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Gamescom in Köln: Vielfalt ja, aber...
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In Köln hat die größte Spielemesse der Welt begonnen. Zur zehnten Gamescom inszeniert sich die Branche als divers. Doch die Gaming-Welt hat ernsthafte Probleme beim Miteinander im Netz.

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hirlix 21.08.2018, 21:30
1. Die wenigsten stört es, wenn Diversität in einem Spiel

groß geschrieben wird. Jedoch muss man dabei genau betrachten um welche Art Spiel es sich handelt. Ich habe noch nie mitbekommen, dass ein Entwickler angegriffen wurde, weil er z.B. Frauen und Farbige in ein vollkommen fiktives Szenario eingefügt hat. Es hat keinen gestört in GTA San Andreas einen Schwarzen zu spielen und ich glaube es würde auch keinen stören in GTA 6 eine Frau zu spielen. In den erfundenen Welten von Rollenspielen interessiert es die Leute eh noch weniger welche Rasse oder Geschlecht die Charaktere haben. Für die Hardcore-Rollenspieler sollte man jedoch für die Immersion die Wahl lassen als was man spielen will. Was die Leute hingegen stört ist, wenn die Entwickler in ein historisches Szenario wie die Westfront im 2. Weltkrieg plötzlich Frauen einbauen, obwohl es durch unzählige Dokumente belegt ist, dass an der Westfront keine Frauen in der kämpfenden Truppe waren. Weder auf Seiten der Alliierten, noch auf Seiten der Achsenmächte. Das ist einfach Diversität mit dem Holzhammer und das stößt den Leuten eben auf.

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Fuxx81 21.08.2018, 21:56
2. Manche legen es einfach drauf an

Zitat von hirlix
Was die Leute hingegen stört ist, wenn die Entwickler in ein historisches Szenario wie die Westfront im 2. Weltkrieg plötzlich Frauen einbauen, obwohl es durch unzählige Dokumente belegt ist, dass an der Westfront keine Frauen in der kämpfenden Truppe waren. Weder auf Seiten der Alliierten, noch auf Seiten der Achsenmächte. Das ist einfach Diversität mit dem Holzhammer und das stößt den Leuten eben auf.
Ich kann mir auch ehrlich gesagt nicht erklären, warum man ein historisches Szenario wählt, wenn man sich dann nicht an den vorgegebenen Rahmen halten will (und dann auch noch pampig wird, wenn das die Spieler stört).

Es gibt tausende von Spielen mit Frauen, Männern, Tieren unterschiedlichster Hautfarbe und sexuellen Orientierung, an denen sich kein Mensch stört, weil es dort nun einmal passt.

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AlexanderJäger 21.08.2018, 22:24
3. E-Sports heißt kompetetives Spielen

Frauen sind Statistische gesehen höher im Persöhnlichkeitsbereich Agreeableness:
"The mean percentile for women in a general population (women and men) is 61.5. For men it is 38.5."

Ich kenne auch Männer die in Ruhe Zocken wollen und selbst unter Freunden nie gegeneinander antreten wollten, einfach weil sie keinen Spaß daran hatten sich Gegenseitig zu messen.
Ich vermute mal um bei Wettkämpfen als E-Sportler an der Spitze zu kämpfen ( oder in einem belibig anderen Kompetetiven Feld wie bsp. Manageretagen ) muss man schon im einstelligen Bereich dafür sein. Da die Kurve für Frauen aber so weit nach Rechts auf dieser Verteilung verschoben ist, wird es wohl nicht mehr viele Frauen geben.

Also ja die, die es wollen, spielen jetzt schon, und haben es schon immer. Das es mehr werden wage ich zu bezweifeln, und das hat Biologische Ursprünge und hat nichts mit "Toxischen Gamern" zu tun.
( Ich als Gamer hatte noch nie etwas dagegen wenn irgendjemand in meine Community kam, dem es wirklich nur ums Spiel ging. Auffällig war nur, das gerade diejenigen denen es eigentlich nicht ums Spiel ging, sondern die nur Teil der Hippen Community sein wollten, die ersten waren die Sachen wie diversity ins Spiel brachten )

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fatal.justice 21.08.2018, 22:27
4. Käse.

Dass die fesselnde Gaming-Szene eher ein maskulines Sammelsurium ist, als feminin, ist doch nicht die allerneuste Nachricht. Alleine, wenn man durchzählt, wie viele Bekloppte männlichen Geschlechts durch die Psychatrien des Landes betreut werden, ist klar, welche Chromosomenpaarung anfälliger ist, Abschied von jeglicher Realität zu nehmen. Statistisch gesehen...

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SeanFold 21.08.2018, 22:47
5.

Zu dem RTL-Beitrag ist anzumerken, dass dieser mitunter ein Grund war, weshalb sich ein guter Teil der Zielgruppe des betroffenen Senders von diesem abwandte.
Gaming war nämlich schon damals nicht nur beliebt und anerkannt, nur wurde es noch von gewissen Medien von oben herab als Randerscheinung von Spinnern betrachtet. Das hat sich noch immer nicht vollends geändert.


Was stimmt, ist, dass eine widerliche Brutalität in der Sprache herrscht und diese bislang auch nicht zu bändigen ist.

