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Farbe, Helligkeit, Kontrast: So stellen Sie Ihren Monitor richtig ein
TMN

Aufbauen und Einschalten reicht beim Computermonitor meist nicht: Oft sind die Displays zu dunkel oder die Farben zu blass. Das richtige Einstellen lohnt sich aber - für Arbeit und Gesundheit.

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noalk 16.03.2017, 14:03
0. Ach, wie war das drüher so einfach

Drei analoge Regler am Monitorgehäuse, drei Sekunden, und das Bild war gut eingestellt. Und heute? Sogar für so was Banales braucht man eine Anleitung.

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B!ld 16.03.2017, 14:12
1. Kein Wort zur Umgebungsbeleuchtung?

Eine Farbtemperatur von 6500 Kelvin mag in tageslichtdurchfluteten Räumen OK sein, nicht jedoch bei Kunstlicht. Es gibt auch Software, die abends die Farbtemperatur automatisch runter regelt, damit der Benutzer nach getaner Arbeit besser einschlafen kann.

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spoonium 16.03.2017, 14:27
2.

Zitat von B!ld
Es gibt auch Software, die abends die Farbtemperatur automatisch runter regelt, damit der Benutzer nach getaner Arbeit besser einschlafen kann.
In der Tat, und die wurde im Artikel sogar erwähnt: f.lux. Sehr zu empfehlen, anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, aber dann will man nicht mehr darauf verzichten. Man kann sich mal den Spaß machen, und abends temporär wieder auf Tageslichteinstellung wechseln, das ganze Blau erschlägt einen dann förmlich. ;)

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cor 16.03.2017, 14:37
3.

Zitat von noalk
Drei analoge Regler am Monitorgehäuse, drei Sekunden, und das Bild war gut eingestellt. Und heute? Sogar für so was Banales braucht man eine Anleitung.
Sie meinen jetzt aber nicht etwa die Monitore, die mit 20 Hertz rumgeflimmert haben, oder?

Ich arbeite mit einem modernen, kontrastreichen IPS Panel bei 120 Hertz (Helligkeit etwas runtergeregelt) und in WQHD Auflösung. Seit ich so arbeite, habe ich viel weniger Probleme mit den Augen und schlafe deutlich besser.

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meckerziege24 16.03.2017, 15:02
4. 5600 k

ich dachte immer 5600 k entsprechen dem Tageslicht? Aber wenn PC-Magazin das sagt! Jetzt muss ich 75000 Fotos nachbearbeiten. ;-(

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murksdoc 16.03.2017, 16:04
5. Höhen und Tiefen

Ich wollte eigentlich schreiben: "Reicht es, wenn ich meinen Schreibtischstuhl etwas nach oben stelle, damit ich den Monitor "von oben nach unten betrachten kann" (ich habe keine Gleitsichtbrille aber was nicht ist, kann ja noch werden). Dann sehe ich aber, man "solle den Monitor auf ein dickes Buch oder Podest stellen, wenn er zu niedrig steht". Was jetzt? Ich dachte der Monitor soll niedriger stehen, damit man von oben nach unten hineinschaut. Warum soll ich ihn dann auf ein Buch stellen?

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Suppenelse 16.03.2017, 16:08
6. Wiederholrate

"'Das ist bei modernen Monitoren mit ihren hohen Wiederholraten kein Problem mehr', sagt Georg Eckert vom Berufsverband der Augenärzte (BVA)."

Da ist Herr Eckert leider falsch informiert: Im Gegensatz zu den alten Röhren, wo eine möglichst hohe Bildwiederholfrequenz vorteilhaft war für ermüdungsfreies Arbeiten, flimmern LCDs prinzipbedingt nicht. Die Wiederholrate ist dabei nicht etwa besonders hoch, sondern mit üblicherweise 60 Hz vergleichsweise niedrig - aber auch 30 Hz funktioniert für statische Bildschirminhalte, dann stört allerdings der ruckelnde Mauszeiger.

Generell braucht ein guter Monitor weder Presets für "Spiele" noch für "Film" oder "Bildbearbeitung", sondern zeigt einfach möglichst originalgetreu das an, was er soll. Oft lohnt es sich, etwas mehr auszugeben und beispielsweise statt eines billigen TN- ein IPS-Panel zu kaufen.

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Thorkh@n 16.03.2017, 16:27
7. Fachmagazin

Die Zeiten sind lange vorbei, dass man da auf Qualität gesetzt hat. Inzwischen findet man hauptsächlich seichte Click-Baiting-Artikel. Aber schön, wen dort noch ein Redakteur arbeitet, der sich auf alte Tugenden besinnt: Kompetenz.

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5b- 16.03.2017, 19:24
8. Hardwarekalibrierung, Ergonomie, Et Cetera

Man sollte noch kurz erwähnen, dass eine Hardwarekalibrierung (HK) im Gegensatz zur Softwarejustage den Farbraum des Monitors nicht mindert. Ab dem semiprofessionellen Bereich sollte man einen Monitor verwenden, der HK aufweist. Es gibt auch Modelle mit Umgebungslichtsensoren, die eine automatische Anpassung der Farbtemperatur and die momentanen Lichtverhältnisse ermöglicht.
Dann ist auch der Farbraum sehr wichtig. Man möchte ja nicht, dass einem Farben fehlen. Wer "nur" fürs Web designt benötigt nur Standard RGB. Wer Photos bearbeitet fährt mit einer mindestens hundertprozentiger Abdeckung des Adobe Farbraums besser. Bei Standard Consumermonitoren gibt es oft überhaupt keine Angaben zum Farbraum.
Wenn man schon die Ergonomie anspricht, kann man auch gleich zu einstellbaren Schreibtischen raten. Für den Rücken ist es optimal, wenn man zwischen Sitzen und Stehen wechseln kann. Eine Elektrik macht so etwas zwar bequem aber auch "sehr" teuer. Man kann sich aber relativ günstig zwei verstellbare Tischaufsätze aus Baumarktmaterial basteln. Es reichen eine größere Tischplatte/Regalboden die die gesamte Fläche des Schreibtisches abdeckt und ein kleines Podest aus einem Regalboden für den Monitor/Laptop. Für die Höhenverstellbarkeit sind verstellbare Plastikfüße für Einbauküchen aus dem Internet am günstigsten. So muss man zum Wechsel zwischen Sitzen und Stehen leider trotzdem die Platte umständlich bewegen.
Zum Schluss sei noch kurz angemerkt, dass die Bildwiederholrate des Monitors (abgesehen von den neuesten Entwicklungen) nicht das selbe wie (bzw. angepasst an) die Bildwiederholrate des angezeigten Videomaterials ist. Wenn ein Film mit 30fps (Bilder die Sekunde) läuft, zeigt ein Monitor mit 120Hz eben viermal hintereinander das selbe Bild (oder aber selbst errechnete Varianten) an.

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