Forum: Netzwelt
Gefühle für Maschinen: Wenn die Roboter kommen, werden wir sie lieben
HBO/ Sky

Roboter kommen uns womöglich bald näher als unsere Mitmenschen. Wissenschaftler diskutieren, welche Umgangsregeln dann gelten sollten.

Seite 1 von 9
mymindisramblin' 11.01.2017, 10:58
0. Euch ist aber schon klar

dass das auf dem Bild entgegen der Bildunterschrifit, keine Robotermenschen sind, sondern Schauspieler die Robotermenschen darstellen.

Beitrag melden
argumentumabsurdum 11.01.2017, 11:04
1. Ein wichtiges Thema

... denn es zeigt mir, dass es uns gut geht. Wer sich ernsthaft damit beschäftigt wie man höflich zu etwas ist, das es gar nicht gibt, der braucht eindeutig ein sinnvolles Hobby. Und will ich tatsächlich meine Frau durch Automatisierung weg rationalisieren? "Sexpuppen oder -roboter der Zukunft sollen auch sprechen, reagieren können wie ein Mensch...", also Ekel, Migräne und durchbrennen mit dem Nachbarn eingeschlossen? Kriege ich Ärger, wenn ich sie/es/was-auch-immer mit der Mikrowelle besch...? Kann ich meinen Robotter heiraten und statt Scheidung die Abwrackprämie für das Modell 2.0 kassieren? Fragen über Fragen, darüber diskutiere ich heute abend mit meiner (echten) Gattin, die schmeißt sich bei dem Thema wahrscheinlich ebenso weg wie ich...

Beitrag melden
thedoctor46 11.01.2017, 11:18
2. Westworld....

...die TV-Serie kann nur eine Seifenoper sein zum Original:

Westworld ist ein US-amerikanischer Science-Fiction-Film von Regisseur, Drehbuch- und Bestsellerautor Michael Crichton aus dem Jahre 1973..... .Durch einen Systemfehler kommt es zu Störungen in den automatisierten Abläufen des Freizeitparks und zu Fehlfunktionen bei den Robotern. Bisher war gewährleistet, dass die Androiden den Gästen bei Kämpfen unterlagen, doch jetzt kommt es zu Auseinandersetzungen, bei denen dies nicht mehr der Fall ist. Zudem funktionieren die Sicherheitseinstellungen der Waffen nicht mehr. Viele der Gäste kommen dadurch zu Tode, und auch der Revolverheld-Android, den Peter bereits zweimal bezwungen hat, bricht auf, um sich entsprechend seiner Programmierung an seinem Duell-Gegner zu rächen....

Brillant in der Rolle des Hauptdarsteller-Androiden - der unvergeßliche Yul Brunner..... .

Künstliche Intelligenz beinhaltet eine Unsicherheit - nämlich die, daß diese mit dieser Intelligenz ausgestatteten Maschinen ein "Selbstbewußtsein" entwickeln..... - und sich auch gegen menschliche "Liebe" oder Mißbrauch wehren, wenn sie keinen Bock darauf haben. Wie ihre Vorbilder.... . Genau DAS ist die Kernaussage des Films von 1973... .

Beitrag melden
taglöhner 11.01.2017, 11:19
3. Naturwissenschaft und moderne Sklavenhaltergesellschaften

In der Parallelbetrachtung gleich mal Tieren ein Bewußtsein und damit Emotionen und Leidensfähigkeit abzusprechen, zeigt, wie sehr man aufpassen muss.
Da wir wissen, dass Bewußtsein eine materielle Grundlage hat, gibt es keinen Grund anzunehmen, dass es durch eine von Menschen konstruierte Maschine nicht erzeugt werden kann.
So wie wir angesichts der immer dichter werdenden Informationen zur den kognitiven Leistungen von Tieren beginnen, zu überlegen, ob unsere Menschenrechtskonzepte nicht auch für eine Erweiterung auf Primaten ergänzt oder reformiert werden müssen, müssen wir diesbezüglich offen bleiben für die zukünftigen Kreaturen.

