Forum: Netzwelt
Gericht zu Flüchtling mit Merkel-Selfie: Facebook muss Hasspostings nicht aktiv suche
Getty Images

Welche Verantwortung hat Facebook im Umgang mit Online-Hass? Ein Flüchtling, der online als Terrorist verunglimpft wird, ist vor Gericht gezogen. Jetzt hat das Landgericht Würzburg eine erste Entscheidung getroffen.

Seite 1 von 6
77fun 07.03.2017, 14:38
1. Schlechtes Urteil!

Für das Gericht ist das Internet halt noch Neuland. Anders ist das Urteil nicht zu erklären. Im Ernst: das Urteil liefert Hate-Speech und Facebook-Mobbing Tür und Tor. Facebook muss für die Löschung derartiger Posts Verantwortung übernehmen.

Beitrag melden
genauerschauer 07.03.2017, 15:01
2.

Er hätte das Selfie ja auch lassen können. We sich Öffentlichkeit exponiert muss immer mit den daraus resultierenden Dingen rechnen. Medienkompetenz ist hier das Stichwort. Es steht ihm jedoch frei, die jeweils illegalen Reaktionen anzumahnen oder zu verfolgen. Facebook ist keine Behörde. Es empfiehlt sich auch immer, die Nutzungsbedingungen zu lesen.

Beitrag melden
schlipsmuffel 07.03.2017, 15:04
3. Wer sich..

.. bei Facebook anmeldet, sollte wissen, auf was er sich einläßt! Bezeichnend finde ich den letzten Satz des Artikels, der auf Rosinenpickerei hindeutet: Zum Wohnungsfinden OK, da hat man schließlich Vorteile von, wenn man aber aus eigener Unbedarftheit und Mediengeilheit ein Selfi mit der Kanzlerin postet, hält man den shitstorm nicht aus! Vorher denken soll manchmal helfen! Aber es ist ja immer leichter, die Verantwortung für das eigene Leben, auf andere abzuschieben, wenn etwas schiefgeht, in diesem Fall auf FB.

Beitrag melden
Betrayer 07.03.2017, 15:04
4. Richtiges Urteil!

Warum sollte man Meinungen verbieten, anstatt mit ihnen richtig umzugehen? Die Staaten sind uns da weit vorraus, hier setzt man sich auch mit unangenehmen Meinungen auseinander, anstatt gleich nach einem Verbot zu rufen. Wir Deutschen sollten uns davon eine Scheibe abschneiden, so unangenehm die Äußerungen auch sein mögen, nichts gibt uns das Recht, gewisse Meinungen zu verbieten. Man sollte sich argumentativ mit ihnen auseinandersetzen und es strikt unterlassen, Meinung jeglicher Art zu verbieten, jeder verdient es, dass man sich mit ihm argumentativ auseinander setzt.

Beitrag melden
AufJedenFall 07.03.2017, 15:09
5. Gutes Urteil!

Anscheinend ist das Internet für manche noch Neuland. Im Ernst: Ein gegenteiliges Urteil würde der Zensur Tür und Tor öffnen, da jeder jede Löschung verlangen könnte. Die Verantwortung kann nur bei den Nutzern liegen.

Beitrag melden
baccarat 07.03.2017, 15:13
6. ???

Also dass man Facebook nicht zwingen kann selbstständig alle Hass-Postings zu suchen, identifizieren und zu löschen leuchtet schon ein. Wir reden hier von mehreren Milliarden Posts jeden Tag die kontrolliert werden müssen. Eventuell kann man das ganze mit einem Suchalgorithmus eingrenzen, das ist dann aber immer noch ein riesiger Haufen und vieles geht auch fälschlicherweise durch den Filter verloren. Also in dem Punkt hat der Flüchtling keine Chance.
Was aber nicht sein kann ist, dass Facebook die Bilder auch auf Anfrage des Geschädigten nicht löscht. Ich dachte auch, dass es in dem Prozess hauptsächlich darum ging, dass Facebook viele, von dem Geschädigten angezeigte Posts mit besagtem, zweckenfremdeten Foto nicht gelöscht hat.

Beitrag melden
wolke:sieben 07.03.2017, 15:13
7. Das Urteil ist 1. Klasse,

......denn wenn jeder sich auf den Schlips getreten fühlt, dem ein Posting nicht gefällt und Anzeige erstattet, bräuchte es kein Facebook geben und alles zu 100% kontrollieren ist fast unmöglich.

Beitrag melden
Benko 07.03.2017, 15:14
8.

Was für eine Klatsche für den fanatischen Anwalt, der seit Jahren versucht seine Vorstellungen von Recht einzuklagen. Gut zu wissen das es noch Richter gibt, die sich nicht von Stimmungen sondern von Gesetzen leiten lassen.

Beitrag melden
Axeman 07.03.2017, 15:18
9.

Zitat von 77fun
Für das Gericht ist das Internet halt noch Neuland. Anders ist das Urteil nicht zu erklären. Im Ernst: das Urteil liefert Hate-Speech und Facebook-Mobbing Tür und Tor. Facebook muss für die Löschung derartiger Posts Verantwortung übernehmen.
Haben Sie den Artikel nicht gelesen? Es geht überhaupt nicht darum, dass sich FB einer Löschung verweigert hätte.

Hätte der Kläger Recht bekommen wäre das das Ende vom Usergenerierten Content. Dann könnte jeder Rechteinhaber zB eine einstweilige Verfügung gegen Youtube erwirken, ein urhebergeschütztes Werk nicht erneut zu veröffentlichen.

Beitrag melden
Seite 1 von 6
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!