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Facebook, Reddit, PayPal: Tech-Firmen gehen gegen rechtsradikale Kunden vor
Mykal Mceldowney/The Indianapolis Star/AP/DPA

Nach der Gewalt von Charlottesville versuchen zahlreiche große Tech-Firmen, die rechten Auswüchse auf ihren Plattformen einzudämmen - und werfen Radikale und ihre Inhalte von den Plattformen.

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Meckerameise 16.08.2017, 16:45
1.

Meine Theorie: die amerikanischen Firmen wollen sich mal wieder profillieren, indem sie scheinheilig jetzt mal das tun, was sie von Anfang an hätten tun sollen: Menschenhetze von ihren Plattformen bannen. Das ist keine nachhaltige Änderung, das ist einfach die Mitnahme von billiger PR, um als good guy da zu stehen. Bis dahin haben sie sich ja auch einfach an ihren Daten und Geldern bereichert. Wird ja nur ansonsten heikel, vorgeworfen zu werden, warum man Gruppe X eine Plattform bietet, nachdem so etwas passiert ist.

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Leser161 16.08.2017, 16:57
2. Gewaltmonopol

Ich bin ein Freund des staatlichen Gewaltmonopols. Auch in den USA wird es kaum erlaubt sein zu Mord und Totschlag aufzurufen. Der Staat sollte sich also um diese Menschen kümmern.

Falls Sie nichts verbrochen haben (keine Ahnung ich guck mir keine seltsamen Webseiten an) läuft es hingegen auf Selbstjustiz hinaus. Was ich gefährlich finde, wenn die ausübenden mächtige Unternehmen sind.

Gut aktuell geht es gegen Wirrköpfe aber wer entscheidet wer Wirrköpfe sind? Ich finde es besser so wichtige Entscheidungen auf dem Boden des Gesetzes zu fällen, zu Mal auf der anderen Seite ja versucht wird rauszufinden wer bei Trumps Amtseinführung demonstriert hat (anderer Artikel auf SPON). Wen solche Aktionen, egal von welcher Seite, nicht staatlich reguliert werden, gewinnt am Ende der, der die meiste Kohle hat. Und der der die meiste Kohle hat, ist nicht immer der wünschenswerteste vom demokratischen Standpunkt her gesehen.

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ruhepuls 16.08.2017, 17:45
3. Gewaltmonopol?

Zitat von Leser161
Ich bin ein Freund des staatlichen Gewaltmonopols. Auch in den USA wird es kaum erlaubt sein zu Mord und Totschlag aufzurufen. Der Staat sollte sich also um diese Menschen kümmern. Falls Sie nichts verbrochen haben (keine Ahnung ich guck mir keine seltsamen Webseiten an) läuft es hingegen auf Selbstjustiz hinaus. Was ich gefährlich finde, wenn die ausübenden mächtige Unternehmen sind. Gut aktuell geht es gegen Wirrköpfe aber wer entscheidet wer Wirrköpfe sind? Ich finde es besser so wichtige Entscheidungen auf dem Boden des Gesetzes zu fällen, zu Mal auf der anderen Seite ja versucht wird rauszufinden wer bei Trumps Amtseinführung demonstriert hat (anderer Artikel auf SPON). Wen solche Aktionen, egal von welcher Seite, nicht staatlich reguliert werden, gewinnt am Ende der, der die meiste Kohle hat. Und der der die meiste Kohle hat, ist nicht immer der wünschenswerteste vom demokratischen Standpunkt her gesehen.
Ja, ein Gewaltmonopol ist sinnvoll. Allerdings ist "Gewalt" klar definiert - und das "Hinauswerfen von Webseiten" ist keine Gewalt. Jedes Unternehmen, jeder Kneipenwirt hat das Recht, Kunden oder Gäste, die er nicht bedienen will, abzulehnen. In den USA gibt es eine extreme Meinungsfreiheit, d.h. man darf fast alles sagen oder zeigen. Wer bei uns mit einer Hakenkreuzfahne rumläuft, wird von der Polizei abgefangen und von Gerichten verurteilt. Aber auch Unternehmen haben ein Recht, ihre Meinung zu vertreten.

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altais 16.08.2017, 18:06
4.

Zitat von Leser161
Ich bin ein Freund des staatlichen Gewaltmonopols. Auch in den USA wird es kaum erlaubt sein zu Mord und Totschlag aufzurufen. Der Staat sollte sich also um diese Menschen kümmern. Falls Sie nichts verbrochen haben (keine Ahnung ich guck mir keine seltsamen Webseiten an) läuft es hingegen auf Selbstjustiz hinaus. Was ich gefährlich finde, wenn die ausübenden mächtige Unternehmen sind. Gut aktuell geht es gegen Wirrköpfe aber wer entscheidet wer Wirrköpfe sind? Ich finde es besser so wichtige Entscheidungen auf dem Boden des Gesetzes zu fällen, zu Mal auf der anderen Seite ja versucht wird rauszufinden wer bei Trumps Amtseinführung demonstriert hat (anderer Artikel auf SPON). Wen solche Aktionen, egal von welcher Seite, nicht staatlich reguliert werden, gewinnt am Ende der, der die meiste Kohle hat. Und der der die meiste Kohle hat, ist nicht immer der wünschenswerteste vom demokratischen Standpunkt her gesehen.
Das hat doch mit "Selbstjustiz" nichts zu tun. Jedes Unternehmen kann bestimmen, mit wem es Geschäfte machen will und mit wem nicht. Seit wann entscheidet das ein "Gesetzgeber"?

