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Ende der Ermittlungen in Schweden: "Der eigentliche Krieg beginnt gerade erst"
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Das Ende der Ermittlungen in Schweden ist ein Erfolg für WikiLeaks-Gründer Julian Assange. Aber das ist höchstens ein Etappensieg im Kampf mit der US-Regierung und ihren Geheimdiensten.

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Migräne 19.05.2017, 19:31
1. So ein Unsinn

"Sieben Jahre lang wurde ich ohne Anklage festgehalten, während meine Kinder größer wurden und mein Name durch den Dreck gezogen wurde. Das vergebe und vergesse ich nicht." Häh? Er wurde doch nicht festgehalten. Das war seine Entscheidung. Wäre er wirklich so ein harter Kerl, wie er hier tut, hätte er sich nicht in der Botschaft verkrochen sondern den Vorwürfen gestellt. Mglw. hätte er in einem Prozess noch viel für seine Sache erreicht.

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ChrsMuc 19.05.2017, 19:52
2. Trump und Assange

Zwei Männer vom gleichem Schlag: Beide inszenieren sich als Opfer, beide verdrehen schamlos die Wahrheit, beide sind feige, weinerlich und rachsüchtig.

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Hans_R 19.05.2017, 20:19
3. Unsinn den Sie Schreiben

Zitat von Migräne
"Sieben Jahre lang wurde ich ohne Anklage festgehalten, während meine Kinder größer wurden und mein Name durch den Dreck gezogen wurde. Das vergebe und vergesse ich nicht." Häh? Er wurde doch nicht festgehalten. Das war seine Entscheidung. Wäre er wirklich so ein harter Kerl, wie er hier tut, hätte er sich nicht in der Botschaft verkrochen sondern den Vorwürfen gestellt. Mglw. hätte er in einem Prozess noch viel für seine Sache erreicht.
Sie scheinen ja eine ganz große Kämpfernatur und ganz harter Hund zu sein. Assange hatte gar keine andere Möglichkeit als in der Botschaft nach Hilfe zu suchen. Sonst wäre er politischer Spielball von Schweden, England und den USA geworden mit der Möglichkeit zeit Lebens hinter Gittern zu verbringen. Und für seine Sache hätte er nichts erreicht.

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c.p.hant 19.05.2017, 20:31
4.

Zitat von ChrsMuc
Zwei Männer vom gleichem Schlag: Beide inszenieren sich als Opfer, beide verdrehen schamlos die Wahrheit, beide sind feige, weinerlich und rachsüchtig.
Herzlichen willkommen bei Spiegel online und Gratulation zu Ihrem ersten Post. Darf ich fragen, ob Ihr Beitrag Ihre persönliche Meinung widerspiegelt oder ob Sie das im Auftrag z.B. von einem Geheimdienst geschrieben haben?

Ich persönlich freue mich für Julian Assange und insbesondere, dass es Wikileaks gibt. Es sollte viel mehr Whistleblower geben. Damit diese nichts zu befürchten haben, ist es wünschenswert, dass es Organisationen gibt, die ihnen rechtliche und finanzielle Möglichkeiten schaffen, ein neues Leben zu beginnen. Der nächste Nobelpreis sollte an Chelsea Manning, Julian Assange und Edward Snowden verliehen werden.

Schweden ist aber offentsichtlich zu feige dafür.

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n.strohm 19.05.2017, 20:32
5. Bin mir nicht sicher

was ich von Assange halten soll.

Sich in einer Botschaft dem Zugriff einer Rechtsjustiz zu entziehen, die seiner Meinung nach niemals ein objektives Urteil gefällt hätte ist verständlich.
Andererseits, wäre es seinem WikiLeaks Gefolge nicht möglich gewesen auch in seinem Fall die Wahrheit hinter den Anschuldigungen und dem - aus seiner Sicht vorgefertigten, unfairen - Prozess ans Tageslicht zu bringen ?

Letztendlich für mich ein fader Beigeschmack, denn so konnte er sich von Zeit zu Zeit auf dem Balkon zeigen und werbewirksame Statements abgeben.

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egoneiermann 19.05.2017, 20:35
6.

