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Google "Your Timeline": Behalten Sie Ihren Standort für sich

Google weiß, wo sie vor einem Jahr waren. Das Tool "Your Timeline" zeigt, wo sich Handynutzer in den letzten Jahren aufgehalten haben. Man kann sich aber leicht dagegen wehren.

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hschmitter 22.07.2015, 16:56
1.

Ich bin mir nicht sicher, ob man mit ein paar Klicks die Kontrolle über seine Daten hat. Erzählen kann man mir viel - wer hat jemals überprüfen können, ob das, was Google hier angibt, stimmt?

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nord1icht 22.07.2015, 16:58
2. Irgendwann is mal gut

Solche Daten zu sammeln ohne die explizite Zustimmung des Betreffenden zu haben, der sich auch darüber klar ist, was er da beauftragt hat, ist sittenwidrig. Irgendwo im Kleingedruckten wird es schon gestanden haben, aber das reicht nicht.

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schumbitrus 22.07.2015, 17:07
3. Woher weiß man denn ..

Zitat:
Wer nicht will, dass das eigene Smartphone oder Tablet die Standortinformationen aufzeichnet und weiterleitet, kann das mit wenigen Klicks unterbinden. [..]

Man kann natürlich daran glauben, dass nach der Umstellung keine Aufzeichnung mehr geschieht.

Im Jahr 2 nach Snowden sollte man aber auch ausreichend Medienkompetenz besitzen um zu wissen, dass man naives Vertrauen braucht, um sich darauf zu verlassen.

Und ich finde, dass ein Medium mit der Verbreitung eines SPON hier durchaus die Verantwortung besitzt, den Nutzern auch zu sagen, dass sie auch für dumm verkauft werden können. Denn der Nachweis, dass die Daten nun nur nicht mehr angezeigt werden, IST NICHT ERBRACHT. Viele ohnmächtiger Nutzer haben sich nur daran gewöhnt, dass sie sowieso nichts ändern können und sind auch dann dankbar, wenn sie einem Surrogat auf den Leim kriechen ..

Die Leute sind doch schon unaufgeklärt und lethargisch genug. ihnen nicht zu sagen, dass solche Privatsphären-Einstellungen auch ein Fake sein kann, halte ich für fahrlässig.

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maniacmike 22.07.2015, 17:09
4. Na und???

In Zeiten wo fast alle ständig jeden noch so schwachsinnigen Content twittern und bei Facebook die Fliege an der Wand posten, ständig damit angeben welches Eis sie gerade essen oder dass es in Posemuckel gerade regnet, ist es doch vergleichsweise eine digitale Lapalie wenn Google & Co. mit Geotracking dem Nutzer zeigt, wo er die letzten Monate rumgelatscht ist. Geofencing und Location based messaging und Marketing ist längst Normalität geworden - wem es nicht passt, kann ja opt out wählen und schon ist alles bestens. Immer diese Aufregerei um nichts!

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wff 22.07.2015, 17:10
5. Timeline löschen...

Und wer sagt mir, dass beim Löschen der Timeline (oder dem Abschalten der Positionsübermittlung) tatsächlich keine Daten von Google gespeichert und ausgewertet werden? Vielleicht werden sie ja nur vor dem Nutzer verborgen - damit dieser sich in Sicherheit wiegt...

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d-a-f-f-y 22.07.2015, 17:19
6. ...

Google Maps ist eine Navigationsapp for free. Natürlich greift diese also auf meinen Standort zu und speichert diesen ggf. Nichts im Leben ist umsonst...

Wenn man das Feature nun deaktiviert, dann kann man die App auch gleich in die Tonne kloppen, weil unbrauchbar.

Im Vergleich zu handelsüblichen Navigationsapps bin ich aber mit Google Maps super zufrieden, weil ich nicht dauernd nach einer bestimmten Adresse suchen will/muss, sondern den Ort, das Restaurant, etc. sofort eingebe. Das können Navi-Apps in der Regel nämlich nicht...

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cor 22.07.2015, 17:21
7.

Zitat von nord1icht
Solche Daten zu sammeln ohne die explizite Zustimmung des Betreffenden zu haben, der sich auch darüber klar ist, was er da beauftragt hat, ist sittenwidrig. Irgendwo im Kleingedruckten wird es schon gestanden haben, aber das reicht nicht.
Richtig. Aktuell wird höchstens gefragt, ob die App den Standort verwenden darf. Was aber genau mit den Daten gemacht wird und ob diese auch gespeichert werden, ist für den Benutzer völlig intransparent.

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Vielfaltiger 22.07.2015, 17:38
8.

Zitat von maniacmike
In Zeiten wo fast alle ständig jeden noch so schwachsinnigen Content twittern und bei Facebook die Fliege an der Wand posten, ständig damit angeben welches Eis sie gerade essen oder dass es in Posemuckel gerade regnet, ist es doch vergleichsweise eine digitale Lapalie wenn Google & Co. mit Geotracking dem Nutzer zeigt, wo er die letzten Monate rumgelatscht ist. Geofencing und Location based messaging und Marketing ist längst Normalität geworden - wem es nicht passt, kann ja opt out wählen und schon ist alles bestens. Immer diese Aufregerei um nichts!
Vollkommen falsch was Sie sagen. Die Aufregung hat viel mehr als mit nichts zu tun. Nicht alle facebooken oder twittern. Was ist das also für ein komisches Argument von Ihnen? Nur deshalb muss man den Rest der Bürger nicht schützen?

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geando 22.07.2015, 17:42
9. Die Datenkrake

Man bekommt immer mehr das Gefühl, das bei Google, Facebook und Co. irgendwelche NSA-Mitarbeiter in den Entwicklungsabteilungen sitzen und Anregungen geben. Die Datenkrake wird immer dreister. Was zunächst neue Funktionen sind, werden nach ein paar Monaten plötzlich Pflichtfunktionen, Einstellungen für mehr Privatsphäre lassen sich nur durch gut versteckte Häkchen aktivieren, oder wenn man den Konzern persönlich drum bittet, das Programm erkennt und verknüpft immer mehr automatisch: das Instrumentarium der schleichenden Datenschnüffelei ist subtil und effektiv. Zuckerberg und Co. schwurbeln mit schöngefärbten Visionen einer besseren Menschheit (Sätze, die immer mit "we believe..." anfangen) und haben doch nur Kontrolle und Geschäft im Sinn. Die Politik versagt bei der Kontrolle dieser Daten-Kapitalisten völlig.

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