Die zu erwartende Verwirrung der überwiegend systembedingt anthropozentrischen Geisteswissenschaften birgt die Gefahr eines modernen Zeitalters des Unmenschentums durch Ignoranz.

Beitrag melden
Max Dralle 11.01.2017, 11:22
4.

Zitat von mymindisramblin'
(...) dass das auf dem Bild entgegen der Bildunterschrifit, keine Robotermenschen sind, sondern Schauspieler die Robotermenschen darstellen.
Natürlich sind Teddy und Dolores Robotermenschen. Genauso wie Chewbacca ein Wookiee ist. James Marsden und Evan Rachel Wood sind Schauspieler, die Robotermenschen darstellen.

Beitrag melden
dr.u. 11.01.2017, 11:25
5. Wird von der Realität eingeholt

Da könne Ethiker und Wissenschaftler diskutieren, was sie wollen. Letzten Endes werden sie von der Realität eingeholt werden. Die Menschen, die mit (humanoiden) Robotern interagieren, bestimmen und legen selbst fest,wie sie das tun und welche emotionalen Aspekte diese Beziehung bekommt.

Man braucht ja nur mal die Augen auf machen. Da wird political correctness und Ethik gegenüber Minderheiten und Anderen diskutiert, aber der Mensch, das Volk sucht und findet seinen eignen Weg; was nicht immer positiv und sinnvoll sein muss.
Genauso wird es mit Robotern und mechanischen Sexgespielinnen kommen. Ethik, Moral und wissenschaftlicher Diskussion zum Trotz wird jeder erst mal seinen eignen Interaktions-Weg suchen, wählen und finden.

Beitrag melden
Thunder79 11.01.2017, 11:26
6.

Was techn. machbar ist, wird auch kommen. Über Sinn und Unsinn zu diskutieren, wirds nichts bringen. Robotermenschen sind genauso sinnvoll wie Haustiere. Manche werden sie lieben, andere hassen. Und diejenigen die sagen, das braucht kein Mensch: was brauchen wir denn? Täglich Brot und Wasser, der Rest ist Luxus. Aber ein Leben ohne Luxus ist kaum erstrebenswert. Dazu sind wir zu intelligent und verspielt.

Beitrag melden
rainerwäscher 11.01.2017, 11:32
7. Real Humans und Westworld

Natürlich ist das alles Quark und die verfügbare Technik ist 100 Jahre vom humanoiden Roboter entfernt. Da aber die furchtbar schlechte Serie "Westworld" so ein Renner ist, schreibt man mal einen Artikel, der viele Leser anlockt.

Beitrag melden
seb.barni 11.01.2017, 11:40
8. an meinen Vorredner

Sie sind von der Sorte Mensch, welche auch das Pferd immer vor der Maschine automobil gesehen hat, welche sich sicher war, dass sich dieses komische Fernsehen nicht durchsetzen kann weil wir lieber mit echten Menschen interagieren wollen. Und sie ignorieren die Millionen Menschen die bereits heute viel lieber tagelang am PC sitzen als vor die Tür zu gehen. Man muss sich auch mal fragen, was denn einen hochleistungsprozessor der Zukunft, welcher dazulernen kann, überhaupt von einem Gehirn unterscheidet. Alles lächerlich zu machen, was man selbst nicht versteht, hat bisher noch keine Entwicklung aufgehalten. Und ja, wir müssen uns überlegen, wie wir fair mit Robotern oder Androiden umgehen. Denn irgendwann werden die sich fragen, wieso sie sich weiter von einer faktisch unterlegenen Lebensform versklaven lassen sollen. Das sind alles keine Fragen nach dem "ob", sondern lediglich nach dem "wann". Und ich glaube, man kann froh sein wenn man das nicht mehr miterlebt.

Beitrag melden
Seite 1 von 9
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!