Forum: Netzwelt
E-Sport: Wie Fußballvereine ins Gaming drängen
DPA

Wolfsburg und Schalke duellieren sich nicht nur in der Fußballbundesliga: Beide Vereine sponsern auch Profi-Gamer, in der Hoffnung auf Millioneneinnahmen. Traditionalisten und Gaming-Fans sind verstört.

Seite 3 von 4
benmartin70 04.07.2016, 12:56
20.

Zitat von Brillenschlumpf
Da dies nachweislich falsch ist, haben Sie sich leider in meinen Augen jede Form von Diskussionskompetenz verspielt.
Selten sowas albernes gelesen.
Eine Sucht kann sich für nahezu alles entwickeln: Alkohol, Sex, Arbeit, Leistungssport, gefährliche Situationen.
Da ist eine Hervorhebung der Suchtmöglichkeit sowohl bei e-Sport als auch bei Computerspielen obsolet.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Brillenschlumpf 04.07.2016, 14:46
21. @20

Der Unterschied liegt aber darin, dass Alkohol und Sex nichts sind, mit dem sich heranwachsende 12-20 Stunden am Tag exzessiv beschäftigen. Und keine Mega-Multimilliarden-Unternehmen (namentlich Intel und AMD) hinter der Sexsucht stehen, um den Süchtigen den Eindruck zu vermitteln, dass man es als Dauerpotenter zu einem besseren Leben schafften kann. Für mich ist ESports die Verkörperung und Befeuerung eines Suchtverhaltens, das gibt es kein zweites Mal auf der Welt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
brehn 04.07.2016, 15:30
22. Schlicht und Einfach Falsch

Zitat von Brillenschlumpf
Der Unterschied liegt aber darin, dass Alkohol und Sex nichts sind, mit dem sich heranwachsende 12-20 Stunden am Tag exzessiv beschäftigen. Und keine Mega-Multimilliarden-Unternehmen (namentlich Intel und AMD) hinter ......
Soso, man kann sich also nicht mit Alkohol oder sex längerfristig beschäftigen? Da lehnen sie sich aber ganz gewaltig weit aus dem Fenster.

Weiterhin stehen, gerade beim Alkohol (aber auch bei Sex/Porno), auch hier große Konzerne dahinter welche mit der "Sucht" der Leute großes Geld verdienen.
Auch beim Esports / Computerspielen kommt es ganz auf die individuelle Situation, die Häufigkeit und auf das soziale Umfeld an, wie eben auch beim Genuss von Alkohol, beim schrauben am Auto, beim Dauershoppen usw usf.
Sie können mir ja mal erläutern, wie es sich mit Leuten verhält, welche mehrere Stunden am Stück exzessiv laufen und dann auch noch regelmäßig trainieren beispielsweise für Marathons....das muss doch schon eine Sucht sein nicht wahr? -> VERBIETEN! ;)

Beitrag melden Antworten / Zitieren
jhea 04.07.2016, 16:09
23.

Zitat von Brillenschlumpf
Der Unterschied liegt aber darin, dass Alkohol und Sex nichts sind, mit dem sich heranwachsende 12-20 Stunden am Tag exzessiv beschäftigen. Und keine Mega-Multimilliarden-Unternehmen (namentlich Intel und AMD) hinter der Sexsucht stehen, um den Süchtigen den Eindruck zu vermitteln, dass man es als Dauerpotenter zu einem besseren Leben schafften kann. Für mich ist ESports die Verkörperung und Befeuerung eines Suchtverhaltens, das gibt es kein zweites Mal auf der Welt.
Da kennen wir aber nicht so viele süchtige wa?
Wer süchtig ist, beschäftigt sich 24 Stunden am Tag mit dem wonach er süchtig ist.

Allerdings hege ich tatsächlich die Vermutung, dass alle die da E-Sports spielen (Also Professionell, ich mach es ja auch nur halt zur Entspannung), daran keinen großen Spaß mehr haben, und auch tatsächlich mal für 2 3 Wochen ne Auszeit nehmen können.

Da man dafür aber genauso trainieren muss wie zB für Fußball... muss man dann halt wieder an den Rechner, genauso wie ein Fußballer auf den Platz muss.
Nennt man dann Training, nicht suchten.
Oder sind alle die gerade in Frankreich dem Ball nachlaufen auch süchtig, nur weil ihr Arbeitsplatz auf dem Rasen ist, statt vor einem PC?
Nein? ahso...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
jhea 04.07.2016, 16:11
24.

Zitat von brehn
Soso, man kann sich also nicht mit Alkohol oder sex längerfristig beschäftigen? Da lehnen sie sich aber ganz gewaltig weit aus dem Fenster. Weiterhin stehen, gerade beim Alkohol (aber auch bei Sex/Porno), auch hier große Konzerne dahinter welche mit der "Sucht" der Leute großes Geld verdienen. Auch .......
Tja, nur dass laufen, joggen, hanteln heben, arbeiten, nicht als sucht wahrgenommen wird ;D
aber es gibt ja nicht umsonst den Begriff Work-a-holic.

Problematisch wird das alles nur für die Betroffenen wenn deren Leben dadurch zerstört wird.