Zitat von Hans_R
Sie scheinen ja eine ganz große Kämpfernatur und ganz harter Hund zu sein. Assange hatte gar keine andere Möglichkeit als in der Botschaft nach Hilfe zu suchen. Sonst wäre er politischer Spielball von Schweden, England und den USA geworden mit der Möglichkeit zeit Lebens hinter Gittern zu verbringen. Und für seine Sache hätte er nichts erreicht.
Verstehe ich nicht. Wie unterschiedet sich seine Situation von damals von der von heute? Die USA hat immer noch kein Verfahren eröffnet und warum sollte er damals ein Spielball sein und hat dies durch seine Flucht verhindern können? Und was hat er für seine Sachen erreicht? Er hat sich selbst lächerlich gemacht indem er sich Jahre in einer Botschaft vor der Anklage wegen Vergewaltigung versteckt hat. Übrigens wird ja zur Zeit auch in anderen Staaten außer Schweden diskutiert, ob man nicht das Abziehen des Kondoms gegen den Willen der Frau als Straftat bewerten soll. Und bei Assange passierte dies und ähnliche rein zufällig zweimal hintereinander.

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pragmat 19.05.2017, 20:49
7. Richtig, Schweden ist besonders

Zitat von Hans_R
Sie scheinen ja eine ganz große Kämpfernatur und ganz harter Hund zu sein. Assange hatte gar keine andere Möglichkeit als in der Botschaft nach Hilfe zu suchen. Sonst wäre er politischer Spielball von Schweden, England und den USA geworden mit der Möglichkeit zeit Lebens hinter Gittern zu verbringen. Und für seine Sache hätte er nichts erreicht.
Wer die Sache Assange verstehen will, muss die schwedische offizielle Sex-Moral kennen, denn die hat auch für einen besuchenden Mann aus Deutschland seine Tücken. In Schweden ist nämlich der "Sex-Kauf" verboten und der Freier wird polizeilich strafrechtlich verfolgt.
Wer also einer Hure Geld gibt - was in Schweden also offiziell nicht mehr vorkommt -, kann in die Situation kommen, dass die ihn um mehr Geld angeht oder ihn anzeigt. Üblich ist, dass die ihn wegen Vergewaltigung anzeigt, weil er kein Kondom benutzt hat.

Der Fall Assange hat zwei Alternativen. Die Erste ist, dass er zwei Frauen getroffen hat, die aus Spaß-an-der-Freude mit ihm ins Bett gingen und ihn danach wegen Vergewaltigung anzeigten, weil er kein Kondom benutzte und daher sexuelle Gewalt ausübte. Das ist kein Witz sondern geltende Rechtsauslegung, der auch die Staatsanwältin in Schweden nachging.
Schweden möchte diese Rechtsauslegung im Zeichen der Gleichstellung von Frauen und Männern und Bekämpfung der Prostitution auch in der übrigen EU einführen lassen.

Die zweite Auslegung wird oft von Assange-Verschwörungstheoretikern vorgetragen. Demnach waren die zwei Frauen CIA-Huren, die einvernehmlichen Sex suchten, um ihn mit Hilfe der schwedischen Sexual-Gesetzgebung hinter Gitter zu bringen. Das juristische Problem ist dann, dass der Sex einvernehmlich war und das Argument der Gewaltanwendung geschwächt wird.

Jetzt kann sich der geneigte Leser selber aussuchen, was er mehr glaubt und warum das Ermittlungsverfahren vorläufig in einem "Jein" endete.

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thunderstorm305 19.05.2017, 20:50
8. Und jetzt?

Hat sich der SPON eigentlich mit den Anschuldigungen beschäftigt? Man kann der Ansicht sein dass Assange sich aus Furcht vor den Ermittlern der USA in die Botschaft geflüchtet hat. Aber genauso kann es sein, dass er tatsächlich befürchten musste in Schweden vor Gericht gestellt zu werden. Bei allen Berichten wurde immer stillschweigend unterstellt dass die Schweden nur ermitteln, um Assange an die USA ausliefern zu können. Was tatsächlich wahr ist, wird wohl nicht ans Licht kommen.

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fixik 19.05.2017, 20:56
9.

Zitat von Migräne
"Sieben Jahre lang wurde ich ohne Anklage festgehalten, während meine Kinder größer wurden und mein Name durch den Dreck gezogen wurde. Das vergebe und vergesse ich nicht." Häh? Er wurde doch nicht festgehalten. Das war seine Entscheidung. Wäre er wirklich so ein harter Kerl, wie er hier tut, hätte er sich nicht in der Botschaft verkrochen sondern den Vorwürfen gestellt. Mglw. hätte er in einem Prozess noch viel für seine Sache erreicht.
Selbstverständlich wurde er festgehalten. Das wissen Sie selber.
Und was meinen Sie, es war seine Entscheidung gewesen? Es war seine Entscheidung ihn dort festzuhalten?
Er konnte sich den Vorwürfen nicht stellen. Den egal ober er dort verloren oder gewonnen hätte, er wäre nicht mehr frei. Hätte er in Schweden gewonnen, wäre er anschließend an USA ausgeliefert worden. Wie soll er sich unter diesen Umständen stellen?

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