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Hackerangriff auf Industrieanlagen: Zuerst Saudi-Arabien, dann Deutschland?
REUTERS

Ein beispielloser Angriff auf ein Kraftwerk am Persischen Golf sollte auch den Deutschen zu denken geben. Zahlreiche Industrieunternehmen hierzulande setzen auf dasselbe Schutzsystem.

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Radlermass 06.04.2018, 15:07
1. Blackout

von Marc Elsberg lesen und nachdenken. Und Angst bekommen.

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ManniSt6 06.04.2018, 15:15
2. Pflichtlektüre

Der Roman Blackout von Marc Elsberg sollte für alle Verantwortlichen zur Pflichtlektüre bestimmt werden.

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bigroyaleddi 06.04.2018, 15:19
3. Wundert das eigentlich noch irgendjemanden?

Je komplizierter eine Sache wird, deststo größer ist die Herausforderung, diese zu doch noch zu hoppen. Und gerade wenn man hinter solchen Angriffen irgendwelche Staaten vermutet.
Da kann einem wirklich angst und bange werden. Vielleicht sollten sich alle, welche sich so auf eine digitale Zukunft freuen, mal fragen, wie sie eigentlich leben wollen, wenn digital (vorübergehend) nix mehr geht.

Das ist das Schreckliche am Fortschritt. Er ist meist nur noch für eine kleine Gruppe technisch nachvollziehbar, die Negativfolgen fliegen aber uns alle um die Ohren. Ich glaube, wir stehen hier nicht nur vor einem technischen Problem. Es wird langsam ein philosophisches.

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Franziskus 06.04.2018, 15:20
4. Es gibt keinen Schutz

Wer eine Verbindung seiner Computersysteme zum Internet hat, kann jederzeit und an jedem Ort angegriffen werden. Das sollte doch inzwischen dem letzten " IT-Sicherheitsexperten klar sein. Noch so ein Beispiel von bodenlosem Leichsinn. Es ist geplant, 2 Stromtrassen von der Nordsee nach Süddeutschland zu bauen. Was passiert, wenn Terroristen diese beide Leitungen lahmlegen>? Dann gehen in Süddeutschland die Lichter aus. Kleine, überschaubare Stromnetze bieten die größte Sicherheit. Selbst privat, wenn man ein Haus hat, kann man sich fast unabhängig vom externen Strom machen. Eine Photovoltaikanlage mit Speicher hilft dabei.

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unky 06.04.2018, 15:21
5. Zu technikgläubig!

Ich finde es schon seit Jahren beunruhigend, wie sich die Industriestaaten immer angreifbarer machen. Mit der rasanten Digitalisierung, die von kenntnisreichen Hackern zerstört werden kann, kann man heutzutage sehr schnell ganze Volkswirtschaften in die Knie zwingen. Längerandauernde Stromausfälle in großem Ausmaß führen zum Stillstand des Handels, zu Wassereinschränkungen, zum Ausfall von Fahrstühlen und sämtlichen Elektrogeräten in Haushalten, Werkstätten und Industriebetrieben oder auch Krankenhäusern (Notstromaggregate laufen auch nur begrenzte Zeit). Auch der Bahnverkehr kann durch Hacker gestört werden. Am Ende sitzen wir in dunklen, ungeheizten Wohnungen ohne Wasser und Lebensmittel. Ich habe nicht den Eindruck, dass unsere Politiker, für die die digatale Welt ein Buch mit sieben Siegeln zu sein scheint, sich des Ausmaßes drohender Szenarien bewusst sind und effiziente Maßnahmen dagegen entwickelt haben.

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GoaSkin 06.04.2018, 15:23
6. Es gibt ein absolut wirksames Schutzsystem

Und zwar alles offline setzen, was nicht online sein muss. Vieles, was Opfer eines Hacker-Angriffes wird, kann schließlich auch als physikalisch vom Internet getrennter Inselbetrieb funktionieren, wie es zu Zeiten vor dem Internet auch schon der Fall gewesen ist. Alles über fünf Ecken mit dem Internet zu verbinden, ist reine Bequemlichkeit, um nicht mehr mit Datenträgern hantieren zu müssen.

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oliver_kreuzzer 06.04.2018, 15:26
7.

Und wenn wir dann erst mal alle unsere Smartmeter im Keller haben, mit denen uns die EU zwangsbeglücken will, wird's erst richtig spannend.

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zeichenkette 06.04.2018, 15:27
8. Das Grundproblem:

Bei "Sicherheit" in Zusammenhang mit Industrieanlagen wird viel zu oft noch nur Sicherheit gegen Unfälle, Fehler oder sonstige zufällige Probleme verstanden. Das ist aber eine völlig andere Problematik als tatsächlich böswillige und gezielte Angriffe mit großem Vorbereitungsaufwand. Da diese Art von Sicherheit ganz extrem mehr kostet und diese Kosten für den Hersteller und Betreiber nur Ausgaben sind, denen keine dadurch generierte Einnahmen gegenüberstehen, ist das oft völlig unzureichend umgesetzt. Das Problem kennt sogar jeder angestellte Admin in einer Firma aus eigener Erfahrung.

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makuckn 06.04.2018, 15:27
9. Die Tür nach außen..

Ungeachtet dessen ob nun der Triconex-Controller Sicherheitslücken aufweist oder nicht, erfolgt so ein Angriff ja in der Regel über die herkömlichen Wege: Virenverseuchte eMails, USB-Sticks oder dergleichen. Daher sehe ich die eigentliche Ursache solcher Angriffe im unvorsichtigen Umgang mit potentiell gefährlichen Datenträgern, etc. sowie einem unsachgemäß eingerichtetem Netzwerk. Normalerweise darf zB der PC eines normalen Angestellten (Verkauf, Personalabteilung, etc.) überhaupt gar keine Verbindung zur Anlage haben! Büro- sowie Anlagen-Netzwerk müssen getrennt und mit entsprechenden Mitteln gesichert werden. An Geräten, die im Anlagen-Netzwerk sind, dürfen keine Verbindungen ins www bzw. zum eMail-Server bestehen und die USB-Ports müssen vollständig abgeschaltet sein. Wenn man diese Türen schließt, müsste ein potentieller Angreifer schon physischen Zugang zur Anlage selbst haben, weil mit Virenmails nichts zu erreichen wäre (höchstens sowas wie Kundendaten vom Büro-Server abziehen, o.ä.). Bei physischem Zugriff lassen sich Sicherheitssysteme jedweder Art aber auch auf andere Art umgehen...

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