in der Fußballbundesliga: Beide Vereine sponsern auch Profi-Gamer, in der Hoffnung auf Millioneneinnahmen. Traditionalisten und Gaming-Fans sind verstört.

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hubie 04.07.2016, 07:22
1. Verstört?

so bitte, icb bezweifle stark, dass Gamer davon verstört sind. Genauso wie ich bezweifle, dass Schalke und Co dort einfach mal ein paar Millionen abstauben. Gaming ist eine mittlerweile hart umkämpfte Sparte und z.B. Schalke einfach kein "Gewinnertyp".

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butlerking 04.07.2016, 07:31
2. Ich bin Schalke Fan und Mitglied.

Am Sonntag 26.06 wurde, mit deutlicher Mehrheit der anwesenden Mitglieder, beschlossen, dass eine 3/4 Mehrheit zur Ausgliederung der Profimannschaft nötig ist. Schalke will Verein, im Sinne es Deutschen Vereinsrecht bleiben. Da muss man sich andere Einnahme Quellen suchen als Scheichs und Superreiche. Was liegt da näher als der E-Sport? Die Jungs sitzen da schwitzen und der Plus geht in ungeahnte höhen. Was bitte soll da jetzt kein Sport dran sein?

Glück auf.

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robinchen001 04.07.2016, 07:58
3. Generationsunterschied

Ich habe kurz vor Beginn der LCS angefangen wieder LoL zu zocken und seitdem habe ich versucht jedes Spiel von Schalke zu verfolgen.
Anfangs nur interessehalber, ich meine Schalke mit LoL Team? Kann das funktionieren? Und man kann wirklich gut mit den Jungs mitfiebern.
Wenn ich mir die deutschen Twitch Streams zur LCS ansehe, fallen eigentlich nie negative Kommentare weil das Team "Schalke" heißt. Eher weil sie man eine Runde vergurkt haben. Die Kommentatoren nehmen den Namen eher zum Anreiz um mehr Stimmung zu machen, allen voran Maxim mit sämtlichen Instrumenten.
Für Leute die nicht mit Computerspielen aufgewachsen sind und heute auch keinen Bezug zu dem Thema haben außer "Mein Kind kommt immer zu spät zum Essen weil es zockt." ist die eSports-Schiene mit Sicherheit befremdlich. Das heißt aber nicht das sie schlecht ist! Ob man nun 90 Minuten Fußball auf den Fernseher guckt oder 2 Runden LoL die 90 Minuten entsprechen am PC nimmt sich nun wirklich nichts. (Und kleiner Hinweis an die verzweifelten Eltern, man kann LoL nicht pausieren. Das ist Live und ein Teamfight. Seit also lieber froh wenn eure Kinder das Team nicht im Stich lassen und sagt sie sollen nach der Runde zum Essen kommen).

Btw. das Schalke jetzt auf FiFa setzt finde ich mehr als passend. Eigentlich sogar näher am Urverein als LoL.

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wirep 04.07.2016, 08:10
4.

einerseits finde ich es gut und hege die hoffnung dass die e-sports dann die aufmerksamkeit bekommen, die sie verdienen.
andererseits befürchte ich, dass die finanzstarken teams dann nur noch aus zusammengekauften profis bestehen, die nicht mehr aufeinander eingespielt sind und dadurch die qualität der matches leidet.
trotzdem hoffe ich, dass die positiven aspekte überwiegen und gaming dadurch erstens eine lobby bekommt und zweitens dass man die spieler als das sieht was sie sind, nämlich profi-sportler, ähnlich golfern und schachspielern. nur irgendwie moderner :)

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ProbeersEinfach 04.07.2016, 08:39
5.

Das braucht noch etwas Anlauf, in anderen Ländern ist das ganze schon Volkssport, speziell in Asien steppt der Punk!

Hier in D wird man sich noch einige Jährchen mit Ewiggestrigen rumschlagen müssen, dieses Problem wird aber dann die Zeit von ganz alleine lösen.

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Brillenschlumpf 04.07.2016, 09:18
6. Wer Sucht sucht, der findet sie im ESports

Warum wird an keiner Stelle im Artikel angesprochen, dass der E-Sport insoweit eine Ausnahme ist, dass in dieser Disziplin keine Trennung zwischen psychopathologisch gestörter (Verhaltens-)Sucht und Mouse-Sport existiert. E-Sport lebt quasi davon, mit und für seine Mitgliedern eine pseudovirtuelle Realität des Größenwahn aufzubauen: Haste was, dann biste was. Sport, der von den meisten seiner Anhänger als exzessive Sucht betrieben wird, darf niemals ein Sport werden. Frei nach dem Motto: wer sticht die nadel am tiefsten rein.

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DoJo 04.07.2016, 09:22
7. Deutschland ist schon Europas e-Sport-Zentrum...

...nun ist es am Staat, den Fans und den Vereinen diesen Vorteil auch zu halten.
die EU LCS, die ESL (inkl. ihrer ONE-Turniere) und die größten europäischen Medienproduktion im Bereich eSports sitzen in DE und machen Millionenumsätze.

Ich hoffe einfach, dass die Politik nicht so dumm ist und diese Vormachtstellung mit idiotischen Regelungen und Verboten tötet, sondern dabei hilft diese weiter auszubauen.

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jingko 04.07.2016, 09:42
8.

Was mich bei e-Sports eigentlich viel mehr stört, ist die mangelnde Kontinuität und die damit verbundene Vergleichbarkeit.
Klar, auch der "normale" Sport unliegt einem gewissen Wandel. Nur: Fussball wird, auch mit Torlinientechnik und eventuell Videobeweis, immer noch Fussball sein. Schach wird man in der Form noch in 20 Jahren spielen.
D.h. die Leistungen gestern, heute und morgen sind vergleichbar.
Die Wahrscheinlichkeit, dass LoL noch in 10 Jahren in bedeutendem Umfang gespielt wird, ist dagegen relativ gering. Und damit fehlt dann eben (für mich)die Kontinuität. Klar kommen Nachfolgespiele, nur sind diese ja nur sehr bedingt mit den Vorgängern vergleichbar.

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NauMax 04.07.2016, 09:42
9. @6

Wo zieht man bei einem Hobby die Grenze zwischen Sucht und Zeitvertreib? Sollen ESportler eine Art "Realwelt-Partizipationsnachweis" führen, dass sie auch genug Zeit mit den Eltern, der Freundin, etc. verbracht haben? Wie wiel Zeit kann denn ein Profifußballer für die Familie oder für sonstige Hobbies aufbringen?

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