Forum: Netzwelt
Generation Offline: Mutter lernt Surfen
Frank Patalong

Für mindestens 15,4 Millionen Deutsche über 60 ist das Internet tatsächlich Neuland. Sie verbinden es eher mit Angst und Sorge. Bis vor kurzem gehörte meine Mutter dazu - jetzt wird sie digitalisiert.

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anna cotty 31.01.2016, 19:20
10.

Mein Vater ist 90 und seit fast 5 Jahren 'im Internet' zu finden. Er hatte einen Kurs mit gemacht, wo er der aelteste Teilnehmer war und ist bei Facebook zu erreichen. Seine juengere Schwester hat mit 83 Jahren mit Computern angefangen. Sie kaufte sich einen I-Pad und war nicht mehr zu halten. Seit dem vergangenen Sommer hat sie ein Smartphone , damit sie auch im Urlaub ins Internet kann und ihre Emails abrufen kann. Und weil sie damit Fotos machen wollte. Nun brachte sie ihrer juengstens Schwester ( 75 Jahre) bei, was man mit einem Smartphone machen kann, da diese noch nie etwas mit Internet un Computern zu tun hatte.
Fuer diese Senioren hat sich durch das Internet ein Fenster in die Welt geoeffnet. Alle sind bei Facebook zu finden und so sehr hier immer auf Facebook geschimpft wird, es ist fuer uns Aeltere fantastisch: wir sind dadurch im Kontakt mit Kindern, Enkelkinder und Urenkeln, Tanten, Grosstanten und Urgrosstanten.

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sok1950 31.01.2016, 19:41
11. Internet braucht (privat) niemand wirklich

Habe bereits 1986 für meine Firma PCs programmiert und bin beruflich gezwungen viel online abzuwickeln.

Privat: Gar nichts, selbst mein Mobiltelefon ist ein Klapp-Handy von Motorola, mind. 15 Jahre alt. Erst vor kurzen habe ich mir einen neuen Akku geleistet.

Selbst News-Meldungen und Bankgeschäfte könnte man offline lesen/abwickeln.

Mein Vater, inzwischen über 80 kommt, auch ohne perfekt zurecht. Der hast seinen Laptop nach ca. 2 Jahren bei mir mit den Worten: "Braucht niemand wirklich, ist nur ein Zeitfresser" abgegeben.

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newline 31.01.2016, 19:42
12. Meine Oma

hat immer gerne gelesen, leider machten die Augen Probleme. Ein e-Reader oder Tablett ist die Lösung. Als Großdruck-Ausgabe sind nun wirklich nicht viele Bücher zu bekommen und oft nur Kitsch.

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hh4 31.01.2016, 19:49
13. Ja, kann man so machen

Wichtiger wäre es jedoch, für die Mutter eine adäquate Brille zu kaufen.

(Wenn das nicht - wie bei SPON üblich - zensiert wird)
Der Zensor ist überall, der Patalong aber nicht.

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Paul Panda 31.01.2016, 19:56
14. Widerspruch!

Jetzt muss ich aber mal energisch widersprechen: Der Beitrag hat mich sehr verärgert, denn er beleidigt strenggenommen meine Generation und wirft ein falsches Licht auf sei, da diese ja bereits einen großen Teil ihres Lebens mit dem Computer verbracht hat. So desinteressiert an der IT sind wir ü-60er nämlich nun auch wieder nicht. Da scheint "Mutti" wohl ein Einzelfall zu sein: Ich bin jetzt 68 Jahre alt und seit 1981 ein begeisterter Computerfan. Ich habe alles mitgemacht - vom ZX81 über den ATARI bis zum heutigen, modernen PC. Ich beschäftige mich heute ausschließlich privat mit meinem PC, nutze das Internet seit seinem Beginn, programmiere selbst meine wissenschaftliche Software, bin als PC-Grafiker auch freischaffend tätig, pflege meine eigene Webseite und nutze den PC auch zum Schreiben von Manuskripten, als Aufzeichnungsgerät für physikalische Daten und als Spektrum-Analyzer. Natürlich stehe ich auch über E-mail täglich mit mehreren Bekannten aus aller Welt in Verbindung und lese beim Frühstück bereits SPON auf dem Tablet PC. Und so wie mir geht es vielen meiner gleichaltrigen Bekannten. Ach ja: Ein Smartphone besitze ich natürlich auch. Meine Mutter hat bis zu ihrem Lebensende mit fast 85 Jahren (2009) noch E-mails geschrieben und Fotos am PC bearbeitet.
Also was soll der Unsinn mit "Mutti"? Oder liegt es daran, dass Frauen generell weniger Interesse am PC haben als Männer?

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flusensieb 31.01.2016, 20:06
15. Putzfrau sucht Job bei SAP

Die Geschichte:

Eine Arbeitslose bewirbt sich als Reinigungskraft bei SAP.

Der Personalleiter lässt sie einen Test machen (den Boden reinigen, darauf folgt ein Interview und schließlich teilt er ihr mit: "Sie sind bei SAP eingestellt. Geben Sie mir Ihre E-Mail-Adresse, dann schicke ich Ihnen die nötigen Unterlagen".

