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Entscheidung zu Filesharing: Bundesgerichtshofs erleichtert Verfolgung illegaler Uplo
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Der Bundesgerichtshof hat sich mit Filesharing beschäftigt: Am Donnerstag ging es um die Frage, wann Provider Nutzerdaten herausgeben dürfen, wenn ihren Kunden Urheberrechtsverletzungen vorgeworfen werden.

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Irene56 13.07.2017, 18:53
1. "...wenn ihren Kunden Urheberrechtsverletzungen vorgeworfen werden..".

heißt das im Klartext, es reichen schon der Vorwurf oder die Behauptung? Keine Beweise, nix und sofort werden die Nutzerdaten freigegeben? Na ja, wieso auch nicht, Bankgeheimnis gibt es ja auch nicht, mit unseren Daten wird sowie so gehandelt. Weiter so.

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pinkinson 13.07.2017, 19:03
2. Interessant

wäre zu erfahren ob sich klassische P2P Geschichte handelt, die eigentlich nur noch von Ahnungslosen betrieben werden. Pros sind schon seit Jahren über Filehoster unterwegs. Da lässt sich gar nichts verfolgen.

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Sueme 13.07.2017, 19:21
3.

Zitat von Irene56
heißt das im Klartext, es reichen schon der Vorwurf oder die Behauptung? Keine Beweise, nix und sofort werden die Nutzerdaten freigegeben? Na ja, wieso auch nicht, Bankgeheimnis gibt es ja auch nicht, mit unseren Daten wird sowie so gehandelt. Weiter so.
Jein, Um die IP einem Nutzer zu zuordnen braucht es immer noch einen richterlichen Beschluss. Sollte der Nutzer allerdings Kunde eines Resellers wie 1&1 sein, darf 1&1 auf Grund der durch die per Beschluss erfolgte Nutzerzuordnung die dazu gehörigen Bestandsdaten (Adresse etc.) herausgeben ohne das ein gesonderter richterlicher Beschluss dafür notwendig ist.
Aber mindestens einmal muss ein Richter den Datenzugriff freigeben (was allerdings kein wirkliches Hindernis ist, die unterschreiben in dem Bereich wohl so ziemlich alles um es vom Tisch zu bekommen)

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seduro34 13.07.2017, 19:27
4. Super!

Da ergeben sich ja völlig neue Geschäftsfelder. Ein Rechteinhaber behauptet einen Verstoß und schon kann er Daten von beschuldigten Usern in Erfahrung bringen. Das wird die einschlägigen Anwälte freuen. Wenn denen die echten Raubmordkopierer ausgehen, können sie einfach mal ein paar Beschuldigungen unter die Leute bringen.

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Nonvaio01 13.07.2017, 20:50
5. wer hostet denn noch von D aus

alles was ich runterlade ist nicht aus D hochgeladen. Und was abmahnen angeht, das gibt es bei uns nicht wegen Datenschutz, daten duerfen nur auf richterlichem beschluss rausgegeben werden, und das auch nur bei kriminal verbrechen, nicht bei bagatell verbrechen wir downloads.

Meine entscheidung D zu verlassen vor 17 jahren war schon richtig, da man schon wusste wie D sich entwickelt.

Ein Polizeistaat der die Buerger bis auf kleinste ueberwacht.....

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myonium 13.07.2017, 20:51
6.

Zitat von seduro34
Da ergeben sich ja völlig neue Geschäftsfelder. Ein Rechteinhaber behauptet einen Verstoß und schon kann er Daten von beschuldigten Usern in Erfahrung bringen.
Genau - wenn ein Richter beschließt, dass er das darf. So ist das in einem Rechtsstaat ...

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Chilango 13.07.2017, 21:19
7. Rechtsstaat???

Wenn ein Richter das einfach unterschreibt hat er es vom Tisch. Wenn er es ablehnt muss er dies auch noch aufwendig begründen. Wenn ich ein Nichts bin unterschreibt er einfach. Wenn ich eine bekannte Person mit Geld bin guckt er vielleicht doch maldrüber weil ich ja im Zweifel mit eine Rechtsanwaltsmeute ihm das Leben schwer mache.
Dies ist der Rechtsstaat. Biste wer darfste.
Biste nichts darfste nichts

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Meïr 14.07.2017, 07:02
8.

Ich wundere mich, wie sich hier manche unsere Justiz vorstellen. Dass eine Entscheidung der Unterschrift eines Richters bedarf ist noch immer eine Ausnahme und besondere Hürde. Wer denkt irgendjemand käme ins Richterzimmer und sagt "Hier, unterschreiben se mal." und dann würde der Richter unterschreiben, der ist kolossal auf dem Holzweg. Ein solcher Vorgang erreicht einen Richter erstmal nur, wenn er ihm per offiziellem Antrag zugebracht wird und üblicherweise wägen Richter die Rechte der Beteiligten ab und unterschreiben nicht "um was vom Tisch zu bekommen". Noch ein Satz zu dem Wort "Verdacht". Gemeint ist hier wohl ein begründeter Tatverdacht, welcher ein Ermittlungsverfahren bei der Staatsanwaltschaft in Gamg setzt, auch hier kann sowas nicht willkürlich geschehen. Kritik am Rechtsystem gut und schön aber hier klingt vieles nach Halbwissen und Vorurteilen.

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frietz 14.07.2017, 07:30
9.

Zitat von myonium
Genau - wenn ein Richter beschließt, dass er das darf. So ist das in einem Rechtsstaat ...
siehe Redtube-Fall...
Die Richter unterschreiben alles ohne Prüfung, ganz einfach, weil sie überhaupt nicht die Zeit zum Prüfen haben.

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