Ich habe bei den meisten E-Sportlern aber eher das Gefühl, dass die das ganz normal wegstecken...
wie ein Fußballjungstar zB.
*shrugs*
einige wollen halt überall den Skandal sehen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Brillenschlumpf 04.07.2016, 18:08
25. @22

Als Marathonläufer sage ich es mal so : die Definition von Sportsucht besagt, daß es nur dann eine Sucht ist, wenn der Sportler kein Ziel verfolgt. 4 Stunden laufen pro Tag ist sucht. 4 Stunden Training für Marathon (1-2x pro Woche) ist GESUNDES Training. 12 Stunden esport ist Training, 12 daddeln ist sucht. Übrigens liegen die Etats von Intel immer noch immens über denen der Pron-Industrie

Beitrag melden Antworten / Zitieren
aschie 04.07.2016, 22:33
26.

Zitat von Brillenschlumpf
Warum wird an keiner Stelle im Artikel angesprochen, dass der E-Sport insoweit eine Ausnahme ist, dass in dieser Disziplin keine Trennung zwischen psychopathologisch gestörter (Verhaltens-)Sucht und Mouse-Sport existiert. E-Sport lebt quasi davon, mit und für seine Mitgliedern eine pseudovirtuelle Realität des Größenwahn aufzubauen: Haste was, dann biste was. Sport, der von den meisten seiner Anhänger als exzessive Sucht betrieben wird, darf niemals ein Sport werden. Frei nach dem Motto: wer sticht die nadel am tiefsten rein.
Sie setzen einfach das Hobby von Millionen Menschen mit einer Sucht gleich .Wie kommen sie darauf?Ist ja bei den vielen Menschen so das die einen erheblichen Teil ihrer Freizeit für persönliche Interresen verwenden.
Natürlich ist Gaming auch Sport Reacktionsvermöge Stratige Teamwork und vieles meher wird in Wettkämpfen verglichen und das mitlerweiler auch Profesonell. E Sport lebt von der begeisterung der Anhänger und nicht wie sie sagen" mit und für seine Mitgliedern eine pseudovirtuelle Realität des Größenwahn aufzubauen"
Wobei sie dann auch erklären könnten was eine pseudovirtuelle Realität und eine psychpathologisch gestörte Verhaltenssucht ist. Ich hab mich jedenfals angesichts soviel pseudowissenschaftlicher Analyse bestens amüsiert.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
benmartin70 05.07.2016, 08:12
27.

Zitat von Brillenschlumpf
Als Marathonläufer sage ich es mal so : die Definition von Sportsucht besagt, daß es nur dann eine Sucht ist, wenn der Sportler kein Ziel verfolgt. 4 Stunden laufen pro Tag ist sucht. 4 Stunden Training für Marathon (1-2x pro Woche) ist GESUNDES Training. 12 Stunden esport ist Training, 12 daddeln ist sucht. Übrigens liegen die Etats von Intel immer noch immens über denen der Pron-Industrie
Ich glaube dass keiner bestreitet dass 12 Stunden spielen am Tag Sucht sind.
Das gilt für alles was ich 12 Stunden jeden Tag exzessiv tue. Also wo ist das Problem?

Und zu Ihrem vorhergehenden Posting: WO wird von Intel / AMD / EA / UBI wem auch immer suggeriert dass man es mit Daddeln zu einem besseren Leben bringt????
Da hätte ich gerne eine Quelle.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
lino.m.ventura 05.07.2016, 12:14
28. @BrillenSchlumpf

Sucht definiert sich nicht an der investierten Zeit sondern daran ob es dem betroffenen schadet. Hat jemand Spaß an 12 Stunden Gaming ohne zwanghaftes Verhalten ist er nicht süchtig.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
kzs.games 05.07.2016, 12:51
29. .

"einerseits finde ich es gut und hege die hoffnung dass die e-sports dann die aufmerksamkeit bekommen, die sie verdienen. andererseits befürchte ich, dass die finanzstarken teams dann nur noch aus zusammengekauften profis bestehen, die nicht mehr aufeinander eingespielt sind und dadurch die qualität der matches leidet. trotzdem hoffe ich, dass die positiven aspekte überwiegen und gaming dadurch erstens eine lobby bekommt und zweitens dass man die spieler als das sieht was sie sind, nämlich profi-sportler, ähnlich golfern und schachspielern. nur irgendwie moderner :)"

Da muss ich ganz klar widersprechen. Man hat oft genug gesehen, dass nur weil man ein gutes Team zusammenkauft, nicht unbedingt erfolgreich ist. TSM hat Yellowstar geholt und der Split lief alles andere als gut. Jetzt haben sie mit Biofrost nen Rookie und stehen bis zum jetztigen Punkt ungeschlagen da.
Und andererseits gibt es auch genug Spieler, für die Geld eben nicht alles ist. Yellowstar ist zurück nach Fnatic, auch wenn er bei TSM sicherlich mehr verdient hätte.

Faker hatte in Season 3 oder 4 von einem chinesischen Team (welches Genau weis ich nicht mehr, heißt wohl eh anders), angeblich mit 1,5 Millionen Dollar nach Steuern allein für ihn. Ist trotzdem bei SKT T1 geblieben weil er mit denen groß geworden ist und die treue halten will, zumal sie eh das aktuell beste Team stellen

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 3 von 4