Forum: Netzwelt
Festgenommene NSA-Mitarbeiterin: Wie flog Reality Winner auf?
REUTERS

Reality Winner soll ein geheimes Dokument der NSA über russische Hackerangriffe an Journalisten durchgestochen haben - enttarnt wurde sie im Rekordtempo. Nun tobt die Debatte, wer daran Schuld hat.

Seite 1 von 4
carahyba 07.06.2017, 14:21
1. na klar waren es die Russen...

Im ganzen Artikel wird behauptet, dass es die Russen waren. Denn dass streng geheime Dokument soll das belegen.
Obwohl das streng geheime Dokument nicht mehr geheim ist, habe ich im Artikel keinerlei Belege finden können, die die Behauptungen stützen.
Was man erfahren konnte, waren die eingesetzten Methoden. Das sind Standardmethoden die vielen Hackergruppen zur Verfügung stehen.
Aber es waren natürlich die Russen, den die Evidenz wird wieder einmal durch die Interessen definiert. Der übliche Indizienbeweis, der darauf baut, dass die Adressaten des Artikels schon vorkondizioniert sind.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
pragmat 07.06.2017, 14:26
2. Krank lachen

Über den Artikel kann man sich nur krumm und schief lachen. Nun werden auch noch eventuelle Betriebsgeheimnisse der NSA öffentlich verbreitet. Das wird immer schöner.

Abgesehen davon, ist das Blödsinn. Jeder Ausdruck aus einem Drucker ist individuell, auch wenn Schlauberger das Gegenteil behaupten, seitdem keine Schreibmaschinen mehr verwendet werden.

Erstens hat die dumme Z... das Dokument ausgedruckt, obwohl sie dazu nicht ermächtigt war. Dann wurde der Ausdruck wie üblich geloggt und ihrer ID zugeordnet. Dann brauchte das FBI nur anzuklopfen und nach dem Dokument zu fragen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
quercusuevus 07.06.2017, 14:32
3. Quellenschutz ?

In diesem Zusammenhang ist wissenswert, dass die Jagd nach Whistleblowern bereits unter Präsident Obama intensiviert wurde:

https://freedom.press/news/how-obama-administration-laid-groundwork-trumps-coming-crackdown-press/

Beitrag melden Antworten / Zitieren
latrodectus67 07.06.2017, 14:36
4. Da fehlt

zum einen der Hinweis, wie in Europa mit Whistleblowern, vgl LuxLeaks, umgegangen wird. Zum anderen, nicht weil man irgendwelche Geheiminformationen an die Presse gibt, ist man ein Whistleblower. Wo ist bitte die juristische oder politische Tragweite der geleakten Dokumente? Wenn es in einem NSA Bericht steht, was ist dann das Problem? Wenn die Daten vom letzten Jahr sind, wer hat da die Executive kontrolliert? Entweder der Präsident kontrolliert die NSA, dann war das Obamas Versagen. Oder der Kongress, dann hat der gepennt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
AtmosFear 07.06.2017, 14:46
5. Alles inszeniert

Das Dokument als Leak zu verkaufen ist sehr gut eingefädelt. Denn da hört die Welt auf seit Assange und Snowden. Eine normale Behauptung der NSA bezüglich angeblicher Russen Hacks wurde und wird von Trump & Co ja ignoriert. Und da Trump ja härteres Durchgreifen gegen Leaker angekündigt hat, kann er gar nicht mehr umhin, sich dem Thema zu widmen.
Eine Verzweiflungstat der Geheimdienste, aber viel zu offensichtlich.
Die "Demokraten" haben die Wahl verloren, wollen dies aber mit allen Mitteln ungeschehen machen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
hmutt 07.06.2017, 14:50
6. Quote erfüllt

Zitat von pragmat
Über den Artikel kann man sich nur krumm und schief lachen. Nun werden auch noch eventuelle Betriebsgeheimnisse der NSA öffentlich verbreitet. Das wird immer schöner. Abgesehen davon, ist das Blödsinn. Jeder Ausdruck aus einem Drucker ist individuell, auch wenn Schlauberger das Gegenteil behaupten, seitdem keine Schreibmaschinen mehr verwendet werden. Erstens hat die dumme Z... das Dokument ausgedruckt, obwohl sie dazu nicht ermächtigt war. Dann wurde der Ausdruck wie üblich geloggt und ihrer ID zugeordnet. Dann brauchte das FBI nur anzuklopfen und nach dem Dokument zu fragen.
Ach, der прагмат wieder. Immer faszinierend, dass manche Leute immer zu den ersten gehören, die zu Russlandthemen posten. Als würden sie den ganzen Tag in einem Büro sitzen und auf solche Artikel warten...

Tja, wenn man eine Quote erfüllen muss...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Bernd.Brincken 07.06.2017, 14:53
7. What's in a name

Wer seine Tochter 'Reality' nennt, zeigt ja schon einen speziellen Humor.
Dann kam sie mit 19 zu einer 'Intelligence' Abteilung der US Luftwaffe, und diente dort 6 Jahre.
Nun fördert sie einen möglichen Beleg für russische Wahlmanipulation ans Licht.
Ihre Festnahme hat natürlich die (Neben-) Wirkung, diesen Bericht als glaubwürdiges Testat aufzuwerten.
Reality, ick hör dir tapsen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ackergold 07.06.2017, 14:57
8. Klarer Fall

Für mich stellt sich nur eine Frage: Gibt es das genannte Dokument mit den Erkenntnissen des FBI oder der NSA zu den russischen Hacks im Wahlkampf, oder gibt es das Dokument nicht.
Wenn gegen Frau Winner ermittelt und sie gar verurteilt wird, dann gibt es das Dokument wohl und es muss sich um Fakten handeln. Würde in dem geleakten Dokument etwas falsches stehen, dann würde es letztlich niemand interessieren. Offenbar scheint es aber äußerst wichtig zu sein, dass gerade dieses Dokument nicht geleakt wird. Folglich ist ganz stark davon auszugehen, dass Fakten und Beweise vorlegen, die eine russische Einflussnahme auf den US-Wahlkampf belegen. In allen anderen Fällen würde es kein Schwein interessieren, was da drin steht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ackergold 07.06.2017, 15:00
9.

Zitat von carahyba
Aber es waren natürlich die Russen, den die Evidenz wird wieder einmal durch die Interessen definiert. Der übliche Indizienbeweis, der darauf baut, dass die Adressaten des Artikels schon vorkondizioniert sind.
Wen würde das Dokument interessieren, wenn es nicht die Russen gewesen wären. Wieso sollte jemand sein Leben riskieren, um etwas belangloses zu leaken?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 4