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jr-minerals 22.08.2018, 23:10
6. Gaming 2018

Gaming 2018 hat eine völlig andere Dimension, als es noch vor 5 oder gar 10 Jahren der Fall ist. Zu den schon fast klassisch anmutenden Baller- / E-Sportspielen sind eine Reihe neuer Genre gekommen. Der Branche ist sehr breit aufgestellt und schon jetzt umsatzstärker als die weltweite Kinobranche. Meine Beobachtung ist, dass sich mittlerweile auch viele ältere damit immer besser auskennen. Auch Frauen sind (jetzt nicht vielleicht im Weltklasse E-Sport) durchaus vertreten und in manchen Spielebreichen schon in der Überzahl. Ich mag Gamer :)

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lrtnick 22.08.2018, 00:29
7. Problem der Hasskommentare...

bei gaming-communities sind nicht die Spiele oder ein übermäßig großes Thema innerhalb der Communities (es ist ein winziger Prozentsatz der dort "bellt", aber da ein Großteil schweigt, weil es für diese kein Problem mit Diversität gibt oder die "kläffenden Hunde" nicht ernst nimmt, sind diese nunmal auch am lautesten zu hören, was korrekterweise im Artikel, zum Schluss, kritisiert wird).
Hauptproblem hinter den Hasskommentaren ist einfach eine fehlende, oder schlechte Erziehung und/oder Bildung. Im Endeffekt wird nämlich die Person im realen Leben genau das gleiche Verhalten an den Tag legen.

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nurEinGast 22.08.2018, 00:32
8. nun ja

ich denke, hier werden wir alle Stereotypen in einen Topf geworfen.

Persönlich bin ich schon länger in diversen Online-games unterwegs, durchaus auch mit weiblichen Chars. Beleidigungen und Belästigungen habe ich persönlich nicht erlebt. Ein paar Flirtversuche, sicher. Aber nichts schlimmeres.

Liegt möglicherweise auch daran, dass ich zumeist in und mit Clans agiere. Im kompetitiven Bereich ist das Niveau zumeist durchaus höher als im Publicbereich.

Somit liegt es letztlich an jedem selbst, wie sehr er sich Beleidigungen o.ä. aussetzen will- Vorwurf entkräftet.

Ein grösseres Problem ist eher wenn die Entwickler nicht auf ihre Kunden eingehen. Die Erklärung von Randall ist meiner Meinung nach ein schlechter Witz.

Sicher, es wird immer Leute geben die aus irgendwelchen Gründen unzufrieden sind. Mit den geeigneten Massnahmen lässt sich das aber handhaben. Ein Beispiel für Missmanagement im Kommunikationsbereich ist "Mechwarrior online". Dort hat es meines Wissens seit Veröffentlichung des Spieles kein Mitarbeiter der Entwickler für nötig gehalten, der deutschen Community- immerhin die ehemals grösste nichtenglichsprachige im Spiel- mal "Hallo" zu sagen, ihre Meinungen und Anregungen aufzunehmen oder mit ihnen zu diskutieren. Letztlich hat das zu einem enormen Schwund der Spieler der "ersten Stunde/ Founder" geführt, zu Frustration und Enttäuschung. Und letztlich zu einem langsamen Tod von MWO.


Besser machen es da beispielsweise die "Total War" Entwickler und- natürlich- Star Citizen. Beide sind transparent und gehen auf die Fragen und Anregungen ihrer deutschen Kunden ein. So haben sich beide Entwickler eine treue und durchaus kreative Fangemeinde geschaffen welche auch den Entwicklern immer wieder wichtige Impulse gibt.


Letztlich ist besonders die Spielebranche eine, die in besonderem Masse von ihren Kunden lebt. Nicht von den ewig unzufriedenen, den Kindern- sondern den echten Fans. Firmen, die das erkennen, respektieren und nutzen haben viele Vorteile. Der Rest- nun ja...

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mkalus 22.08.2018, 05:59
9. Belästigungen und Hasskommentare sind Probleme

Das gilt auch bei den Sozialen Medien.

Wer sich in die Öffentlichkeit begibt und mit seinem "Talent" Geld verdienen will wird eben Neider haben und Leute die gegen einen antreten.

Da kann man sich noch so sehr verwinden, so ist eben die Menschliche Natur.

Übrigens: Es gibt auch noch Spiele die nicht Call of Duty oder Battlefield sind. Wieso sind es also diese "UrMaennlichen" Genres wo auf einmal mehr Frauen rein müssen?

Keinen interessiert es wer Du bist, oder welches Geschlecht Du hast, ausser Du stellst das in den Vordergrund. Und wenn Du das machst, dann machst Du das eben auch ein Ziel. Wer im "Kampf" mit dir steht wird versuchen zu Punkten, und was auch immer denen als geeignetes Ziel erscheint wird halt benutzt.

Einfache Lösung also: Spiele, und hoer auf dein Geschlecht irgendwie als herausragendes Merkmal zu sehen. Oder spiel etwas weniger "Problematisches". Gibt viele Spiele die z. B. Kooperativ sind und wo Du z. B. eine Stadt bauen kannst, eine Bus Fahren oder eben einen Rennwagen. In diesen Spielen interessiert es einen noch viel weniger.

Aber klar, das sind nicht die grossen AAA Spiele die es z. B. dem Spiegel erlauben einen "Debatte" über Gewalt in Videospielen zu führen.

Die Medien haben da Scheuklappen drauf: CoD or Bust.

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