Die Frau antwortet ihm, dass sie weder einen Computer besäße noch eine E-Mail habe. Der Personalmensch antwortet ihr, dass sie ohne E-Mail-Adresse virtuell nicht existierte und daher nicht angestellt werden könne. Daraufhin verläßt die Frau verzweifelt das Gebäude - lediglich mit 10 Euro Reisespesen in der Tasche. Sie beschließt, in den nächsten Supermarkt zu gehen und dort 10 Kilo Tomaten zu kaufen. Mit diesen Tomaten geht sie von Tür zu Tür und verkauft sie innerhalb von zwei Stunden, wodurch sie ihr Kapital verdoppelt. Sie wiederholt die Aktion noch drei Mal und hat am Ende des Tages 160 Euro in der Tasche. Sie erkennt, dass sie auf diese Art und Weise ihre Existenz bestreiten kann und startet deshalb in Zukunft jeden Morgen und kehrt spät abends zurück.Jeden Tag verdoppelt oder verdreifacht sie ihr Kapital. In kurzer Zeit kauft sie sich einen kleinen Wagen, dann einen Lastwagen und bald verfügt sie über einen eigenen Fuhrpark für ihre Lieferungen. Innerhalb von fünf Jahren besitzt sie eine der größten Lebensmittelketten der USA.

Irgendwann erkennt sie, dass es gut wäre an ihre Zukunft zu denken und einen Finanzplan für sich und ihre Familie erstellen lassen. Gesagt - getan: Eines schönen Morgens setzt sie sich mit einem Berater in Verbindung, der ihr einen Vorsorgeplan erarbeitet. Am Ende des Gesprächs bittet sie der Vertreter snach ihrer E-Mail-Adresse, damit er ihr die entsprechenden Unterlagen zuschicken könne. Sie antwortet ihm, dass sie nach wie vor keinen Computer und somit auch keine E-Mail-Adresse besitze. Der Versicherungsvertreter schmunzelt und bemerkt: "Kurios Sie haben ein Imperium aufgebaut und besitzen nicht mal eine E-Mail-Adresse. Stellen Sie sich einmal vor, was Sie mit einem Computer alles erreicht hätten!".
Die Frau überlegt kurz und antwortet: "Ich wäre Putzfrau bei SAP".
Die Lehren:

Lehre Nr. 1:
Das Internet rettet nicht Dein Leben.

Lehre Nr. 2:
Wenn Du bei SAP arbeiten willst, brauchst Du eine E-Mail-Adresse.

Lehre Nr. 3:
Wenn Du diese Geschichte per E-Mail/auf SPON erhalten hast, sind die Chancen Putzfrau zu werden größer als die, Millionär zuwerden.

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seniorenzocken 31.01.2016, 20:18
16. Digital Immigrants

Es ist doch vor allem die Angst vor dem Neuen, die Digital Immigrants davon abhält Digital zu gehen. Die Überwindung führt zum Erfolg: https://www.youtube.com/watch?v=0gwJHpIaei4

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hohnspiegel 31.01.2016, 21:12
17. Sucht

Ich muss gestehen mit 55 könnte ich aufs Internet nicht mehr verzichten, ich gehöre zu der Generation die anfing sich mit 20 mit Computern zu beschäftigen, wenn ich sehe was für einen Quantensprung die Technik gemacht hat , das glauben mir meine Neffen nicht wenn ich aus der elektronischen Steinzeit erzähle Modem und 14400 Boud Ladegeschindigkeit , meine Mutter (82) hat sich
noch an PC und Händi getraut, das Internet bleibt ihr fremd.
Nichtdestotrotz gibt es auch in meiner Generation Personen die sich nicht mehr mit der virtuellen Welt anfreunden können.

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Sibylle1969 31.01.2016, 21:28
18. Meine Mutter...

...wollte jahrelang nichts mit dem Internet zu tun haben, aber als sie 75 Jahre alt war, hatte sie meine Nichte irgendwann überredet, es doch mal zu probieren. Jetzt schreibt meine Mutter Emails, ist auf Skype und besorgt sich Informationen über Hotels und Urlaubsziele im Internet. Einzig an Online-Shopping traut sie sich nicht ran. Jetzt ist sie 78.

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Paul Panda 01.02.2016, 00:02
19. Klasse!

Zitat von flusensieb
... Die Frau überlegt kurz und antwortet: "Ich wäre Putzfrau bei SAP".
Klasse! Kannte ich noch nicht. Erinnert mich an die Geschichte von dem Griechen, der am Meer in bescheidenem Umfang Fische für seinen Lebensunterhalt fängt und von einem deutschen Touristen, der sich als Manager ausgibt, vergeblich überredet wird, seinen Fischfang profitabler zu gestalten: "...und wenn Sie meine Ratschläge befolgen, werden Sie reich und können sich mehrmals im Jahr einen Angel-Urlaub am Meer leisten" - "Aber das mache ich doch jetzt schon!".

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