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Ein Jahr #MeToo: Liebe Leserin, lieber Leser,
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Tornado 08.10.2018, 16:42
1. #Mimimitoo

Langsam fühle ich mich auch vergewaltigt - und zwar von dieser Dauer-Kampagne. Wem Unrecht geschieht, der soll sich an die Polizei wenden und nicht einfach irgendwo (womöglich im Internet) und irgendwas (womöglich 20 Jahre verjährtes) behaupten. Wir leben in einem Rechtsstaat - der richtige Weg ist die Polizei aufzusuchen und den Täter anzuzeigen - idealerweise direkt nach einem Angriff. Alles andere ist dem Pranger gleichzusetzen und verliert jede Rechtsstaatlichkeit. Mit metoo wurde es erst möglich, dass Trump diesen unsäglichen Richter Cavenaught erfolgreich durchbrachte, weil metoo die Glaubwürdigkeit von weiblichen Opfern beschädigt. Ich persönlich glaube Ford und finde Cavenaugh oder eben auch Weinstein eher wenig überzeugend. Aber es gibt auch so viele extrem unglaubwürdige Damen die ganz offensichtlich nur Geld aus irgendeinem Star herauspressen wollen...das schadet den Opfern und hilft den Tätern davon zu kommen. Liebe Frauen - jeder anständige Mann ist auf Eurer Seite und würde Euch helfen, wenn er einen Täter dabei erwischt Euch zu bedrängen - aber Ihr müsst schon auch den Mut haben nach einem Angriff direkt zur Polizei zu gehen. Es gibt nur diesen (legalen) Weg.

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Anandamid 08.10.2018, 16:44
2. Naja, es war an der Zeit

...ein paar von den Vögeln mal ein bisschen auf den Schlips zu treten.
Ich finde, das schadet nicht. Vielleicht tritt sogar ein gewisser Erziehungseffekt ein.
Solange man sich auf die sehr eindeutigen Fälle beschränkt.

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none.of.my.business 08.10.2018, 16:59
3. danke für den Artikel

ich find das gut, das Spon zu den Thema So ausführlich und differenziert berichtet. Davon sollten sich andre Magazine eine Scheibe abschneiden. Die einseitige Berichterstattung einiger sog. Qualitätsmedien ist erschreckend. Da lob ich mir die breite Berichterstattung von Spon
weiter so!

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bartnelke 08.10.2018, 17:03
4. @tornado mimimi

als ich vor 40 Jahren "mimimi" meiner Mutter von Busengrapschern erzählte, antwortete sie schulterzuckend das sei hinzunehmendes Frauenleid. Die metoo Debatte spendet nun doch Trost, obwohl mich Ihre Überheblichkeit doch wieder wütend macht. Wenn Sie gegen Gleichberechtigung sind einfach mal die Klappe halten.

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scpt 08.10.2018, 18:53
5. die feministischen Hashtag-Kampagnen sind ein Dauerbetrieb geworden

"Sie bieten einen neuen Rahmen, um über Dinge zu sprechen, die auch schon vorher da waren, aber kaum benannt oder thematisiert werden konnten."

Wie kann man denn sowas ernsthaft glauben? Seit 2013, als die Aufschrei-Kampagne monatelang durch die Feuilletons und Talkshows lief, gab es Dutzende weitere feministische Twitter-Kampagnen, NeinHeisstNein, TeamGinaLisa, ausnahmslos usw.usw. (googlen: https://www.google.com/search?q=feministische+Twitter-Kampagnen)

Sexuelle Übergriffe werden seit Jahren permanent thematisiert, 2016 gabe es eine radikale Verschärfung des Strafrechts. Gab es überhaupt irgendwann mal eine Pause, wo der Opferstatus von Frauen nicht beschworen wurde?

Bei mir kommen diese endlosen Kampagnen nur noch als Dauer-Imagekampagne gegen Männer an, bis auch der bzw. die letzte begriffen hat, wie potentiell gefährlich wirklich jeder einzelne Mann ist.

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DasEinfacheVolk 08.10.2018, 22:35
6. Hashtags bringen genau... nichts

Erinnert sich noch einer noch an das Hashtag #notinmyname ? Nein? War eine grosse Sache nach den ersten Terroranschlägen. Muslime sprechen sich gegen Terror aus. Nur ein paar Jahre später bei einem Aufruf zu einer Demonstration durch den politischen Islam motivierten Terror hört man wieder die Worte. "Was hat das mit mir zu tun?"

Hat jemand den seltsamen Hashtag mitbekommen der durch den Fussballer Metsut Özil hervorgerufen wurde? Nein? Wurde als grosser Kämpfer gegen Fremdenhasses gefeiert. Nevermind das es sich hierbei um einen schwer reichen Deutschen handelt, der sich wie ein Kleinkind verhält, dem man auf die Finger geklopft hat und der nicht einsieht das er etwas falsches gemacht hat. Deswegen muss es natürlich Fremdenhass sein. Nicht nur das. Er ignoriert jetzt auch die Leute , die ihn verteidigt haben, weil er sich im ungerecht behandelt fühlt.

Hashtags sorgen für Wirbel solange bis sie durch andere Hashtags ersetzt werden. Weiter nichts.

Einige Leute entladen ihre Hilflosigkeit, fühlen sich besser und ... machen dann mit ihrem Leben weiter.
Man lockt viele Trolle an, denen es einfach Spass macht die Leute zu trollen ... und machen dann mit ihrem Leben weiter
Einige wenige Weltenverbesser pflichten den Leuten bei... und machen dann mit ihrem Leben weiter

Leute die wirklich etwas "unternehmen", die hängen nicht an irgendwelchen Hashtags. Die sind draussen und blubbern nicht nur. Hashtag bewirken.... genau gar nichts.

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Newspeak 09.10.2018, 23:01
7. ....

Wer glaubt ein hashtag verändert die Welt, ist reichlich naiv. Während ihr euch in der virtuellen Welt eure hashtag tweets schickt, hat sich absolut nichts an der Benachteiligung von Frauen in der realen Welt geändert. Wahrscheinlich freut es die Chauvinisten sogar, dass die ganze Empörung virtuell verpufft.

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