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Eröffnung der Gamescom: Warten auf die Staatsmillionen
DPA

Wenn CSU-Staatsministerin Dorothee Bär am Dienstag die Gamescom in Köln eröffnet, wird die Branche genau hinhören: Viele Spieleentwickler wünschen sich etwas Revolutionäres von der Regierung.

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jj2005 21.08.2018, 05:31
1.

Soso, 3,35 Milliarden Euro werden für Spiele ausgegeben, aber der Staat soll die armen Jungkapitalisten mit 50 Millionen "fördern"? Geht's noch?

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touri 21.08.2018, 08:18
2.

Zitat von jj2005
Soso, 3,35 Milliarden Euro werden für Spiele ausgegeben, aber der Staat soll die armen Jungkapitalisten mit 50 Millionen "fördern"? Geht's noch?
Ja, den der Staat will die Spieleentwicklerbranche fördern, ein Berufszweig der in Deutschland kaum entwickelt ist. Und wenn man bedenkt wie Spiele gerade jüngere Menschen beeinflussen können, bin ich schon der Ansicht, dass wir unser Potential besser nutzen sollten.

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kroganer 21.08.2018, 08:30
3. @1

Ja allein in Deutschland werden 3,35 Milliarden ausgegeben, aber leider fliest das ganze Geld nicht in deutsche Firmen bzw. Standorte! Nur ein Bruchteil bleibt im Land. Damit sich das ändert, soll die Förderung kommen. Das find ich völlig in Ordnung, das ist ein Markt der Zukunft, wenn man sich mal anschaut wo sonst noch gefördert wird, dann ist die E-Sport oder Gaming Szene auf jeden Fall die klügere Wahl.

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kopernikus00 21.08.2018, 08:44
4. nicht entwicklungsland

Sei es an den Schulen, der Infrastruktur oder eben den hier erwähnten Versprechungen, wir leben häufig an der digitalisierung vorbei. Auf lange Sicht können wir damit nur verlieren.

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NauMax 21.08.2018, 08:53
5.

Zitat von jj2005
Soso, 3,35 Milliarden Euro werden für Spiele ausgegeben, aber der Staat soll die armen Jungkapitalisten mit 50 Millionen "fördern"? Geht's noch?
In den letzten Jahren ist Deutschland auf diesem Markt als Anbieter völlig ins Hintertreffen geraten, während wir weiterhin der drittgrößte Abnehmer für Unterhaltungssoftware sind. Schlichtweg weil man den Sprung vom Nischen- zum Massenmarkt verschlafen hat, der in den frühen 2000er Jahren stattfand. Woanders registrierten Studios sich als AGs, in Deutschland saßen viele aus Angst vor dem Bannhammer sprichwörtlich auf gepackten Koffern (Stichwort: "Killerspiel-Debatte"). Dadurch wurden die vorhandenen Deutschen Studios zum Freiwild für die im Ausland ansässigen Herausgeber und als dann die Stärken der Deutschen Studios (Wirtschaftssimulationen, Echtzeitstragetie, Pen and Paper - Rollenspiele) von den Spielern immer weniger gefragt wurden, wurden diese dann bis auf ein paar wenige Ausnahmen wie Critek (Crysis) und Blue Byte (Anno) dichtgemacht. Da Gaming mittlerweile ein Milliardengeschäft ist, an dem zahllose Arbeitsplätze und hohe Steuereinnahmen hängen, liegt eine gewisse Förderung, um den Rückstand aufzuholen durchaus im Sinne des Wirtschaftsstandorts Deutschland.

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alf58 21.08.2018, 09:05
6. Ich warte auch auf die Staatsmillionen

Leider wohl vergeblich, aber ich darf wenigstens Steuern zahlen. Das ist auch eine Form von Teilhabe.

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Hyacinth 21.08.2018, 10:04
7. Hat noch niemand

den volkswirtschaftlichen Schaden berechnet, den diese ganzen nichtssnutzigen (Dauer -) Gamer anrichten? Bloß keine Steuergelder für diesen Unsinn. Dass Frau Bär sich dort überhaupt die Ehre gibt, liegt wohl eher an ihrer Bedeutungslosigkeit im Übrigen...

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NauMax 21.08.2018, 10:39
8.

Zitat von Hyacinth
den volkswirtschaftlichen Schaden berechnet, den diese ganzen nichtssnutzigen (Dauer -) Gamer anrichten? Bloß keine Steuergelder für diesen Unsinn. Dass Frau Bär sich dort überhaupt die Ehre gibt, liegt wohl eher an ihrer Bedeutungslosigkeit im Übrigen...
Der volkswirtschaftliche Schaden dürfte nicht höher sein als bei allen anderen Tätigkeiten, die nichts mit wertschöpfender Arbeit, Selbstoptimierung, Selbst- und Arterhaltung zu tun haben. Da kommt eine ganze Menge schädlicher Faktoren zusammen, die es auszumerzen gilt und am Ende steht dann eine Gesellschaft, die eine deprimierende Mischung aus "1984" und "Equilibrium" darstellt. Im letzten Jahr hat die Kanzlerin übrigens die Messe eröffnet - ziemlich genau 12 Jahre, nachdem sie ein "Killerspiel-Verbot" in den Koalitionsvertrag mit der SPD aufnehmen aber nie umsetzen ließ...

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touri 21.08.2018, 12:28
9.

Zitat von Hyacinth
den volkswirtschaftlichen Schaden berechnet, den diese ganzen nichtssnutzigen (Dauer -) Gamer anrichten? Bloß keine Steuergelder für diesen Unsinn. Dass Frau Bär sich dort überhaupt die Ehre gibt, liegt wohl eher an ihrer Bedeutungslosigkeit im Übrigen...
Für den Fall, das Sie (passend zum Thema) kein Troll sein sollten, Sie haben schon gelesen, das letztes Jahr Frau Merkel in ihrer Funktion als Bundeskanzlerin anwesend war? Ist das für Sie Bedeutungsvoll genug?

Und welchen Schaden richten den die Gamer an? Ob ich jetzt an einer Modeleisenbahn bastel oder mir in Minecraft meine Traumvilla baue ist am Ende nun wirklich egal. Jedem ist es selbst überlassen, wie er seine Freizeit nutzt.

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