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adal_ 16.08.2017, 18:20
5. Gewaltmonopol

Zitat von ruhepuls
Ja, ein Gewaltmonopol ist sinnvoll. Allerdings ist "Gewalt" klar definiert - und das "Hinauswerfen von Webseiten" ist keine Gewalt. Jedes Unternehmen, jeder Kneipenwirt hat das Recht, Kunden oder Gäste, die er nicht bedienen will, abzulehnen....
Ja, so ist die Rechtslage, in Deutschland noch verschärft durch das "Netzwerkdurchsetzungsgesetz". Mit Gewaltmonopol meint der user übrigens die Kompetenz der dritten Gewalt zur Strafverfolgung. :-)

Die Realität ist aber anders. Die sog. sozialen Medien, Internet-Plattformen und -Bezahldienste definieren zunehmend, was Öffentlichkeit ist und was nicht. Die von ihnen ausgeübte Zensurgewalt mit dem Hausrecht eines Kneipiers zu vergleichen, ist lächerlich.

Ich bin auch der Meinung,die Zensur von Strafwürdigem sollte Sache der Strafverfolger sein, deren Ressourcen, Kompetenzen und Zugriffsmöglichkeiten natürlich an die neuen Herausforderungen angepasst werden müssen.

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Furchensumpf 16.08.2017, 18:29
6.

Zitat von adal_
Ich bin auch der Meinung,die Zensur von Strafwürdigem sollte Sache der Strafverfolger sein, deren Ressourcen, Kompetenzen und Zugriffsmöglichkeiten natürlich an die neuen Herausforderungen angepasst werden müssen.
Sorry, aber schon wieder jemand, der den Unterschied zwischen Zensur und Hausrecht nicht kennt oder nicht verstanden hat...

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brokerbundfuture1 16.08.2017, 18:36
7. es muss immer erst etwas passieren

bevor tatsächlich gehandelt wird. Gerade das Netz hat viel zu lange daran geglaubt, wie "vernünftig" doch jeder Mensch sein müsste und das tolle Medium ganz im Sinne des freiheitlichen Geistes verwendet. Was passiert ist war ja mal wieder ganz unerwartet, Währungen zur Geldwäsche wie bitc....etc wurden geschaffen, Cyberkriminalität ist in unvorstellbarem Ausmaß entstanden und welch Wunder, radikale Gesinnungen (Salafisten, Nazis, linke Chaoten und Menschenhändler) haben die Möglichkeiten für sich mit viel Erfolg genutzt. Ich sehe weiterhin die große Gefahr und den im Vergleich sehr geringen Nutzen in der dauerhaften Nutzung der Online-Welt. Wie sollen auch Eltern ihre Kinder vor den ganzen "Raubrittern" schützen, die Kinder sollen doch alle online-cracks sein für die "Zukunft" somit bestens gerüstet. Die Uhren lassen sich nicht mehr zurück drehen, dafür muß es wohl tatsächlich zu einem Crash kommen, wie auch immer der dann aussehen mag. Und der kommt so sicher wie die Finanzkrisen 2.0-3.0-4.0-5.0 ........ Eine Tragödie ist es, wenn man sich als Volk auch noch einen Präsidenten gewählt hat, der prä-infantil in seinen verbliebenen Strukturen auch noch gut heißt, wenn Gewalt im Spiel ist. Und zwar egal, ob mit dem eigenen Bombenkoffer oder im eigenen Land. Gewalt muss ganz egal aus welcher Gesinnung verurteilt werden und das wenigstens habe ich erwartet....

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grabenkaempfer 16.08.2017, 18:53
8.

"vermutlich rechtsradikal eingestuft" .
Eine Vermutung reicht also schon?
Kein Wunder das man sich an den Kopf greift.

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perser1987 16.08.2017, 18:57
9. Die Strafverfolgung genauso

wie die Politik hat es in hunderten Jahren nicht geschafft , auch nur irgendwas ansatzweise zu beseitigen, von daher müssen es halt nun Konzerne tun. Freu mich dass wenigstens irgendjemand etwas tut und nicht nur immer so ein gesülze von den Politikern wie: Wir verurteilen diese Tat aufs schärfste.... uuiiiii super, na das bringt uns alle bestimmt weit vorran. Also weiter so, liebes Paypal und co. !!

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